Hollande, Strauss-Kahn, der Washington Consensus und Europa vor einem Kurswechsel

von am 27. Mai 2012 in Allgemein

Mitte Mai 2011 wurde Dominique Strauss-Kahn, der damalige Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), überraschend wegen Vergewaltigungsvorwürfen in New York aus dem Flugzeug heraus verhaftet, das er für eine Reise nach Europa bestiegen hatte. Er wollte nach Berlin, um mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die europäische Schuldenkrise und Währungsfragen zu sprechen. (1) Im Anschluss wollte er an Gesprächen der Euro-Gruppe zu der sich zu diesem Zeitpunkt erneut gefährlich zuspitzenden Schuldenkrise Griechenlands teilnehmen.

Dazu kam es nicht mehr.

Strauss-Kahn wurde, wie sich später herausstellte, unter rechtlich – für eine staatsanwaltschaftliche Anklageerhebung – nicht haltbaren Vorwürfen, aus dem Verkehr gezogen und wie ein Schwerverbrecher in Isolationshaft auf die Gefängnisinsel Rikers Island verbracht, von wo aus er kurze Zeit später verkündete, als Chef des IWF zurückzutreten. (2)

Wenige Wochen vor seiner Verhaftung hatte Strauss-Kahn in Washington zu Studenten über die Lehren des IWF aus der Finanzmarktkrise gesprochen und die Abkehr vom bisherigen Sanierungskonzept verkündet: „Der Washington Consensus liegt jetzt hinter uns“ – so wurde er in der Presse zitiert. (3) Er erklärte ihn angesichts der globalen Krise für überholt. „Beim Gestalten des makroökonomischen Rahmens einer neuen Welt werde das Pendel umschwingen – zumindest ein bisschen – vom Markt hin zum Staat“. (4) Nebenbei bemerkt sprach er sich in dieser Rede auch für eine Finanztransaktionssteuer aus – so, wie es dann ein paar Monate später mit gleichlautender Begründung etwa auch José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, tat. (5)

Der Begriff „Washington Consensus“ geht auf den Ökonomen John Williamson zurück, der ihn 1990 prägte. (6) Er fasste darunter zehn, in der Washingtoner Politik und Administration, bei der Fed, internationalen Organisationen (insb. IWF und Weltbank), Think Tanks und Fachleuten seines Erachtens weitgehend konsensfähige Grundsätze für Wirtschaftsreformen in Lateinamerika, zwecks Überwindung der Schuldenkrise, für makroökonomische Stabilität und Wachstum.

Um es kurz zu machen: Der Washington Consensus ist genau jenes, auf Freihandel und Austeritätsmaßnahmen fokussierte liberale Sanierungskonzept für Volkswirtschaften, das in vielen Entwicklungsländern eine wirtschaftliche Abwärtsspirale in Gang setzte und in die finanzielle Abhängigkeit führte. (7) Und es genau dieses Konzept, das bis heute in Griechenland und in den anderen europäischen Schuldenstaaten Anwendung findet (8) – mit denselben verheerenden Konsequenzen.

Christine Lagarde, die neue Chefin des IWF und Nachfolgerin von Strauss-Kahn, hat nun wuterfüllt die Griechen aufgefordert, sie sollten sich selbst helfen und endlich ihre Steuern zahlen. (9) Der Ausbruch ist vor dem Hintergrund der bevorstehenden Neuwahlen in Griechenland zu sehen und der guten Chancen der linksradikalen Syriza, die Wahlen zu gewinnen. Denn Alexis Tsipras, der Chef der Syriza, hatte angekündigt, das zwischen dem IWF, der EZB und der Europäischen Kommission (sog. Troika) und der griechischen Übergangsregierung unter Loukas Papademos ausgehandelte strikte Sparkonzept für nichtig erklären zu wollen.

Tsipras ist jedoch nicht der einzige, der das die Handschrift des Washington Consensus` tragende und auf die europäischen Schuldenstaaten angewendete Sanierungskonzept nicht mehr mitmachen will. Auch in Italien und Spanien regt sich Widerstand. Dort wurde von den Regierungen gefordert, den Sparkurs durch eine Wachstumskomponente zu ergänzen und Wachstum zur Priorität zu machen, nicht das Sparen.

François Hollande, der neue Präsident Frankreichs ist in dieser neu aufkommenden Debatte die zentrale Figur. Denn er hatte den Kurswechsel in der Bekämpfung der europäischen Schuldenkrise und die stärkere Fokussierung auf Wachstum zu seinem zentralen Anliegen gemacht. Zwar hat es auf dem eigens zu diesem Thema angesetzten EU-Sondergipfel am 23. Mai noch keine Beschlüsse gegeben. Doch nun kommen auch aus Berlin bereits Nachrichten über ein von der Bundesregierung in der Vorbereitung befindliches Wachstumskonzept für Europa, das auch die Einrichtung von „Sonderwirtschaftszonen“ als Vorschlag für die Wachstumsförderung in strukturschwachen Schuldenregionen enthält. (10)

Die Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen ist mit dem Washington Consensus schwerlich in Einklang zu bringen. Die Idee ist indes im Grundsatz in hohem Maße kompatibel mit der der Schutzzölle als Instrument zur Förderung wirtschaftlicher Entwicklung bzw. wirtschaftlicher Aufholprozesse – und durchaus in diesem Sinne erweiterbar. (11) (12) Besonders interessant ist an der Meldung, dass Kanzleramt erarbeite ein solches Wachstumskonzept für Europa, auch der Termin, bis zu dem es ausgearbeitet sein soll, nämlich der 13. Juni. (13) Es läge somit noch vor dem Wahltermin in Griechenland und der Parlamentswahl in Frankreich vor.

Man kann es drehen und wenden wie man will, aber damit zeichnet sich ein bevorstehender Kurswechsel Europas in der Bekämpfung der Schuldenkrise ab. Der vom IWF für die Sanierung bevorzugte Washington Consensus scheint damit für Europa schon bald nicht mehr das Maß der Dinge zu sein. Auch das könnte ein Grund für die Wut der IWF-Chefin sein. Denn dies hieße ja, dass das vom IWF präferierte Krisenkonzept als ungeeignet für die Bewältigung der Krise angesehen würde.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass Strauss-Kahn bereits im März 2011 die Abkehr des IWF vom Washington Consensus verkündet hatte, es dann aber, nach seinem durch seine Verhaftung erzwungenen Rücktritt als IWF-Chef, nicht zu dieser Abkehr kam. Nun ist Hollande, der Parteifreund von Strauss-Kahn, Frankreichs neuer Präsident und es zeichnet sich zumindest für Europa ab, dass wahr wird, was der damalige IWF-Chef vor etwas mehr als einem Jahr für den IWF angekündigt hatte.

Wir wissen nicht, was Strauss-Kahn im Mai 2011 der Kanzlerin Angela Merkel mit Blick auf die Schuldenkrise vorschlagen wollte. Aber nach Edward Epstein, der ein Enthüllungsbuch über die Vergewaltigungsaffäre Strauss-Kahns schrieb und kürzlich mit ihm sprach, hatte er in Berlin offenbar einen Vorschlag machen wollen, wie die Euro-Krise rasch hätte beendet werden können. (14) Wenn das stimmt, dann hätte er damit offensichtlich auch den Druck seitens der Finanzmärkte mit im Blick gehabt.

In Frankreich finden die Wahlen für die Nationalversammlung am 17. Juni statt. An diesem Tag wählen auch die Griechen erneut und die linksradikale Syriza könnte diese Wahl deutlich gewinnen. Ein Kurswechsel würde damit noch wahrscheinlicher. Auch Frau Lagarde weiß das. Doch wie auch immer, vor diesem Termin wird nichts geschehen.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: eichner@web.de

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55 KommentareKommentieren

  • Raini - 27. Mai 2012

    “Um es kurz zu machen: Der Washington Consensus ist genau jenes, auf Freihandel und Austeritätsmaßnahmen fokussierte liberale Sanierungskonzept für Volkswirtschaften, das in vielen Entwicklungsländern eine wirtschaftliche Abwärtsspirale in Gang setzte und in die finanzielle Abhängigkeit führte. (7) Und es genau dieses Konzept, das bis heute in Griechenland und in den anderen europäischen Schuldenstaaten Anwendung findet (8) – mit denselben verheerenden Konsequenzen.”

    ….und dafür stehen die Privatbankiers der Wall-Street und London City !
    Woodrow Wilson: ” Ich hab unbeabsichtigt mein Land ruiniert. Eine große Nation wird nun durch das Kreditsystem kontrolliert, in den Händen weniger. Wir sind keine Regierung der freien Meinung, der Wahlmehrheiten, sondern eine , die von einer kleinen Gruppe mächtiger Männer kontrolliert wird”.
    Joseph Kennedy 1936:” Fünfzig Männer haben Amerika geführt, und diese Zahl ist schon hochgegriffen”.
    Franklin Roosevelt 1933:” Wahr ist, dass seit den Tagen Andrew Jacksons die Regierung Eigentum eines Elementes in den großen Zentren ist.”
    Felix Frankfurter(Oberster Gerichtshof der USA) 1952 :” Die wahren Führer in Washington sind unsichtbar und üben ihre Macht hinter den Kulissen aus “.
    William Fullbright , US-Senator 1963: “Die Annahme, dass diese Eliten regieren, läßt sich nicht von der Hand weisen”.
    David Rockefeller ( Trilateral Commission Founder ) 1991:”Wir sind der Washington Post, der New York Times, dem Time Magazin u.a. dankbar, deren Chefredakteure an unseren Treffen teilnahmen und die Zusage der Vertraulichkeit 40 Jahre lang respektierten ! ! –Es wäre unmöglich gewesen, einen Plan der Welt zu entwickeln, hätten wir im Licht der Öffentlichkeit gestanden.Aber die Welt ist auf dem Weg zu einer Weltregierung. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Weltbankiers ist sicherlich der nationalen Souveränität der letzten Jahrhunderte vorzuziehen. “

  • der-oekonomiker - 27. Mai 2012

    Danke, SLE beschreibt ein gut mögliches Szenario. Nur, an welcher Stelle passt da die “Eiserne Lady” Angela Merkel rein? Oder tritt sie gar zurück? Undenkbar! Deshalb wir es ein sehr, sehr langwieriger Prozess, der vielleicht erst durch eine der nächsten Wahlen in Deutschland möglich wird. Oder was macht die FDP? Gerade erst wieder auferstanden von den Toten. Und in Europa gegen fast alles. Es bleibt spannend.

    • SLE - 27. Mai 2012

      Angela Merkel hat schon öfters bewiesen, dass sie zu 180-Grad-Wende nicht nur fähig ist, sondern sie auch praktisch unbeschadet übersteht. Bestes Beispiel ist der Ausstieg aus der Atomenergie nach der Katastrophe von Fukushima.

      In Europa ist sie mit ihrem bisherigen Kurs der Befürwortung einseitiger Sparkonzepte mittlerweile isoliert. Sie wird sich bewegen müssen. Es kann sein, dass sich das jetzt angekündigte Wachstumskonzept, wenn es konkret vorliegt, nicht als Wende entpuppt. Es vor dem Wahltermin 17. Juni fertig- und vorzustellen, das heißt bevor Hollande seine Karten auf den Tisch legen kann, ist möglicherweise Berechnung, frei nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung.

      Das wird man natürlich abwarten müssen.

      Viele Grüße
      SLE

  • Achim Hase - 27. Mai 2012

    Ich glaube Du überschätzt Strauss-Kahn etwas… fällt mir schwer zu glauben, dass dieser notgeile Bock (die Vorwürfe in Frankreich scheinen substantiierter als die in New York zu sein) nur einen Tag davon entfernt war, die heilsbringende Idee zu verkünden.

    Bei Hollande bin ich auch vorsichtig. Bis zum 18. Juni glaube ich dem kein Wort, denn er steht nach wie vor im Wahlkampf. Solange muss er seine Parolen wiederholen, danach darf er wieder pragmatisch agieren und Kompromisse schließen. Schaun mer mal was dann rauskommt.

    Wir könne nur froh sein, dass das Interview von Christine Lagarde und nicht von Wolfgang Schäuble oder sonst einem deutschen Kreisabgeordneten ist. Mir scheint aber das war mit Kalkül und Bedacht so gegeben, ihre letzten Äußerungen klingen nicht nach Zurückrudern.

    • SLE - 27. Mai 2012

      Hallo Achim Hase,

      Bill Clinton war in der Hinsicht ähnlich. Ich denke nicht, dass man daraus Rückschlüsse auf das fachliche und/oder politische Potential ziehen solte.

      Aber natürlich habe ich mich in Bezug auf die angesprochenen Aussagen auf Aussagen von Edward Epstein in einem Spiegel-Interview (1.5.2012) bezogen sowie auf die Wiener zeitung, die Strauss-Kahn bezüglich de Washington Consensus wörtlich zitierte. Daran gibt es also zunächst einmal kaum etwas zu rütteln. Inwieweit Epsteins Aussagen korrekt sind, kann ich nicht überprüfen und deswegen habe ich dessen Aussage in meinem Text auch mit einer entsprechenden Einschränkung versehen.

      So oder so wird der 17. Juni ein spannender Tag und die Zeit danach auch.

      Grüße
      SLE

    • Mark - 28. Mai 2012

      @ Achim Hase:

      > Ich glaube Du überschätzt Strauss-Kahn etwas…
      > fällt mir schwer zu glauben, dass [er] nur einen Tag
      > davon entfernt war, die heilsbringende Idee zu verkünden.

      Das schoss mir auch durch den Kopf. Wäre er ein solches Genie gewesen, dann hätte er es sich doch nicht nehmen lassen, die “heilsbringende Idee” nach seiner Freilassung hinauszutrompeten, seine Gegner so bloßzustellen und sich nebenbei den Wirtschaftsnobelpreis einzusacken. Stattdessen: Funkstille. Das passt nicht.

      Eher ist es wohl so, dass er wohl tatsächlich neue Wege gehen wollte, die insbesondere in einem Zudrehen des Geldhahnes für “notleidende Staaten” bestanden hätten (da gab es mal Berichte). Die zwingende Folge wären echte Insolvenzen und somit schlagartige, herbe Verluste für die Gläubiger, eine erneute Banken-Totalkrise, evtl. Bankenrettungspakete (die man auch so hätte nennen müssen und viele Regierungen in das Chaos gestürzt hätten) und letztlich die Wiederholung der “Lehmann”-Krise auf teurerem Niveau. Offenbar war sowohl die Gläubigerstruktur als auch die Politik so gestrickt, dass da Kräfte dabei waren, denen dieses Szenario eben nicht gepasst hat. DSK war in den Augen dieser Leute zu einem unkalkulierbaren Risiko geworden.

      Stattdessen wird seither nun gespart wie von SLE beschrieben (und die Wirtschaftskraft nachhaltig zerstört) und natürlich auch weiterhin “gerettet”, was das Zeug hält. Die Gläubiger hatten seit der DSK-Affäre mithin über ein Jahr Zeit, ihre privaten Risiken (toxische Staatspapiere) auf die EZB und somit auf die Steuerzahler der starken Euro-Länder (Deutschland, Luxemburg, Finnland, Niederlande) abzuwälzen. Jeder weitere Tag, der so gewonnen wurde, war und ist ein Gewinn für die Gläubiger und ein Verlust für die Steuerzahler.

      Gleichzeitig erhöhten sich die Ungleichgewichte ungebremst. Steffen’s Target-2-Zusammenfassung ist dafür ein außergewöhnlicher Beleg. Dies widerum macht ein Austreten Deutschlands für die heute agierenden Politiker jeden Tag ein wenig schwerer: Man mag dem Volk nicht erklären, wie es zu einer (dann abzuschreibenden) Forderung in Höhe von aktuell 644 Mrd. Euro kommen konnte – mehr als 50% des deutschen Auslandsvermögens. Die Wiederwahl solcher Politiker und Parteien ist ziemlich unwahrscheinlich. Unsere Politiker suchen daher die Flucht nach vorne und propagieren den europäischen Bundesstaat (wohl wissend, dass dies ohne Volksabstimmung nicht verfassungsgemäß ist und jede solche Bestrebung vom BVerfG einkassiert wird). Klingt aber gut und suggeriert “Lösungskompetenz”, naja, und vielleicht kommen sie ja durch damit? Das widerum würde jenen nutzen, die von einer “Weltregierung” träumen.

      Ist schon alles ganz schön düster, wenn man sich’s genau überlegt. Fakt bleibt: DSK musste offenbar von der Bühne verschwinden, weil er Dinge ändern wollte. Dadurch wurde er zu einem Risiko. Eine “Lösung” für die Probleme der Eurozone hatte er meiner Meinung nach nicht.

  • ergo sum - 27. Mai 2012

    Falls Strauss-Kahn wirklich eine Wunderwaffe besäße, so könnte er dies ja jederzeit sagen, denn niemand hindert ihn daran, zumal seine Partei die Wahl gewonnen hat. Übrigens wurde er nur im Flugzeug festgenommen, weil er geflüchtet war. Der Staatsanwalt lehnte die Anklage des Notzuchtversuchs von vornherein ab.

    • lottchen - 27. Mai 2012

      Von einer Wunderwaffe war nicht die Rede. Es ist schon vorstellbar, dass im Frühjahr 2011 Maßnahmen Erfolgsaussichten gehabt hätten, die heute keine oder nur noch sehr geringe haben. Die Parallelwährung fällt mir da ein.

      Und was die Verhaftung betrifft, ganz so einfach war es nicht. Die Staatsanwaltschaft hat erst mehrere Tage nach der Festnahme von einer Anklageerhebung Abstand genommen und auch die Fluchtvariante wurde bald dementiert.

    • SLE - 27. Mai 2012

      Hallo ergo sum,

      ich habe damals die Strauss-Kahn-Geschichte verfolgt und es ist berichtet worden, dass er eindeutig nicht auf der Flucht war. Er hatte sein Handy verloren und deswegen vom Flughafen aus im Hotel angerufen und sich erkundigt, ob es dort gefunden worden sei. Nur deswegen wusst das NYPD überhaupt wo Strauss-Kahn war un konnte ihn verhaften. (PS: Steht etwas ausführlicher in den Aufsätzen, auf die ich mich im text bezogen habe – bitte einfach die Ziffern 1 und 2 mal anklicken).

      Ob DSK eine Wunderwaffe hat, erscheint mir auch fraglich. Immerhin denkbar ist aber, dass er selbst glaubte, eine zu haben. So deute ich Epsteins Aussagen dazu jedenfalls.

      Grüße
      SLE

      • ergo sum - 28. Mai 2012

        Vielen Dank, Steffen.
        Doch jetzt zum Thema: Du hast recht, ein Kurswechsel kommt bestimmt, doch möglicherweise anders als man sich das in Berlin vorstellt.

        Viele Grüße,
        Ergo

        • SLE - 28. Mai 2012

          Das kann natürlich sehr gut möglich sein.

          Grüße
          SLE

  • Roland - 27. Mai 2012

    Es ist einiges in politisch in Bewegung gekommen in Europa- umso mehr versucht die Bourgeoisie, mit härteren Mitteln ihre Macht zu behalten.
    Ein (kleiner) Teil des Spiels dabei ist z.B. die Verteufelung der relativ moderaten Syriza mit dem Angst machenden Begriff “linksradikal”.
    Syriza hat in etwa das Programm der französischen “Parti de Gauche” oder der deuschen “DIE LINKE”.
    Also: Auch ein SLE sollte nicht auf diesen Kampfbegriff hereinfallen.

    • SLE - 27. Mai 2012

      Hallo Roland,

      keine Sorge, ich stelle Syriza nicht in diese Ecke und ich vermute, die Griechen tun es auch nicht. Nur uns wird von Presse und Medien mit reisserischen Schlagzeilen ein stark eingefärbtes Bild gegeben. Ich habe hier selbst schon darauf hingewisen (in: “Selbstauflösung des politischen Systems in Griechenland”) und davor gewarnt, dass alles, was jetzt bis zur Wahl in Griechenland durch die Medien geistert mit äußerster Vorsicht zu genießen ist.

      Grüße
      SLE

      • Mark - 28. Mai 2012

        @ SLE:

        > Nur uns wird von Presse und Medien mit reisserischen
        > Schlagzeilen ein stark eingefärbtes Bild gegeben.

        Ja, das stimmt.

        Dies dient meiner Meinung nach nicht so sehr zur Einflußnahme auf die griechische Wahl (die machen ohnehin, was sie für richtig halten), sondern vielmehr zur medialen Stärkung “der Mitte”. In Deutschland ist das der Block aus CDU/CSU, FDP, SPD und Grünen.

        Sobald man den Zusatz “radikal” an eine politische Richtung anhängen kann, erschrickt der deutsche Medienkonsument und denkt sich “eiei, das ist wohl gefährlich”. Das ist dann die erste Stufe der Brandmarkung.

        In Kombination mit dem Wort “Populist” wird man dann vollends zum Ausgestoßenen. Beispiele: Geert Wilders in den Niederlanden, Nigel Farrage in England, Thilo Sarrazin in Deutschland, Jörg Haider in Österreich (dessen tragischer Unfall ja auch etwas sonderbar war).

        Allerdings durchschauen die Bürger allmählich dieses Spiel der Medien, die schon lange aufgehört haben, aufrichtig und neutral zu berichten. Die Folge ist eine dramatische Abkehr der Konsumenten von eben diesen Medien. Auflagen- und Zuschauer-Verluste sind z.T. dramatisch:

        http://www.dwdl.de/zahlenzentrale/35599/ivw_12012_die_auflagenzahlen_im_detail/page_1.html
        BamS: -10,0% (VK-Auflage von Q1/2011 auf Q1/2012)
        Spiegel -3,5%
        Stern -4,3%
        Focus -10,5%

        Das haben sich die Verlage selbst zuzuschreiben, die sich immer noch darin gefallen, sich auf die Verkündung staatlicher Propaganda und politisch korrekter Ansichten zu beschränken.

        Beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen ist es ja nicht anders; da gibt es nur noch ein paar Bastionen, wie z.B. die allabendliche “Aktuelle Kamera”, die noch nicht ausgeblendet werden von den Menschen im Lande. Ansonsten sind diese Sender -wie auch die privaten Sender- weitgehend politikfreie Zonen. Man beschränkt sich auf die Kommunikation des gewünschten Menschenbildes durch passende Serien-Formate und Spielfilme. Eine politische Bildung findet nicht statt, und wenn, dann nur im Sinne der heute agierenden Eliten.

        Es ist gut, dass die Menschen unabhängiger werden und sich zunehmend auch auf Blogs wie diesem hier informieren. Nutzen wir diese Möglichkeit, solange es noch geht!

        • Roland - 28. Mai 2012

          @ Mark

          Ihre “Witzfiguren” wie Wilders, Sarrazin und der unsägliche Haider besorg(t)en alle das Geschäft der Herrschenden, indem diese die Wut des Volkes ablenken von der Herrschenden Klasse und hinlenken auf Ausländer, Asylsuchende, Fahrende…usw.

          Diese sind nichts anderes als Teil des Spiels zur Herrschafts-Sicherung.

        • Bernd Rickert - 28. Mai 2012

          monitor liefert auch immer wieder gut recherchierten, investigativen Journalismus.

  • rolfe - 27. Mai 2012

    Sonderwirtschaftszonen sind doch keine Abkehr vom Washington Consensus. Im Gegenteil. Sie sind die Erfüllung der Träume unserer Geldeliten.

    Damit lassen sich herrlich alle Länder im Steuersenkungs- und Deregulierungswettbewerb gegeneinander ausspielen.

    In gewissem Sinne ist ja Irland schon so eine Sonderwirtschaftszone. Und wie war das noch gleich? Da gingen vor kurzem noch Microsoft, Facebook und Google, die in Irland alle ihre europäischen Zentralen haben und nur 4,5% Steuern zahlen, frech zum Obama, obwohl der nach der desaströsen Reagan-Bush-Ära wieder die Steuern anheben möchte, und erpressen den, “wenn Du unsere Steuern nicht auch auf 4,5% senkst (momentan etwa 15%), dann sourcen wir die letzten Arbeitsplätze hier in USA out nach Europa!”

    Sonderwirtschaftszonen gehören zum Konzept! Hier wird gerade die nächste Stufe gezündet, um die Politik vollends zu entmachten.

    • Wolfgang Waldner - 28. Mai 2012

      Das möchte ich voll unterstreichen. Wir dürfen uns bei dem derzeit propagierten “Wachstumskonzept” keine falschen Hoffnungen machen, damit ist nur verschärfte Ausbeutung nach dem Modell der Agendapolitik zu verstehen, also Sozialabbau und Lohndumping.

      Um den Sozialabbau und das Lohndumping und den Abbau von Arbeitsschutzbestimmungen zu erleichtern, sollen dann sogar “Sonderwirtschaftszonen” eingerichtet werden. Wohl so eine Art exterritoriales Arbeitslager außerhalb der gewohnten Standards für die Rechte der lohnabhängigen Bevölkerung und der Zuständigkeit der jeweiligen Rechtsordnung.

      Nein, die kommen noch lange nicht zur Vernunft. Dabei böte der Stand der Elektronik längst genug Möglichkeiten für die vollautomatische Fertigung ohne Lohnsklavenarbeit.

  • Bernd Rickert - 27. Mai 2012

    Die südlichen Länder werden anscheinend solange an der kurzen Leine gehalten, bis ein von demokratischen Prinzipien entkoppelter europäischer Gouverneursrat unter Deutschlands und möglicherweise nach wie vor Frankreichs und unter Mitsprache einiger Großbanken im Wege einer Notstandsgesetzgebung die Macht an sich gerissen hat.

    Merkels, Sarcozys und Montis militär-infrastrukturelle Großprojekte machen wirtschaftlich wenig Sinn. Man erinnere ebenfalls die einmalige, europäische Kakophonie, die im normalen politischen Betrieb so nie stat gefunden häte.

  • klaus - 27. Mai 2012

    Wir gehen alle zu Grunde.
    Die Kultur steht auf dem Spiel.
    Alois Glück zittert beim Anblick wie Spanien
    sich rettet.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/finanzkrise-spaniens-sozialisten-wollen-katholische-kirche-zur-kasse-bitten-11765556.html

    ROFL.

  • Andreas Heil - 27. Mai 2012

    Schöne Artikel habt ihr mal wieder fabriziert, vor allem die Daten des Grauens der letzten Tage waren interessant.

    @SLE

    Ich teile ja die Analyse hinsichtlich SK. Hollande traue ich keinen Zentimeter mehr über den Weg und bei aller äußeren Wendehalsigkeit hat die ehemalige FDJ-Sekräterin ein paar sehr krasse Grundüberzeugungen uns ist vor allem die erste Frau der Transatlantiker.

    Hier werden nur alle Mittel aufgefahren, um den Griechen beizubringen, auf jeden Fall die Parteien zu wählen, die das Schlamassel angerichtet haben. Und für Tsirpas gilt – sollte er trotz aller Maßnahmen doch in Amt und Würden kommen – das gleiche, wie für andere, die als Tiger gestartet sind: Entweder er kuscht irgendwann unvermittelt oder er lebt nicht lange.

    Tut mir Leid, aber ich sehe wirklich nicht, wo Hoffnung herkommen sollte.

    Gruß
    Andreas

  • dank - 28. Mai 2012

    Schöner Artikel, SLE. Insgesamt waren die letzten Tage die Artikel und auch die Kommentare inhaltlich hochinteressant & wissenstriefend.
    Ob ein Kurswechsel für Euroland der Ausweg sein wird, bezweifle ich. Eher ein Aufschub oder der Brandbeschleuniger, gelöst wird dadurch leider nichts werden. Die Exponentialfunktion in vielen einzelnen Bereichen können einfach nicht lange weiter funktionieren – egal mit welchen Brechstangen da jetzt auch rangegangen wird. Die Politik hats verkac*t, hat sich den Schneid abkaufen lassen, die habens verbummelt und ver*aut. Und in D wirds sich schon noch eine Zeit lange gut leben lassen, wenn nicht ein digitales Unglück passiert, das in der Kettenreaktion alle Werte frisst. Den Wettbüros in NY, London, Frankfurt, Hinterdupfing traue ich alles zu.

    Pöse Verschwörungstheorien
    “Er hatte sein Handy verloren und deswegen vom Flughafen aus im Hotel angerufen und sich erkundigt, ob es dort gefunden worden sei.” Diesen Handy-Vergessen passt auch schön ins Gesamtbild – vielleicht ist es ja zufällig unters Bett gefallen, als es die Hotelangestellte in der Hand hielt, als DSK im Bad war, um sich frisch zu machen?!
    Mit dem Handy eines Politikers kann ein Menge Unsinn gemacht werden – da sollten mal einige noch tätigen Politiker drüber nachdenken, wenn sie das Ding gedankenverloren auf das Nachtkästchen legen. (da gehörts aus verschiedenen Gründen eh nicht hin).
    Über DSKs Ruf braucht nicht lange philosophiert werden – und damit hat er seinen ganz speziellen Freunden eine Steilvorlage geliefert. Auf der Flucht war er nicht, aber dass er Panik, über den möglichen dauerhaften Verlust des Handys, verspürte, scheint glaubhaft. So oder so hätten die ihn in der Tasche gehabt – Textspeicher, Kontakte, Link- & Anrufliste sein dank, da kann fast drauf gewettet (bitte nicht am grauen Markt in NY oder The City) werden.

    Dazu fallen noch so lustige Sachen ein, wie:
    John F. Kennedy – Executive Order 11110 – staatl. Geldschöpfung – magische Kugel 1)
    Julian Assange – Wikileaks – Depeschen und US-Dokumente – Unwohlsein 2)
    and so on…

    In den verschiedenen darauffolgenden Ereignissen gibt es jeweils “Zufälle”, die nachgewiesen sind.
    Geht auch gar nicht darum, jemanden rein zu waschen, aber SDK, JFK und JA hatten aber auch schon eine Menge Pech. Dieses Pech trat aber erst auf, als beispielsweise diese drei einigen Top-“Weltverbesserern”, die selbstredend seit Generationen “Gottes Werk tun”, richtig auf die Zehen traten oder es nachweislich vor hatten.
    Wer glaubt, dass diese “Weltverbesserer”, die Welt verbessern…
    Kann sich jeder selbst ein Bild machen, sind nur alles pöse VTs. Bitte nicht beunruhigen lassen. 😉 Alles Quatsch!

    Brot & Spiele
    Das wird ein spannender 17. Juni – wobei, ach ja, da wird das Ballmonster die heimischen Sofabesetzter und Auswärtsleinwandbeobachter in fester Hand haben. Dann auch egal, ob die Kinder/Enkel die Haustreppe hinabstürzen oder später im Arbeitsleben malochen dürfen, wie die Geisteskranken… Bei einem Gewinn der Nationalelf könnte da doch gleich der Freundentaumel in D genutzt werden, um am 18. Juni den ESM zügig durch zu winken. Am 1. Juli beginnt die Bundestags-Sommerpause, und trotz dass die Politik uns immer wieder predigt, wie elementar wichtig dieser ESM für Euroland ist, bestehen die Politiker auf diese Sommerpause. Im Falle eines Arbeiters oder Angestellten, wird meist zum Wohle der Firma zurückgesteckt – was auch einer Arbeitsplatzsicherung gleichkommt. Und auch bei Aufopferung der Urlaubsplanung wird die Arbeit sodann überlegt abgewickelt. Ja, der kleine Mann ist ein ganz ein braver. Fein isser. In der Politik ist nur dem Egowohl zu dienen . “Durchwinken” heißt doch wieder mal nur eines: Fraktionszwang, nicht selbst denken, andere lenken, Stimme schenken. Davon abgesehen ist der ESM “Allmachtsphantasie-Wahnsinn zu Papier gebracht”.
    Und ganz natürlich gehörte sich ein jeder später haftbar gemacht – lieber Politiker, denk daran, der Sieger schreibt die Geschichte und Gesetze. Das schlimme auch hier wieder: Das Web vergisst nicht. 3)

    Fatalerweise hat Brot und Spiele auf Dauer auch im alten Rom nicht funktioniert, wenn es auch lange Zeit weiterhin eine Implosion im Kern des Imperiums verhinderte.
    Wenn es die Insassen der weiterhin untergehenden europäischen Titanic nicht selbst begreifen, wird sich, wie immer in der Geschichte der passende Außeneinfluss einstellen. Und dieser kann nur wirken, wenn genügend innere negative Einflüsse (Spätrömische Dekadenz in Politik & Finanzwesen, Verfall von Infrastruktur und Staatswesen/form, Soziale Ungleichgewichte, Unmut, Hoffnungslosigkeit, Politikverdrossenheit, Volksenteignung in Recht und Besitz unter Einschluss von Grundversorgungsmitteln, Privatisierung von Volkseigentum e.g. Wasserrechte, Energie, Geldschöpfung) zum Tragen kommen. Andere werden vielleicht behaupten, dass wir uns längst in diesem intern-extern Einfluß-Spielchen befinden.
    In gewisser Weise ist aber erst nach dem eventuellen vollzogenen Euroland-Ausstieg Griechenlands eine Parallele zum Römischen Reich und den Verfallserscheinungen von außen nach innen, nicht mehr von der Hand zu weisen und sodann würden endgültig monetäre Schlachten im Herzen von Europa stattfinden und das neue Rom hieße Berlin.

    Darf dann endlich von Finanzkrieg gesprochen werden? Oder heißt es dann nur in Brüssel, an den Pyrenäen und am Olymp werden nur die deutschen Interessen mit unserem Geld und dem der nachfolgender Generationen verteidigt?

    Grüße&
    dank

    1) http://www.theintelligence.de/index.php/wissenschaft/geschichte/1363-wollte-john-f-kennedy-das-waehrungssystem-reformieren.html
    2) http://www.welt.de/politik/ausland/article11454349/Vergewaltigung-auf-Schwedisch-Der-Fall-Assange.html
    3) http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/05/23/auch-ohne-fiskal-pakt-parteien-wollen-esm-rasch-durchwinken/

  • Systemfrager - 28. Mai 2012

    @SLE
    Ich galube du bist hier einfach romantisch, optimistisch würde zu kurz greifen.
    Die Menschen ändern ihre Überzeugungen nicht über Nacht.
    Und die Menschen die im Geiste von Mises, Hayek, Friedman leben sind tief in ihrer Seele Verbrecher und Mörder. Oh ja, es ist dem homo sapiens so einfach Grund zu finde, um zu rauben und zu töten! Die Neoliberalen sind einfach menschliche Bestien. Sie können nicht anders. Und das ganze kapitalistische System ist ein System der Unmenschlichkeit, Ausbeutung, Entwürdigung … Kommunismus war es nicht, aber sein unefizientes ökonomisches System hat ihn unfähig gemacht sich gegen den verbrecherischen Kapitalismus zu währen. Und der Kommunismus hatte auch noch einen fatalen Fehler: Er meinte die Geschichte hat ihm schon den Sieg garanteirt. Deshalb hat man die Probleme nicht gelöst, sondern weggesperrt. Das ging nicht. Und nun siegte der Kapitalismus, der in seinem Wesen nur eine moderne Sklaverei ist. Weil aber der Mensch doch nicht unendlich lange alles ertragen kann, das wird nicht gut enden.

    (Bemerkung: Wenn mir jemand noch vor wenigen Jahren gesagt hätte, dass ich bald so eine Meinung über alles haben werde wie jetzt, ich würde ihn für verrückt erklären. Aber so ist der Mensch offensichtlich.)

    Das Christentum ging durch den Dreißigjährigen Krieg unten, der Kapitalismus haten diesen noch nicht. Es war nicht die Oktoberrevoltuion, es waren nicht 2 WK … es muss etwas viel schrecklicheres kommen, aber ob dann die Menschheit überlebt?

    Der Neoliberale oder die dunkle Seite der menschlichen Seele
    Die vermeintliche Wertneutralität als Erziehung zum Unmenschen und Mörder

    Was die Ideologie des konkurrenzgetriebenen Individuums seit ewigen Zeiten postuliert, ist eine zutiefst menschenfeindliche Verhaltenslehre nach der Maxime “Sei bereit zum Töten”. Die von ihr legitimierte planmäßige Vernichtung der Formen menschlicher Solidarität ist nicht weniger dramatisch als das Schmelzen des Polareises.

    Lucien Sève

    weiter >>>

  • paernu - 28. Mai 2012

    @ Systemfrager
    Dein Menschenbild moechte ich garnicht kennenlernen. Da ist mir das freieund selbstbewusste Individuum eines Hayek oder Mises doch ganz Recht.

    Deine radikale und sendungsbewusste Einstellung ist genau das was dann Leute wie Robespierre, Stalin, Pol Pot, Mao etc hochspuellt.

    Ja und und der Kommunismus war noch nicht das richtige.Deine von Dir bezeichneten Bestien haben sicherlich nicht alles Richtig gemacht, allerdings haben Sie in dieser Welt mehr fuer die grossen Probleme der Menschheit geleistet, als jede andere “wir-bauen-einen-besseren-Menschen-ideologien”. auch hat das jetzige system nicht so arg viel mit den Ideen der Oesterreichern zu tun. Wir sind dem interventionistischen Sozialismus doch naeher als dem der Freiheit.

    Ein mit Jobgarantie versehener Boni-gepimperter Investmentbanker ist das krasse Gegenteil des Menschenbild eines Ludwig von Mises. Dann les Dir mal Mises durch bevor Du Dich in Hasstiraden ergiesst.

    Aber es ist klar in Zeiten wie diesen kommen Rattenfaenger wie Du hoch. Deswegen sind diese Krise so gefaehrlich, da stimme ich mit Dir ueberein. Es gibt derzeit nichts was mehr gefaerdet ist als die Freiheit.

    • Systemfrager - 28. Mai 2012

      >>> Ein mit Jobgarantie versehener Boni-gepimperter Investmentbanker ist das krasse Gegenteil des Menschenbild eines Ludwig von Mises.

      Aber natürlich. Auch die Päpste und alle anderen Pfaffen waren das krasse Gegenteil des Menschenbild eines Jesus.

      Und das ist es was ein dummer oder ideologisch venebelter Mensch nicht begreift. Du kannst dir wäheln, zu welcher Art du gehörst.

      Was für eine Logik:

      Man hat den Banken alle Freiheit der Welt geschenkt, und jetzt beklagt der Liberale, dass sich dort die “sozialstischen Verhältnisse” ausgbildet haben. Unglaublich. Wenn dieser Liberaler besonders dumm und frech ist, dann behauptet er auch noch, dass für diese “sozialistischen Verhältnisse” der Staat, der dort nichts mehr zu sagen hat, verantwortlich ist.

      Hobbes, der erste moderne Denker, der sich für den totalen Liberalismus in der Wirtschaft einsetzte, wusste es: Die Freiheit muss immer und unbedingt in Unfreiheit umschlagen, den Krieg aller gegen alle. Nur der Staat kann verhindern, dass die Freiheit die Wirtschaft und Gesellschaft ruiniert.

  • paernu - 28. Mai 2012

    ergaenzung: es gibt nichts was mehr gefaehrdet ist als die freiheit von uns allen. Sie ist gefaehrdet durch die die diesen Schlamassel angerichtet haben (euro-sozialisten, buerokraten, staatsbanker aller art etc) und die Feinde eines freien Menschenbildes.

    So Systemfrager jetzt hast Du was zu tun, ich geniesse jetzt das schoene Wetter und werde meine Kinder stark vor Verfuehrern wie Dich machen.

    • lottchen - 28. Mai 2012

      Au prima, wenn man von Papi schon im frühesten Kindesalter am Pfingstsonntag mit politischen Schreckensszenarien indoktriniert wird, dann kommen da im Erwachsenenalter ganz sicher freie, selbstbestimmte und eigenständig denkende Menschen heraus.

      • Michael S. - 28. Mai 2012

        Verstehe ihren Kommentar nicht.

        Außerdem ist heute Montag…

        Gruß Michael S.

        • lottchen - 28. Mai 2012

          Müssen Sie auch nicht. Er war nicht an Sie gerichtet. Und ob man Pfingstsonntag oder Pfingstmontag von Papi indoktriniert wird, ist nun wirklich zweitrangig.

          • Querschuss - 28. Mai 2012

            Hallo Lottchen, Systemfrager, FDominicus und Andere,
            es ist Pfingsten, die Sonne scheint, was euch nicht davon abhalten sollte sachliche und sachbezogene Argumente auszutauschen. Aber der Grundtenor in mehreren Kommentaren gleitet ab und das bringt niemand weiter.

            Gruß Steffen

  • Frankenfurter - 28. Mai 2012

    Vielleicht sollte langsam die Logik zu Wort kommen, dass man nicht gleichzeitig mit einem Fuß voll auf der Schuldenbremse stehen und mit dem anderen Füß “Konjunkturgas” geben kann.

    Die deutsche Solarförderung hat gezeigt, dass man über Preis- und Staatsgarantien jede Menge privates und kommunales Kapital einsammeln kann, um ungiftige Energie zu erzeugen.
    Ich meine, das wäre auch ein erstklassiges Konjunkturprogramm speziell für Südeuropa. Die Nordeuropäiger müssten nur verlustarme HGÜ Leitungenn aus dem Süden zu sich nach Hause verlegen, ein par Pumpsspeicherwerke in den Pyrenäen und Alpen für den Nachtstrom zwischenschalten und schon können wir an der Nodseeküste unsere Computer mit andalusischen, sizilianischen oder kretischen Sonnenstrom betreiben.

    Wäre das nicht eine sinnvollere und vor allem sichere Investition als zb. die spanischen Küsten mit Hotelbunker zuzustellen?
    .
    Ps. die Versorger der Stadt München halten heute schon Anteile an andalusischen Sonnenkraftwerken (neben Anteilen an Offshore Windkraftanlagen in der Nordsee).

  • Bernd Rickert - 28. Mai 2012

    Es sollen nun also Strukturveränderungen durch Wachstumsprogramme herbeigeführt werden, die in 15 bis 20 Jahren greifen, während die EU in ein paar Wochen explodiert. Das kaufe ich der Politik nicht mehr ab. “Merkel kann nicht zaubern”, heißt es in der Presse. Warum versucht sie es dann immer wieder? Das muss ja wie eine Droge sein.

    Tatsächlich wird mit dem unflexiblen Festhalten am Euro die EU in eine Eskalation der Schuldenkrise geführt, die in einer radikal polarisierten, politischen Landschaft ihren Niederschlag findet. Der einzige Sinn dieser Politik kann nur sein, mit der Eskalation undemokratische Kontrollfunktionen durch Notstandsmassnahmen zu legitimieren. Eine andere intelligente Intention dieses Krisenmanagements fällt mir nicht ein.

  • Goldman - 28. Mai 2012

    Ich muss lachen, wenn ich dann immer mal wieder lesen muss, das Banken wie Goldman Sachs in der Welt das Sagen haben…

    Der Club of Rome hat eine gute Studie vor kurzem rausgebracht, so in der Art wird es ablaufen…

    • Systemfrager - 28. Mai 2012

      Ich muss lachen, wenn ich Club of Rome lese. Gerade hat “Keynesianer” als Kommentator bei Wiesaussieht folgendes gepostet:

      Der Club of Rome liefert den Reichen die Argumente, warum Massenwohlstand ganz schlecht für die Erde wäre und warum man alles tun soll, um mehr Wohlstand und Wirtschaftswachstum zu verhindern. Die Ökos wurden zeitgleich zu den Neoliberalen auf die Weltbühne gespielt.

      Die Ökos sind die 5. Kolonne der Ausbeuter.

      Wenn wir heute “empirisch” den alten Bericht des Club of Rome untersuchen, dann sollten doch längst alle Beweise erbracht sein, dass die Geschichten vom Peak-Sonstwas nur Unsinn sind, um die Mehrheit der Menschen in unwürdiger Armut und Abhängigkeit zu halten und die Ausbeutung durch das Kapital mit Hungerlöhnen noch edel zu motivieren – mit der Rettung der Erde und unserer Umwelt.

      Wie kann man das noch immer nicht durchschaut haben?

      • Goldman - 28. Mai 2012

        Massenwohlstand wird es nie geben, ist auch nicht möglich..

        • Systemfrager - 28. Mai 2012

          Natürlcih nicht, solange man die sog. freie Marktwirtschaft hat – den Kapitalismus.

          • Goldman - 28. Mai 2012

            Ich glaube nicht, dass der Kapitalismus schuld an der Misere ist, der Mensch ist es und sein Gier nach “mehr” (Geld, macht). Setze das Kapitalismussystem ab und ich kann dir garantieren, dass der Mensch weiterhin einen Weg finden wird, andere auszubeuten…der Mensch ist das Problem…leider nicht zu ändern..

      • Bernd Rickert - 28. Mai 2012

        Denke mal an E-Autos. E-Autos sind weder nachhaltig noch receyclingfähig. Der Raubbau an seltenen Erden verpestet die Umwelt. E-Autos beschränken das allg. Menschenrecht der freien Mobilität. E-Autos sind nicht mehr nur der Wunsch der grünen Partei, die anderen etablierten finden auch Gefallen daran.
        Wo ist das Konzept der grünen Partei zur Energiewende? Existiert nicht, man muss sich jetzt aus parteistrategischen Gründen zur breiten Öffnung als Volkspartei anderen Themen wie der Wirtschaftspolitik widmen. Die grüne Partei hat ausgedient. Ihr Legitimationspotenzial ist erschöpft. Eine grünes Parteiprogramm, dass über die erzieherische Trennung von Hausmüll hinaus geht, existiert nicht.

      • lottchen - 28. Mai 2012

        Ja, wenn Keynesianer das schreibt, dann muss das wohl stimmen. Die Mär von den Ökos als den neuen Liberalen ist alt und ausschließlich parteitaktisch bzw. ideologisch motiviert. Wer nur die geringste Ahnung von Umweltökonomie hat, dem ist klar, dass die Modellbildung dort neoliberalen Dogmen diametral widerspricht. Deshalb ist der große Bremser ja auch immer die FDP.
        Die linke “Wohlstand für Alle”-Rhetorik löst das Ausbeutungsproblem nicht. Statt den Müll und den Rest der externen Schäden den Armen vor die Füße zu werfen, wird er halt auf künftige Generationen, die sich noch weniger wehren können als die Armen, externalisiert.

        • Bernd Rickert - 28. Mai 2012

          Naja, “linke” Dogmen wie Reduzierung der Kriminalität und offenen Drogenszenen durch mehr sichtbare Polizeipräsenz auf den Straßen passt eher in das erzieherische Einschüchterungsmodell als in eine happy society.

  • Frankenfurter - 28. Mai 2012

    Nachtrag zu den Stromgestehungskosten Solar. Das FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR SOLARE ENERGIESYSTEME ISE hat in einer aktuellen Studie (10.5.2012) gerechnet und festgestellt:
    1) “Photovoltaik/PV -Stromgestehungskosten liegen heute schon nicht nur in Regionen mit sehr hoher Einstrahlung, sondern auch in Deutschland (0,253 Euro/kWh, BMWi 2012) unterhalb des Endkundenstrompreises.

    2) Prognose der solaren Stromgestehungskosten am Standort Spanien:
    Verglichen mit Strom aus fossilen und nuklearen Kraftwerken werden im Jahre 2024 Solaranlagen in Spanien deren Kostenniveau von 9 Cent pro KWh erreichen.

    siehe http://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/presseinformationen-2012/erneuerbare-energietechnologien-im-vergleich

  • Frankenfurter - 28. Mai 2012

    “Der Club of Rome hat eine gute Studie vor kurzem rausgebracht, so in der Art wird es ablaufen”

    In der aktuellen Veröffentlichung des Clubs heißt es: ““It is unlikely that governments will pass necessary regulation to force the markets to allocate more money into climate friendly solutions, and must not assume that markets will work for the benefit of humankind…

    We already live in a manner that cannot be continued for generations without major change. Humanity has overshot the earth’s resources, and in some cases we will see local collapse before 2052 – we are emitting twice as much greenhouse gas every year as can be absorbed by the world’s forests and oceans.”
    siehe: http://www.clubofrome.org/?p=703

  • zucki - 28. Mai 2012

    Lieber Stefan,

    Im Bereitstellen von Fakten und Diagrammen bist Du wirklich gut und geschaetzt.Beim Aufstellen von Weltverschwoerungstheorien und bei der Erklaerung der Welt weniger.
    Bei den Basics bleiben!
    Gruss Zucki

    • Querschuss - 28. Mai 2012

      Hallo zucki,
      Stefan ist SLE und Steffen ist Querschuss, demzufolge sind hier 2 Blogger bei Querschuesse am Werke. Da mein Fokus fast ausschließlich auf den Daten ruht, finde ich SLEs Artikel und Betrachtungen eine perfekte Ergänzung bzw. Erweiterung der puren Sicht der Daten für Querschuesse. Ob nun Leser dies immer gelungen finden oder meine Datendarstellungen und Interpretationen für richtig oder falsch empfinden ist zweitrangig, denn man wird es eh nie Allen recht machen können.

      Gruß Steffen

  • Frankenfurter - 28. Mai 2012

    @systemfrager
    und ich kann über solch ignoranten Kommentare nicht mehr lachen…..

  • Christian - 28. Mai 2012

    Die Politik wird immer darauf ausgerichtet sein, die Gesamtverschuldung zu erhöhen. Einen tollen Plan hat weder DSK noch sonstwer, letztendlich wird die Politik von Konzernen und banken vorgegeben. Das durch “Sparmaßnahmen” die Verschuldung steigen würdem war vorher klar. Das nun durch “Investitionen”, wie man es auch nennen wird (ESM, EuroBonds in Billionenhöhe, Konjunkturprogramme,Bankenrettung usw.), die Gesamtverschuldung weiter nach oben getrieben wird ist das Ziel. Die Bewertung aller Assets bleibt wieder ein paar Monate stabil und die Elite kann weiter als Fettauge auf der Suppe schwimmen.
    Eine oder mehrere Sonderwirtschaftszonen dienen dann nur als Argument, warum dann z.B. für die Schaffung der Zone “Süd” erstmal 1 Billion Euro Anfangskapital bereitgestellt werden muß. Die blondierten NTV Girlies werden den 99% das als ganz tolle Investitionsmöglichkeit anpreisen.

    Gruß und danke für die tollen Berichte
    Christian

  • Steffen - 28. Mai 2012

    Panik total !!! EU-Geheimplan: Nicht mehr Steuerzahler, sondern Investoren sollen Banken retten

    Die EU-Kommission will, dass Gläubiger von Banken künftig auf ihre Forderungen verzichten müssen, wenn eine Bank vor der Insolvenz steht. Die Reform soll die Steuerzahler entlasten. Die EU hat die Pläne bisher streng geheim gehalten. Aus gutem Grund: Werden sie bekannt, kann eine massive Kapitalflucht aus den europäischen Banken die Folge sein. Dies nennt man auf Neudeutsch Crash.

    Das heizt die Kapitalflucht aus der Eurozone noch mehr an.

    Massive Kapitalflucht: Risikoaufschlag für Staatsanleihen auf neuem Rekordwert
    http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/spanien-risikoaufschlag-fuer-staatsanleihen-auf-neuem-rekordwert_aid_759160.html

    Geht gerade unter: Bankia im freien Fall
    http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_612716

    Totale Untergangs-Panik – Rajoy: EZB muss Spanien sofort retten, ESM kommt zu spät
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/05/28/rajoy-ezb-muss-spanien-sofort-retten-esm-kommt-zu-spaet/

    Markus Gaertner: Nuklearer Geldkrieg – Eine ruckartige Abwertung schleicht sich in wichtigen Volkswirtschaften plötzlich als letzte Option ein
    http://blog.markusgaertner.com/2012/05/28/nuklearer-geldkrieg-eine-ruckartige-abwertung-schleicht-sich-in-wichtigen-volkswirtschaften-plotzlich-als-letzte-option-ein/

    Politikerleitspruch: “Nicht das Erreichte zählt – sondern das Erzählte reicht.”

  • Ulrich - 28. Mai 2012

    @SLE: Nunja diese Pläne sagen nix gutes. Ehrlich das Problem ist doch auch die Größe der Banken, da muss man ran.

    Zum Artikel. Die Sache mit Strauß-Kahn lief schon sehr fragwürdig. Was mich nachdenklich stimmt, warum die Bombe nicht kürzer vor der Wahl geplatzt ist ??? Damit wären doch mehr Fliegen mit einer Klappe geschlagen wurden.

    • lottchen - 28. Mai 2012

      Dies könnte eine Antwort sein:
      http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:kuehner-entwurf-iwf-schlaegt-neue-reservewaehrung-vor/60010461.html

      Ich habe seinerzeit gelesen, die Entscheidung über die Umgewichtung wäre Tage nach seiner Verhaftung angestanden, finde diese Meldung aber nun nicht mehr.

    • dank - 28. Mai 2012

      Genutzt hat die Geschichte mit DSK weniger Sarkozy. Aber wer konnte schon mit den “überraschenden” Außeneinflüsse aus dem Markt, Spanien und Griechenland rechnen. 😉

      “Cui prodest scelus, is fecit.”
      Lucius Annaeus Seneca

      Manche Scharmützel sind auch parteiintern… Macht macht einfach geil.

      “Ein Narr als Freund ist schlimmer als ein Feind.”
      Rumi

  • Goldman - 28. Mai 2012

    Wenn man sich so die Kommentare auf diversen Seiten durchließt bzgl. Griechenland dann kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Keine Frage, die Griechen haben auch viele “Fehler” gemacht, aber was man alles zu lesen bekommt u.a “faule Säcke, Diebe etc”. das ist nicht schön, da vergessen wohl einige die Gründe warum Länder wie Griechenland, Spanien, Italien oder Portugal erst ist in die Lage gekommen sind und wer eigentlich vom Euro profitiert hat, das waren bestimmt nicht nur die Leute in diesen Ländern…

    • lottchen - 28. Mai 2012

      Da unsere Kanzlerin höchstselbst gleich zu Anfang der Krise in dieses Horn getutet hat, und bisher nicht wirklich etwas getan hat, um irgendwelche darüber hinaus gehenden Zusammenhänge der Öffentlichkeit zu erklären, darf man sich darüber doch nicht wundern. Das Hinterfragen ist mE gar nicht erwünscht, und das Ablenkungsmanöver hat großartig funktioniert.

  • FDominicus - 29. Mai 2012

    @Querschuss, Wo sind den die sachlichen Argumente des Systemfragers? Und außerdem kann ich keinen Kommentar von mir hier sehen. Also fühle ich mich einfach mal nicht angesprochen. Was ich auch nicht erkennen kann ist warum alte Sachen die nicht funktionierten mit noch mehr Gewalt noch mal versucht werden sollen. Mehr Regulierung mehr Vorschriften und das soll das Chars beseitigen was mir uns unsere bisherigen Regulierungswütigen eingebrockt haben.

    • Querschuss - 29. Mai 2012

      Hallo FDominicus,
      ich habe einige unsachliche Kommentare von Systemfrager gelöscht, das Problem ist immer wenn gewisse Grenzen der Argumentation überschritten werden schadet man der eigenen Argumentation, weil man so niemand erreicht.

      Das Problem der Finanzkrise 2008/09 von den USA und den Hypothekenverbriefungen ausgehend war sich alles, aber nicht eines von zu viel Regulierung, solche Argumente kann man auch nicht ernst nehmen, auch wenn sich sachlich und vernünftig vorgebracht sind.

      Gruß Steffen