Japan: steigende Schulden und sinkende Reallöhne

Japan lieferte in den letzten Tagen Daten, die sehr bezeichnend sind. Im 1. Halbjahr 2015 stiegen die Staatsschulden der Zentralregierung auf 1057,224 Billionen Yen und damit auf ein neues Rekordniveau. Stand Ende Juli 2015 blähte die japanische Zentralbank ihre Bilanzsumme auf 354,294 Billionen Yen auf, ebenfalls ein Rekordniveau. Doch diese sehr expansive Geld- und Fiskalpolitik wird gnadenlos konterkariert, im Juni 2015 fielen die nominalen Löhne je Mitarbeiter im Privatsektor um -2,4% zum Vorjahresmonat, der stärkste Lohnrückgang seit Dezember 2009. Real ging es um -2,9% abwärts. Damit erklärt sich dann auch, warum Japan und Abenomics scheitern wird, die ausschließliche Wette auf Exporte und Steigerung der Vermögenswerte schafft eben keinen nachhaltigen Aufschwung, nicht Mal eine nennenswerte Preissteigerungsrate, ein erklärtes Ziel von Abenomics.

Ohne steigende Löhne geht nichts, ein Dokument einer fehlgeleiteten absolut irren Wirtschafts- und Finanzpolitik.

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