Jetzt kommt Donald Trump: Fertigmachen für die letzte, ganz große globale Verteilungsschlacht!

von am 17. Januar 2017 in Allgemein

Was haben Donald Trump, Xi Jinping, Shinzo Abe und Theresa May gemeinsam?

Sie wollen alle ihr Land „wieder groß machen“.

Trump ist dabei nicht einmal der erste, der das angekündigt hat. Schon seit seinem Amtsantritt Anfang 2013 will Präsident Xi Jinping China „wieder groß machen“, wobei es in diesem Fall natürlich sehr lange her ist, dass dieses Reich einmal groß war. Und Japans Regierungschef Abe zielt ebenfalls bereits seit seinem Wahlkampf 2012 darauf ab.

Doch seit Trump mit seiner Ankündigung, Amerika wieder groß machen zu wollen, die US-Präsidentschaftswahlen gewonnen hat, ist dieser Spruch in der Politik offensichtlich höchst populär geworden. Das mag natürlich an der Medienaufmerksamkeit liegen, die Trump – nicht gerade zu seinem Vorteil – im Wahlkampf auf sich gezogen hat.

Auch Theresa May will Großbritannien nun „wieder groß machen“

Kein Wunder also, dass nun auch die heftig mit der Brexit-Planlosigkeit und ihrer eigenen Partei ringende Premierministerin Theresa May verkünden wird, sie wolle Großbritannien „wieder groß machen“. Wörtlich heißt es in einem vorab veröffentlichten Teil ihrer für heute angekündigten Rede:

“I want Britain to be what we have the potential and ambition to be: a great, global trading nation that is respected around the world and strong, confident and united at home.” (1)

Und genauso wie im Falle Trumps ist es bei der britischen Regierungschefin zunächst einmal nichts anderes als eine vollmundige Ankündigung, weil – wie im Falle Trumps – sowohl anhand der Fakten als auch bezüglich der Frage, wie dies erreicht werden kann, schwer nachzuvollziehen ist, wie das funktionieren soll.

Freilich, an den Finanzmärkten und speziell an den Börsen werden diese Ankündigungen bejubelt. Angesichts der unvergleichlich großen Abhängigkeit der britischen Wirtschaft vom Finanz- und Immobiliensektor sowie auch – aufgrund der Notwendigkeit des Ausgleichs des chronischen Leistungsbilanzdefizits der Briten – von Kapitalzuflüssen (2) macht es speziell für Theresa May sehr viel Sinn, den Finanzmarktakteuren ein Szenario zu liefern, das sie bejubeln können.

Donald Trump wiederum scheint sich aufgrund der positiven Reaktionen der Märkte auf seine starken Worte und Ankündigungen inzwischen geradezu in einen Erfolgsrausch hineingesteigert bzw. getwittert zu haben.

„Wieder groß machen“ – wie soll das gehen?

Doch irgendwann müssen sowohl Trump als auch May liefern. Es mag sein, dass die Vorstellung von konkreten, durchkalkulierbaren Plänen ihnen mehr Zeit verschafft. Allerdings müssten sie dafür überzeugen können, das heißt einer Prüfung seitens der Fachleute und Analysten und natürlich der Wirtschaftsakteure standhalten. Ob sie diesen Test bestehen, das ist alles andere als sicher. Doch bis jetzt wurden solche Pläne noch nicht vorgestellt.

Außerdem: Amerika oder Großbritannien oder das Land „XY“ „wieder groß zu machen“, das ist eigentlich lediglich eine neue Bezeichnung für das, wonach die Industriestaaten seit der Finanzmarktkrise streben: starkes Wirtschaftswachstum. Es ist ein rhetorischer Kniff, mehr nicht, es sei denn, primär militärische Stärke ist damit gemeint. Aber für die benötigt man Geld und das bringt primär eine prosperierende Wirtschaft in die Staatskassen, die sich schon zu lange zu hoch verschuldet haben.

In diesem Zusammenhang muss auf die leider ernüchternde Tatsache hingewiesen werden, dass seit 2009 wechselnde Regierungen in nahezu allen Industrieländern versucht haben, ihre Wirtschaft auf den Pfad soliden Wirtschaftswachstums zurückzuführen, es aber keiner gelungen ist.

Plötzlich, so scheint es, wenn man sich die Reaktionen an den Finanzmärkten anschaut, sind all diese gescheiterten Versuche aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht, weil es den einen oder anderen Regierungschef gibt, der sich im Unterschied zu seinen Vorgängern traut, endlich mal verbal auf den Putz zu hauen.

Zugegeben, dieses Gepoltere, das Entschlossenheit und Tatkraft signalisiert, ist erfrischend. Alle wünschen sich das, nicht zuletzt viele Wähler, wie der stetige Aufstieg von Protestparteien zeigt. Aber ganz so einfach ist es wohl nicht, aus dem tiefen Tal der wirtschaftlichen Schwäche und der Verschuldung herauszukommen.

Beispiel China:

Staatspräsident Xi Jinping will Chinas Wirtschaft sukzessive auf ein neues Wirtschafts- und Wachstumsmodell umstellen, das nicht mehr auf Exporte und Billigprodukte, sondern auf den Binnenmarkt und Innovation setzt. Dazu gehört es, die ausgeuferte Korruption in der Kommunistischen Partei zu beseitigen. Auf diese Weise will er Chinas Wirtschaft zukunftssicher machen und die Grundlage für neues, starkes Wachstum legen.

Bisher gibt es dabei jedoch mehr hartnäckige Probleme (z.B. den überhitzten Immobilienmarkt, Überkapazitäten in diversen Branchen und implementationsunwillige Parteikader) als substantielle Erfolge und das Wirtschaftswachstum schwächt sich aufgrund dessen immer weiter ab. Ob die Transformation tatsächlich ohne „harte wirtschaftliche Landung“, ohne einen Crash gelingen kann, das ist deswegen eine von Fachleuten immer wieder diskutierte Frage. Bis jetzt ist jedoch nicht absehbar, ob das neue Wirtschaftsmodell des Regimes eines Tages funktionieren und China „wieder groß machen“ wird.

Beispiel Japan:

Man denke an die bei ihrer Ankündigung mit riesigen Vorschusslorbeeren bedachten „Abenomics“ (3) des amtierenden japanischen Premiers Shinzo Abe, an den gigantischen finanziellen Aufwand, den er seit Dezember 2012 bereits betrieben hat, um die heimische Wirtschaft in Schwung und das Land aus der Phase der Deflation zu bringen. Es ist bis heute nicht gelungen. Stattdessen ist nur die ohnehin beispiellos hohe Staatsschuldenquote (also die Staatsverschuldung im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung (BIP)) weiter gestiegen.

Beispiel Europa:

Man denke auch an die Eurozone, die unter dem Eindruck der Finanzmarkt- und der Staatsschuldenkrise seit 2010 einen ganz anderen Weg als Japan eingeschlagen hat, nämlich den des Einsparens und Kürzens sowie der Steuererhöhungen oder kurz der Austeritätspolitik. Einen Wachstumsschub sollte dies – nach einer Durststrecke – auslösen. Gelungen ist es nicht. Stattdessen ist die ganze EU in eine politische Krise gerutscht, die sich zur Existenzkrise auszuwachsen droht.

Viele Konzepte, keins war bisher erfolgreich

China, Japan und Europa stehen für drei unterschiedliche Konzepte. Andere gibt es bislang nicht. Fazit bis hierhin: Ein Erfolgsrezept für Wachstum gibt es auch im Jahre Neun nach der Finanzmarktkrise nicht.

Der unterschwellig über Jahre aufgebaute globale Problemcocktail, der sich mit der Finanzmarkt- und Weltwirtschaftskrise erst Bahn gebrochen hat, beschert den Regierungen und Notenbankern nach wie vor Kopfzerbrechen. Die Kehrseite ihrer bisherigen Methode eine fragile Stabilität zu bewahren, sind unter anderem sich weltweit ausbreitende nationalistische und protektionistische Tendenzen. Donald Trump beispielsweise passt deswegen exakt in dieses Bild und mehr noch, in diese Zeit.

Was dies bedeutet, ist letztlich, dass sich die Politik inzwischen zunehmend Möglichkeiten verbaut, die erkleckliche Zahl an auf globaler Ebene zu verortender signifikanter Probleme zu lösen, die auf nationaler Ebene spürbar werden. Es mag deswegen zwar sein, dass Donald Trump und etwa auch Theresa May die Finanzmärkte und Börsen mit ihrer Rhetorik befeuern. Tatsächlich ist ihre Chance, erfolgreich die wirtschaftliche Substanz ihrer Nation nicht nur zu erhalten, sondern zu vergrößern bzw. die Wirtschaft generell erfolgreicher zu machen, kleiner geworden. Denn dieser Erfolg ist keine Frage der effizienten politischen Steuerung. Es ist eine der Konzeption der globalen Wirtschaft.

Dazu muss man sich den Zustand unserer globalen Wirtschaft vergegenwärtigen. Es ist eine oligopolisierte, ausgereifte, stotternde und von massiven Ungleichgewichten gekennzeichnete globale Wirtschaft, in der unternehmerische Erfolge offensichtlich immer öfter nur noch mithilfe von Übernahmen, wettbewerbsbeschränkendem Verhalten, Manipulation, Betrug sowie durch „Industriepolitik“ und Protektion zu erzielen sind.

Der verstorbene Bankier Ludwig Poullain hat bereits im Sommer 2004 in einer Rede vor solchen Verhältnissen warnen wollen. Er adressierte dabei speziell den Bankensektor, wobei es wichtig ist hervorzuheben, dass nicht wenige seit vielen Jahren konstatieren, der Finanzsektor dominiere die Realwirtschaft und nicht mehr umgekehrt. Auch Ludwig Poullain sah das im Übrigen so. (4) Weil man ihn das aber nicht sagen lassen wollte, denn es war für manche Ohren schon damals sehr direkt und zu offen, lud man ihn kurzfristig wieder aus, so dass er, der sich den Mund nicht verbieten lassen wollte, sein Redemanuskript von der FAZ veröffentlichen ließ. (5) Zwei Jahre später begann die US-Hypothekenkrise.

Hat das, was er mitteilte, überhaupt irgendjemand ernst genommen? Offenbar jedenfalls keiner von denjenigen, für deren Ohren es bestimmt war.

Wo hat es uns hingeführt? In einen globalen Verteilungskrieg, in dem jedes Mittel recht ist und den niemand gewinnen kann, weil das, was es zu verteilen gibt, immer weniger wird.

Nun mag sich jeder selbst vorstellen, wohin das führen wird.

Das Konzept von Trump & Co.: Alle Kräfte für die letzte, merkantilistisch motivierte globale Verteilungsschlacht bündeln

Amerika wieder groß zu machen, Großbritannien wieder groß zu machen oder auch China wieder groß zu machen, das hört sich gut an. Bei einer nüchternen Bestandaufnahme wird man jedoch nicht umhinkommen festzustellen, dass die Chancen dafür heute kleiner sind als je zuvor. Alleine ist niemand stark und zusammen in der heutigen Lage auch nur noch dann, wenn sich ein komplett neues, zukunftsträchtiges Konzept für eine Neuaufstellung der globalen Wirtschaft finden lässt.

Doch das fehlt nach wie vor. Die Chancen, dass überhaupt und zudem auch noch intensiv danach gesucht wird, sind gesunken. Nur in China ist es (vielleicht noch) anders.

Stattdessen ist absehbar, dass der Verteilungs- und Verdrängungskampf auf allen Ebenen, einschließlich jener der Politik, an Schärfe und Heftigkeit zunehmen wird. Je mehr Zeit und Ressourcen genau darauf verwendet werden, desto weniger stehen für die Lösung der weit wichtigeren, weil fundamentalen Frage zur Verfügung, was gegen das Schrumpfen des globalen Kuchens und gegen die explosive Kraft der großen und weiter wachsenden Ungleichgewichte getan werden kann.

Hat Donald Trump die Antwort darauf? Oder Theresa May, Xi Jinping oder Shinzo Abe?

Wer darauf baut, der hat keinen unverstellten Blick mehr auf die Realität, in der wir alle leben und in die Regierungen/wir uns manövriert haben. Die Finanzmärkte mögen eine ganze Zeitlang ohne auskommen und erfolgreich sein können. Für alle anderen gilt das zunehmend nicht mehr oder wie Ludwig Poullain es 2011 formulierte: „Das endet mit dem großen Knall.“ (6)

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

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61 KommentareKommentieren

  • Olaf23 - 17. Januar 2017

    Die unterschiedlichen Ansätze, die du da siehst, kann ich zumindest für die westlichen Staaten nicht erkennen. Man variiert innerhalb der neoliberalen Ideologie, aber kannst du bei Japan, Europa oder der USA ernsthaft erkennen, dass man dort auch Ansätze als eine Option betrachtet, die davon abweichen?
    All diese Akteure leiden darunter, dass die Umverteilung stetig fortschreitet und die Entlohnung von Arbeit gegenüber den Renditen an den Finanzmärkten völlig marginalisert wird. Man traut sich -der Idee folgend, dass günstige Unternehmenssteuern Investitionen schaffen- nirgendwo daran die Steuermodelle umzubauen. Auf der anderen Seite führt das absurder Weise zu fehlenden Arbeitskräften, wo sie dringend benötigt würden. Angesichts des enormen Automatisierunsgrades in der Produktion wären ohne Ende Kapazitäten frei für soziale Berufe, Medizin, Bildung, etc., man müsste aber eben die Wirtschaft entsprechend umbauen. Sowas hat aber in der völlig eingefahrenen Ideologie des Neoliberalismus eben den Geruch einer Revolution und des Schmutzigen, weshalb das so schnell in der Politik niemand ohne massiven Druck auch nur irgendwie in der Theorie andenken würde.

    • SLE - 17. Januar 2017

      Hallo Olaf23,

      Shinzo Abe setzt eine Mischung um aus Neoliberalismus (Reformen) und Keynesianismus. Geprägt ist seine Politk aber vor allem durch umfangreiche Konjunkturprogramme. Trump will nun ebenfalls die Konjunktur ankurbeln.

      Die Wirtschaft umzubauen, wie Sie es vorschlagen, ist nicht Aufgabe der Politik. Klassische Industriepolitik, mit der spezifische Technologien und/oder Sektoren gefördert werden, ist deswegen und aufgrund der überwiegend weit hinter den Zielen zurückbleibenden Resultate höchst umstritten.

      Zudem ist der Wettbewerb, wie von mir oben imAufsatz angesprochen, ohnehin schon überwiegend ausgeschaltet, nicht zuletzt auch wegen des massiven Lobbyismus.

      Das Problem scheint vor allem in dem Grad der Ausreifung und Oligopolisierung der globalen Märkte zu liegen. Wenige sehr große Konzerne beherrschen die meisten Märkte und die Wirtschafts- und Finanzmarktpolitik wird auf diese ausgerichtet. Alle anderen haben das Nachsehen und es spielt hierbei dann auch keine Rolle mehr, ob man mit neoliberalen oder keynsianischen Konzepten Wachstum und Beschäftigung fördert, denn die angesprochenen Marktstrukturen sorgen dafür, dass hauptsächlich die marktbeherrschenden Konzerne davon profitieren. Und die werden an ihrem Verhalten gar nichts ändern, weil sie ihre Marktstellung sichern und nicht gefährden wollen.

      Nein, ein anderes Konzept müsste sich daruf konzentrieren, dies wirksam zu ändern und mehr fairen Wettbewerb zu fördern, so dass die vielen anderen Unternehmen ein Chance haben, neue Ideen, neue Produkte und neue Märkte entstehen zu lassen.

      Soweit ich es erkennen kann, hat Donald Trump dies allerdings nicht im Sinn.

      Grüße
      SLE

      • Olaf23 - 17. Januar 2017

        Was ist denn dann Aufgabe der Politik, wenn nicht die Regeln der Gesellschaft zu steuern und somit auch die Wirtschaft? Es redet ja keiner von Dekreten oder ähnlichen Maßnahmen, aber die Steuerpolitik ist ein probates Mittel zu lenken. Überhaupt ist es eigentlich sogar DAS Mittel überhaupt. Steuert eine Kapitalertragssteuer von 25% etwa nicht die Wirtschaft hin zu mehr Finanzwirtschaft?
        Und es geht nicht um Industriepolitik. Es geht um die Gewichtung der Wirtschaftssektoren. Und das lässt sich durchaus steuern. Es mag im Ergebnis eine höhre Staatsquote zur Folge haben, aber darin sehe ich nicht per se etwas schlechtes. Wenn ich 30% Kapitalertragssteuer erhebe und davon 5% ins Gesundheitswesen fließen lasse, dann ist das eine Lenkung und keine die direkt jegliche Finanzwirtschaft unterdrückt, aber eben Prioritäten verschiebt.
        Und natürlich haben sie (entschuldigen sie das vorherige du) recht, wenn sie die Problematik der sich reduzierenden Marktteilnehmer inkl. der Bildung von Oligopolen ansprechen. Das ist jedoch nicht einfach so vom Himmel gefallen, sondern Folge des Freihandels, der maßgeblich für die Schaffung von Weltkonzernen ist, die einzelne Staaten ohne weiteres an die Wand spielen können und somit erpressbar machen. Und der Freihandel ist für mich Teil des Neoliberalismus, der uns seit Jahrzehnten als Wohlstandsmaschine verkauft wird, aber tatsächlich eben zu genau diesem Ergebnis führen musste.

        • SLE - 18. Januar 2017

          Hallo Olaf23,

          Sie sprechen gleich eine ganze Reihe von Punkten an, die ich einmal der Reihe nach zu beantworten versuche.

          Die Aufgabe der Politik ist es aus meiner Sicht ist es mit Blick auf die Wirtschaft und die Märkte Regeln vorzugeben und dafür Sorge zu tragen, dass sich ein effektiver, fairer Wettbewerb entfalten kann, was im Zuge der Entwicklung von Märkten durchaus bedeuten kann, dass er interveniert, sich in das Marktgeschehen einmischt, weil – die liberal-neoklassischen Ökonomen sehen dies anders – Märkte/der Wettbewerb nicht prinzipiell selbstregulierend sind, sondern aufgrund der natürlichen Reifung von Märkten auch zu etwas mutieren können, was wir heute Raubtierkapitalismus nennen.

          Zum Thema Steuern:
          Freilich können sie mit Steuern Marktergebnisse nachträglich korrigieren und umverteilen, natürlich auch innerhalb der Wirtschaft selbst. Allerdings ist das eine, wie ich es gerne nenne, “End-of-the-pipe”-Maßnahme. Diese können jedoch an den spezifischen Marktverhältnissen (hohe Marktkonzentration inkl. aller damit verbundenen Folgen für den Wettbewerb), die diese Ergebnisse wie ein Motor immerfort produizieren, absolut nichts ändern.

          Es ist überspitzt formuliert gerade so, als würden sie einem Einbrecher einen Teil seiner Beute abnehmen, ihn aber nie festsetzen, sondern immer wieder frei lassen. Die Metapher ist dann richtig, wenn sie die aktuellen Verhältnisse auf den meisten globalen Märkten einschließlich des Bankensektors als etwas ansehen, was – aus gesamtwirtschaftlicher Sicht – mit effektivem, fairen Wettbewerb nichts mehr zu tun hat. Das habe ich oben im Aufsatz angesprochen. Manipulationen, Betrug und massiver Lobbyismus sind Beispiele dafür.

          Industriepolitik und gewichtung der Wirtschaftssektoren:
          In diesem Punkt, so denke ich, hat der Liberale Ökonom Friedrich August von Hayek recht: Eine einzelne Person, eine zentrale Instanz kann niemals über all das Wissen verfügen, das dezentral verteilt in der Wirtschaft existiert und in Markt- und Wettbewerbsprozesse einfließt. Das schließt Angebots- und Nachfrageseite ein.

          Das heißt, die “Gewichtung” der Wirtschaftssektoren ist ein Ergebnis dieser Prozesse und es ist dann ein aus gesamtwirtschaftlicher Sicht gutes Ergebnis, wenn es aus effektivem, fairem Wettbewerb hervorgegangen ist. Unter dieser Voraussetzung kann der Staat es niemals besser hinbekommen. Allerdings sind, wie oben angesprochen, diese Voraussetzungen aktuell und genau genommen seit Jahren schon nicht mehr gegeben.

          Das alles schließt selbstverständlich nicht aus, dass es Bereiche geben kann, die aus politischem Willen mit Blick auf das Gemeinwohl (z.B. Infrastrukturen) nicht wettbewerblich organisiert werden sollen oder in denen Wettbewerb nicht funktioniert.

          Die Problematik der sich reduzierenden Marktteilnehmer:
          Nun ja, sie reduzieren sich zwar, aber sind mithin immer noch sehr viele. Das Problem ist eher, dass sich aufgrund der Übernahmen und Fusionen und der Oligopolisierung eine Art “Zwei-Klassen-Wirtschaft” herausgebildet hat, das heißt, die Dominanz einiger weniger sehr großer Unternehmen/Banken. Letztere stellen die Erste Klasse der Wirtschaft dar, die sich das Gros der Nachfrage auf diesen Märkten dauerhaft sichern können, während der ganz Rest entweder von diesen abhängig ist oder sehen muss, was übrig bleibt (Nischen). Das Problem wird durch die aktuelle Politik (insb. Industriepolitik) in allen Industriestaaten gleichermaßen verschärft, weil sie sich im grunde nur um die “Erste Klasse” der Wirtschaft kümmert und ihr inzwischen sogar dabei hilft (indirekt oder direkt (Rechtsetzung, Regeln, Aufsicht, Lobbyismus)), “wettbewerbsfähig” zu sein, was offenbar Manipulationen und Betrug nicht ausschließt. Seit der Finanzmarktkrise 2008/2009 ist das genauestens bekannt geworden. Hat sich irgendetwas daran geändert? Eher nicht. (Beispiel: Abgasskandal)

          Sie haben vollkomen recht, dass diese Marktverhältnisse “nicht vom Himmel gefallen” sind. Nein, Konzentrationsprozesse sind eine natürlich Folge der Ausreifung von Märkten. Doch die Politik lähmt die weitere Entwicklung dadurch, dass sie die gewinner dieses “Ausscheidungswettbewerbs mitgeschaffen hat und auf jede erdenkliche Weise unterstützt. Das geht hin bis zur Rettung mit Steuergeldern oder zur Erklärung als “systemrelevant”. Auf diese Weise kann eine marktwirtschaft selbstverständlich auf Dauer nicht mehr funktionieren.

          Es ist nur zum Teil eine Folge des Freihandels (Neoliberalismus) und zwar deswegen, weil der Freihandel erst dann gesamtwirtschaftlich (Ungleichgewichte) problematisch wird, wenn zunehmend mehr Märkte jeweils nur noch von ein paar sehr großen Unternehmen beherrscht werden und diese zudem überwiegend in lediglich wenigen Staaten ansässig sind. Vergleichen sie diesbezüglich beispielsweise einmal Deutschland mit Griechenland.

          Friedrich List hat dieses Problem des wirtschaftsliberalen Postulats des Freihandels in seiner Publikation “Das nationale System der politischen Ökonomie” (1841) ausfürhlich behandelt und für unterlegene Volkswirtschaften Schutzzölle verlangt, damit diese sich wirtschaftlich entwickeln und gegenüber anderen aufholen konnten.

          Der Neoliberalismus, so muss fairer Weise gesagt werden, ist aber ebenso wie der Freihandel nicht per se falsch. Es kommt auf auf den tatsächlichen Reifegrad von Märkten und insbesondere Volkswirtschaften an. Denken Sie an Deutschland in der Nachkriegszeit. Ludwig Erhard hat eine neoliberale Wirtschaftspolitik gemacht und war damit sehr erfolgreich, aber NUR, weil Deutschland wirtschaftlich ganz am Anfang oder besser gesagt bei Null stand. Heute ist beinahe exakt das Gegenteil für die gesamte globale Wirtschaft zutreffend. Sie steht am Ende ihres Reifungsprozesses. Und unter diesen Bedingungen hilft die neoliberale “Medizin” ebenso wenig wie die keynesianische.

          Viele Grüße
          SLE

  • Holly01 - 17. Januar 2017

    Hallo SLE,
    sehr guter Text. Danke.
    Es gibt eine Gemeinsamkeit für alle Rettungsversuche:
    Alle Länder schützen die Kapitalinhaber.
    Die Lösung funktioniert aber nur, wenn man das Geld für die Lösung dort holt, wo es ist, bei den 0,1%.
    Man muss Vermögen vernichten.
    Man muss Zinserwartungen abschreiben.
    Man muss Menschen und Länder aus dem Schuldturm entlassen.
    Die Kapitalinhaber müssen damit auf Macht verzichten (das ist die politische Dimension).

    anders geht es nicht ….

    • Eurelios - 17. Januar 2017

      Alle Länder schützen die Kapitalinhaber.

      Richtig. Aber die Frage ist warum?

      Ich denke Kapital = Macht. Natürlich auch gleich Macht über andere Menschen.
      Vor allem auch über die “Politikeliten“ die nie dagegensteuern würden da sie sonst
      schnell weg vom Futtertrog wären. Nein man steuert dafür. Beispiel:
      Geburtstagsfeier im Kanzleramt für den Ackermann.

  • Olaf23 - 17. Januar 2017

    “Alle Länder schützen die Kapitalinhaber.” …. ok, das ist meine Kritik auf einen Satz eingestmpft. Sehr schön! 😀

    • Holly01 - 17. Januar 2017

      Ist ja nun nicht ganz neu……
      lg Holly

    • Systemfrager - 17. Januar 2017

      “Alle Länder schützen die Kapitalinhaber.”
      oder
      “Man variiert innerhalb der neoliberalen Ideologie”
      DAS IST DASELBE!
      Beides richtig.
      Deshalb gründet der Text auf einer falschen These – auf Gegensätzen die es nicht gibt.

  • Erino - 17. Januar 2017

    “Alle Länder schützen die Kapitalinhaber” – solange das Kapital so leicht herumwandern kann, haben einzelne Staaten eben keine Alternative. Selbst die letzte bescheidene Steuererhöhung der Tories in GB hat angeblich dazu geführt, dass etwa ein Drittel der Einkommensmillionäre steuerlich die Insel verlassen haben. Ohne Kapitalkontrollen lässt sich da keine eigenständige Politik realisieren. Und Länder wie die Bundesrepublik, welche stark vom Weltmarkt abhängig sind, habe da wenig Möglichkeiten der Steuerung.

    Am ehesten könnten da noch die USA die Kapitalinhaber angehen, aber mit dem Ausscheiden von Bernie ist die Chance mal wieder vertan – vielleicht beim nächsten Mal.

    Aber selbst so bescheidene Versuche wie der Verzicht auf Bankenrettungen scheitert ja schon bei uns in Europa. Lieber druckt man das fehlende Geld und entwertet damit die Ersparnisse der Kleinen. Obwohl die wirklich großen Vermögen eigentlich in Sachwerten liegen und damit inflationsgeschützt sind, traut man sich nicht mal an die Eigentümer der Banken heran.

    • Olaf23 - 17. Januar 2017

      Genau daran rüttelt Trump aber doch gerade. Er stellt den Freihandel in Frage und diskutiert über Zölle. Beide Maßnahmen rütteln am freien Kapitalfluss. Man kann zwar weiterhin sein Kapital abziehen, ist dann aber halt auch vom US Markt weg bzw. stark eingeschränkt im Zugang. Wie das am Ende in der Umsetzung genau aussehen wird, müssen wir halt sehen, aber ich bin mittlerweile fatalistisch genug um zu sagen, dass mir das reicht, wenn einfach mal jemand irgendwie was macht, was die übliche Wirtschaftspolitik in ihrer Alternativlosigkeit aufbricht.

  • Gundermann - 17. Januar 2017

    “Wer darauf baut, der hat keinen unverstellten Blick mehr auf die Realität, in der wir alle leben und in die Regierungen/wir uns manövriert haben.”

    Ja, das sehe ich genauso. Wobei es nichts Neues wäre. Immer wieder haben Politiker die Zeichen der Zeit nicht erkannt und die Realität ausgeblendet, bzw. ihr persönliches Umfeld als allgemeingültige Realität wahrgenommen haben. Warum sollte es diesmal anders sein? Aber einen wesentlichen Unterschied könnte es zu “früher” geben: Diesesmal besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es, aufgrund der exzessiven Globalisierung, die gesamte Welt trifft und zwar weitaus stärker als zur Weltwirtschaftskrise in den 30ern.

    • SLE - 17. Januar 2017

      @ Gundermann

      Ja, es könnte wesentlich schlimmer werden als in den 30ern, das sehe ich auch so.

      Grüße
      SLE

      • Holly01 - 17. Januar 2017

        Haben die USA in den 30ern nicht auch per Protektionismus und Sondersteuer die Asiaten in den Krieg getrieben?
        Oder habe ich das nur geträumt?

        Aber da hatten die noch nicht diese extremen Schulden …

    • Marja - 17. Januar 2017

      @Gundermann, so sehe ich es auch

      Die Wirklichkeit ist immer eine soziale. Durch das “Kastensystem” kennt man nur Menschen seiner Kaste. Und durch die Globalisierung verkennt man die eigene nationale Lage als die “Normalität”. Wir haben also innerhalb einer Nation in der Vertikalen eine Verschleierung der Wirklichkeiten und international eine horizontale=räumliche Verschleierung.

      Da die meisten Wähler die Not in Syrien, Griechenland, Portugal, Spanien etc. nicht real erfahren und die Not durch H4 in Verbindung mit Disziplinierungsmaßnahmen nicht real erfahren, finden die meisten Wähler in Schland die Welt in Ordnung.

      Nur wenn man sich die Summe der Not ” globalisiert” anschaut, finde ich, wir haben 1923 überschritten und bewegen uns nun “global” auf 1933 zu. Alle wollen die Größten sein.

      Das Ausmaß der Realitätsverkennungen und Verleugnungen in der herrschenden Meinung und bei den Entscheidungsträgern ist schon erschreckend.

      Das wird nicht gut gehen können.

  • Marja - 17. Januar 2017

    Wirtschaftlich nach vorne kann es heute nur noch gehen, wenn man die Nachfrage stimuliert, entweder durch Umverteilung von oben nach unten oder durch Zerstörung.

  • Holly01 - 17. Januar 2017

    Ein wenig Substanz:
    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59519

    • Marja - 17. Januar 2017

      Kurz- bis mittelfristig können die Briten die Importe gar nicht substituieren, da ihre Handelsbilanzdefizite aus einer gelungenen De-Industrialisierung resultieren. Handelsbarrieren werden primär in GB zu höheren Preisen und einen höheren Kapitalbedarf führen. Allenfalls ist ein Konsumverzicht denkbar. Erst wenn die höheren Preisen zu einer Re-Industrialisierung führen, werden die Exporte nach GB abnehmen.

      Allerdings wäre es auch das erste Mal, dass man eine Industrie zurückholen kann, wenn man sie verloren hat. Ich glaube, das hat es noch nie gegeben.

      Das Gleiche gilt für die USA.

  • sadoma - 17. Januar 2017

    Die Frage ist ob wie eine Geld-Ordnungsreform in den führenden Industriestaaten auf friedlichem Wege oder nach einem großem militärischem weltweiten Konflikt bekommen. Zur Zeit bin ich recht optimistisch dass wir den Super-GAU noch vermeiden können. Die “Bank of England” arbeitet bereits an der neuen Geld-Ordnung 😉

    • Kairo - 17. Januar 2017

      Hallo,Sadoma,
      nach meiner Wahrnehmung arbeitet derzeit eine ziemlich übliche Gruppe von Leuten derzeit mindestens an der weitgehenden Zurückdrängung von Bargeld. In Schweden die Reichsbank mit denm5 Grossbanken, in Australien die Regierung zus. mit Citi-Group, JP Morgan, in Indien die US-Aid zus. mit der Better-Than-Cash-Alliance, in der €-Zone die EZB, und alle treffen sich regelmäßig in Basel bei der BIZ.
      Das Ziel ist die Voraussetzung dafür, dass der nächste Crash wieder die falschen trifft, nämlich uns.

  • Kairo - 17. Januar 2017

    Die Versuche überall Wachstum und nach Möglichkeit Überschüsse zu erzielen, ist naturgemäß zum Scheitern verurteilt, auch wenn FRAU Dr. MERKEL das wohl als die Ideallösung betrachtet . . . . (Achtung, Ironie)
    Einige Gedanken zu den einzelnen Wirtschaftsräumen:
    China: Deren Entwicklung ist noch immer bemerkenswert, wenn man die Skaleneffekte des lang anhaltenden Wachstums berücksichtigt. Auffällig ist die starke Reduktion der Rücklagen in US-Bonds
    USA: Wie Steffen immer wieder glasklar aufzeigt, wird dort geschönt, dass sich die Balken biegen. Allein, die Verschuldung kann den USA nichts anhaben,,sie können im Notfall immer liefern. Die paar extra Anschaffungen i.F. v. Notenpressen sind verkraftbar.
    Japan: Die Notenbank hat schon über 40% der Anleihen aufgesaugt; da sich Japan traditionell fast ausschliesslich im Inland, also eigener Währung verschuldet, ist es auch nicht allzu angreifbar. Anders wäre das auch nicht schon über 20 Jahre gutgegangen.
    Europa: Wenn man allein in D genauer hinschaut, ist es mit der sog. Sparpolitik auch nicht weit her. Der Zinsvorteil für Schäuble allein in 2016 soll schon bei 47 Mrd. gelegen haben, da sind 6 Mrd. Überschuss auch nicht so gigantisch. Die großen Defizitländer scheren sich ohnehin einen feuchten Kehrricht um Defizite, einzig die kleinen wie GR und P sind unter der Knute.
    Für Europa sieht es m.E. am kritischsten aus. Die Südländer saugen ebenfalls im Rahmen des Ankaufsprogramms die Staatsbonds auf und könnten die im Notfall neutralisieren. Gekniffen ist mit Abstand D, da offenbar nicht nur “normale” Lieferungen ins Euro-Ausland von der Bundesbank per Target2 finanziert werden, sondern auch ein signifikanter Teil der Süd-Bonds, wenn man den Untersuchungen von H.W. Sinn glauben kann, was ich tue. Es wird ein spannendes Jahr.
    Gut dass wir bald ein Wahrheitsminsterium haben . . .

  • Kairo - 17. Januar 2017

    Noch ein Nachsatz:
    Schön Herr Eichner, dass Sie mal an Ludwig Poullain erinnert haben. Der letzte Satz lautete nach meiner Erinnerung “Ja, ich glaube an den großen Knall, leider.”

  • Bubblegum - 18. Januar 2017

    @SLE,
    da sage noch einer, Geschichte wiederhole sich nicht.
    Das, was wir heute unter Globalisierung und die damit verbundenen Probleme diskutieren, ist unter dem Stichwort Imperialismus/-theorie schon um 1900 von Bernstein, Kautsky, Luxemburg, Liebknecht, Jeaures etc. analysiert und diskutiert worden. Ihre Befürchtung, dass Verteilungskonflikte zwischen denen da oben und denen da unten sowie zwischen den großen Industrieländern zwangsläufig in einen großen Krieg münden müsse, hat sich ja leider bestätigt. Es wurde dann praktisch eine 30 jährige Kriegszeit für Europa und überall auf der Welt eine Zeit der Stellvertreterkriege (militärisch, wirtschaftlich) in den letzten 120 Jahren daraus. Die Irrlehren des Liberalismus und der Freihändler haben sich als das diskreditiert was sie immer waren: Der Deckmantel, unter dem sich einige wenige riesige Vermögenswerte unter den Nagel rissen. Wenn mehrere angloamerikanische Think Tanks ernsthaft darüber spekulieren, dass ein atomarer Erstschlag gegen Rußland machbar sei, muss Mann/Frau sich ernsthaft Sorgen machen, ob die da drüben alle vom Rinderwahnsinn befallen sind..
    Insofern ist die Wahl Trumps Wahl ein Hoffnungsschimmer. Er hat richtig erkannt, dass Amerika keinen Krieg gegen Rußland führen, geschweige denn gewinnen kann. Dass das auch gegen China nicht mehr möglich ist, wird ihm wohl auch noch beizubiegen sein.
    Ob Trump seine Präsidentschaft unversehrt überleben wird, es wird sich weisen.
    Interessant ist, dass er einige der wipo – Instrumente der Nazis ausprobieren wird, die Hjalmar Schacht entwickelt hat.
    Viele Grüße Bubblegum

    • Holly01 - 18. Januar 2017

      Hallo Bubbelgum,
      zu “Interessant ist, dass er einige der wipo – Instrumente der Nazis ausprobieren wird, die Hjalmar Schacht entwickelt hat.”:
      Das war auch nur Vorfinanzierung auf Pump.
      Exakt so hat Reagan das mit dem Militär gemacht.
      Die Nazis standen nachher vor der Wahl, entweder massiver Einbruch weil Schulden fällig werden oder “Flucht nach Vorne” und Kriegsgewinne realisieren.
      Die Folgen sind bekannt.

      Die USA stehen vor der gleichen Wahl.
      Griechenland stand vor dieser Wahl.
      China steht vor dieser Wahl.
      Japan hat keine Wahl …

      Die “Flucht nach Vorne”, also die Nutzung der durch Vorfinanzierung gewonnen Vorsprünge durch Krieg hat ja Tradition.
      Für viele Politikergenerationen schien es auch keinen Ausweg zu geben.
      Es ist halt bequemer Millionen ohne Namen im Krieg zu opfern, als EINE/N mit Namen zum Feind zu machen….
      Auch das hat sich nicht geändert.
      Merkels “wir schaffen das Flüchtlingspolitik” beruht (wie man so liest) auf Forderungen von Soros, der ja schon in der Ukraine so “heilenden” Einfluss geltend gemacht hat.

      Ob ausgerechnet Trump dieser Entwicklung wiederstehen kann bezweifle ich.

      Trump ist jedenfalls (technisch gesehen) die gleiche Reaktion der Amis, wie es Stalin in Russland war und Hitler in Deutschland.
      Solche Entscheidungen neigen extrem dazu sich zu radikalisieren.
      Solche Gruppen sind immer unberechenbar egoistisch.
      Solche Politiker halten sich immer für Boten göttlicher Vorsehung, nur ohne Gott. Also ein Offenbarung des Schicksals.
      Leider werden die das dann auch: Schicksalsträger …
      lg Holly

      • Holly01 - 18. Januar 2017

        Kleines OT:
        Trump spricht von einer Bewegung.
        Beppo Grillo spricht von einer Bewegung.
        Le Pen sieht eine .. Bewegung.
        Die AfD ist auch eine … Bewegung.
        Ich mach aus “Bewegung” einmal ein “Sammelbecken”.

        Die Grünen aka Bündniss90 aka Friedensbewegung aka Antiatombewegung, aka Bürgerrechtsbewegung aks … war auch eine Bewegung.
        Also einmal ganz kurz (und verfälschend) die als Beispiel.
        Diese Bewegung hatte viele Quellen und war durch die Verankerung im Bildunsgbürgertum hoch qualifiziert und motiviert.
        Sie war aber nicht mehrheitsfähig. Das sind diese Bewegungen nie. Die Einigkeit kommt aus dem Gefühl “so geht es einfach nicht mehr weiter”.
        Das ist aber kein Politikansatz.
        Auch die AfD hat keinen realistischen Politikansatz.

        Wenn der Zulauf abnimmt und die Leute realistisch sehen, dass ihr “Anführer” (was agressives Vorwärtsdrängen und Zufall eben so hoch spülen) ebenso faule Kompromisse machen, weil sie den gleichen Realitäten unterworfen sind wie die Altparteien, dann kommt de “Glaubensfrage”.
        Das bedeutet die Radikalisierung.
        Es gibt ja nur eine Antwort auf Austritte und berechtigte Kritik:
        Man radikalisiert nach innen, durch scharfes Abgrenzen nach Außen.
        Das machen die Gender, das macht die Linke, das macht die Rechte …
        “Man wäre schon viel weiter wenn es nicht so viele Verräter und Mitläufer gäbe …”

        Gibt es zu dem Zeitpunkt eine Chance an die Macht zu kommen, gibt es eine Machtübernahme.
        Das ist bei Trump der Fall.
        Gibt es keine Chance auf Macht gibt es so etwas wie die Grünen, die Tea Party, Ukip usw usf, eine Radikalisierung nach innen, Sprechverbote nach Aussen, Abgrenzung nach Außen und im Endeffekt schmelzen die Inhalte mit dem Verlust der breiten Masse auf die Inhalte, die der radikale Kern vertritt.
        Bei den Grünen Neoliberalismus, kriegsbereitschaft und Selbstverleugnung der eigenen Wurzeln, weil ja alle die gegangen sind, sowieso nur Mitläufer und Verräter waren.

        Wo wird Trump landen, wenn die Radikalisierung einsetzt?
        Ich weiss es nicht.
        Aber die Welt ist, wie sie ist, auch mit Trump.
        Trump hat mit dem Amt alle Sachzwänge geerbt.

        Die Anhänger hoffen auf den klugen und segensreichen Despoten.
        Diktatoren neigen weder zur Intelligenz noch zur Weitsicht (darum ist ja der Tor im Wort drin).
        Trump ist in der Grundtendenz ein Diktator, denn nur so hat er Handlungsfreiheit.
        Er wird auch inhaltlich diesen Weg gehen …. mit allen Folgen.
        Hat er Skrupel, hat er ein Gewissen?
        Nur das ist die Haltelinie auf seinem Weg …
        Sein natürlicher Partner ist das Militär und der Geheimdienst.
        Dort wird er auch landen …
        lg Holly

        • Holly01 - 18. Januar 2017

          Regime change aka Farbrevolutionen leben von der Dynamik. Wenn man die Sammelbecken mit einem “so geht das nicht weiter” sehr schnell flutet und radikalisiert, hat man einen change.

          Aber das bricht dann weg. Da keine realistischen Ansätze da sind frisst die Revolution ihre Kinder und hinterlässt Anarchie …
          Logische Folge die Konterrevolution …
          lg Holly

      • Olaf23 - 18. Januar 2017

        “Trump ist jedenfalls (technisch gesehen) die gleiche Reaktion der Amis, wie es Stalin in Russland war und Hitler in Deutschland.”

        Geht es nicht noch ‘ne Nummer schlimmer?
        Alle drei Beispiele finden in völlig unterschiedlichen Systemen statt und sind von gänzlich anderen Bedingungen geprägt. Du machst es dir da imo deutlich zu einfach das mal eben als “technisch” gleich zu betrachten, zumal Trump bisher in keinster Weise hat erkennen lassen, dass er das System kippen will.
        Und im übrigen wenn man das “Boten göttlicher Vorsehung” mal ein wenig auf Normallevel einstampft, dann heisst das doch nichts anderes als dass man den Willen zur Macht und zum Herrschen hat und natürlich tritt man mit festen Überzeugungen bzgl. der Lenkkraft der eigenen Person an. Was meinst du denn wie man ohne diese Charaktereigenschaft sonst in ein hohes politisches Amt kommen soll?

        • Holly01 - 18. Januar 2017

          Die Wahl von Hitler und Stalin war kein agressiver Akt. Die Wähler haben gewählt, was sie für die beste Alternative hielten ….
          Die Wahl ansich war Demokratie konform …
          lg Holly

          • Olaf23 - 18. Januar 2017

            @Holly01: Also das kann man differenzierter sehen. So ganz perfekt demokratisch lief das jawohl nicht ab, zumal man bei Stalin ja noch nicht einmal von einem demokratischen Unterbau reden kann oder empfindest du die Sovietunion zu der Zeit als eine Demokratie?

            Aber das lenkt eigentlich von meinem Kritikpunkt ab. Du siehst Parallelen zwischen radikalen Umbrüchen, die aber nicht greifen, weil deine Kriterien im großen Maße für das gesamte politische System gelten. Die Machtübernahme könnte dir genauso gut auch mit gemäßigten Politiker passieren. Eingedämmt wird eine solche Gefahr in den westlichen Demokratien sehr maßgeblich durch die Verfassungen/Grundgesetze und einer rechtlichen Eingrenzung von Machtbefugnissen. Ich habe keinen Zweifel daran, dass Politiker so ziemlich jeglicher Ausrichtung Ausbrüche aus diesem rechtlichen Eingrenzungen versuchen werden, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommen.

      • Systemfrager - 18. Januar 2017

        Vorfinanzierung auf Pump.

        So etwas gibt es nicht. So etwas kann jemand verzapfen, wenn er keine Ahnung hat, was das Geld ist.
        Jede Investition schafft sich selbst das Geld für ihre funanzierung. Sonst würden die Staatschulden expldieren. Bei Adolf, der die Grundalge für das deutsche Wudner nach dem Krieg geschaffen hat, gab es keine “explosion” der Staatschudlen, im Gegenteil.

        • Holly01 - 18. Januar 2017

          https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft_im_Nationalsozialismus
          unter der Rubrik: Finanzierung und Währung
          Danke und lg Holly

          • Systemfrager - 18. Januar 2017

            „Den Goldmachern habe ich erklärt, ich hätte überhaupt kein Interesse an Gold, weder an natürlichem noch an synthetischem. Dann endlich haben wir angefangen, Fabriken zu bauen. … Die andere Welt hat das alles noch nicht kapiert. Insoweit können wir beruhigt sein. Die kriegen solche Krisen, wenn der Krieg zu Ende geht! Während der Zeit bauen wir uns einen ganz soliden, krisenfesten Staat auf, hinter dem kein Gramm Gold steht.

            Ich habe mich in diesen Jahren nicht mit den Finanzleuten geärgert. Ich habe niemals mit Schacht mich unterhalten darüber, welche Mittel nun endgültig bewilligt werden. Ich habe ihm gesagt: Diese Mittel sind notwendig. Hat die deutsche Mark bisher gelitten? … Von fünf Milliarden sind wir auf 24 Milliarden gekommen, ohne Preisänderungen und ohne Geldentwertung.

            Der Staat hat die Aufgabe, die Forschung zu unterstützen und in jeder Weise zu fördern auch dann, wenn ihre Ergebnisse, auf absehbare Zeit hinaus gesehen, keinen wirtschaftlichen Nutzeffekt abwerfen. Die Ergebnisse der Forschung werden sich vielleicht erst in der nächsten Generation als verwertbar oder sogar als ungeheurer Fortschritt erweisen. Niemals konnte mir einer sagen, er wollte etwas schaffen, er habe aber die Gelder nicht bekommen.“

            Angebotstheoretisch:
            Ich sinke Zinsen, die Unternehmer werden schon investieren. UNSINN!
            Nachfragetheoretisch:
            Willst du was unternehmen? Ich sorge dafür, das du Geld bekommst. FUNKTIONIERT.

            2. Phase des ökonomischen Zyklus der Marktwirtschaft: Die Erholung (Aufschwung)
            Das mag vielleicht in der Theorie funktionieren, aber in Wirklichkeit …
            mehr …

            • Holly01 - 20. Januar 2017

              Sei er doch so nett und kennzeichne er seine Zitate mit “” und Quellenangabe …
              Habe er Dank

          • Systemfrager - 20. Januar 2017

            Quellenangabe???
            Alle Zitate haben am Ende eine winzige Luppe, stellst du einfach den Mauszeiger über …

  • Systemfrager - 18. Januar 2017

    Über SLE?
    Nein, nicht persönlich, sondern seine ökonomische Sichtweise/Auffassung/Verständnis …
    Natürlich kenne ich das ganz wenig, kann ich völlig daneben greifen, aber wir sind in den Kommentaren, das ist so etwas wie Lockerungsübung und keine Doktrorarbeit … kann es also nonchalanter vor sich gehen
    Ist SLE ein Freiheitfetischist im naiven klassischen (Say, Marx …) Sinne?
    Also Angebot schafft immer genug Nachfrage, es gibt nur strukturelle Probleme und dafür sind nur (bösen) Monopole schuldig. Halleluja!

    Zu den Begriffen:
    Ja, die Neoliberalen sagen Reformen, die Nachfragetheoretiker Konjukturprogramme
    Unwichtig!
    Wenn jemand den Banken Geld nachschmeißt und Zinsen senkt ist das was?
    Konjunkturprogramm?
    Hose wie Jacke. Es ist eine KOSTENSENKUNGMAßNAHME – ein neoliberaler Unsinn.

  • Bubblegum - 18. Januar 2017

    @SLE

    “Staatspräsident Xi Jinping will Chinas Wirtschaft sukzessive auf ein neues Wirtschafts- und Wachstumsmodell umstellen, das nicht mehr auf Exporte und Billigprodukte, sondern auf den Binnenmarkt und Innovation setzt. Dazu gehört es, die ausgeuferte Korruption in der Kommunistischen Partei zu beseitigen. Auf diese Weise will er Chinas Wirtschaft zukunftssicher machen und die Grundlage für neues, starkes Wachstum legen.

    Bisher gibt es dabei jedoch mehr hartnäckig Probleme (z.B. den überhitzten Immobilienmarkt, Überkapazitäten in diversen Branchen und implementationsunwillige Parteikader) als substantielle Erfolge und das Wirtschaftswachstum schwächt sich aufgrund dessen immer weiter ab. Ob die Transformation tatsächlich ohne „harte wirtschaftliche Landung“, ohne einen Crash gelingen kann, das ist deswegen eine von Fachleuten immer wieder diskutierte Frage. Bis jetzt ist jedoch nicht absehbar, ob das neue Wirtschaftsmodell des Regimes eines Tages funktionieren und China „wieder groß machen“ wird.”

    Hierzu erlaube ich mir Kritik.

    China ist bereits groß. Wer die Werkbank der Welt darstellt, und dazu ist China seit Deng Xio Peng geworden, redet ein gewichtiges Wörtchen mit.

    Die Kooperation zwischen China und Rußland im Rahmen des Seidenstraßenprojekts übt bereits jetzt so viel Strahlkraft aus, dass der Stronzo aus Istanbuls Armenvierteln , Erdogan, offensichtlich die Seiten gewechselt hat.

    Er hat begriffen, dass es den Wallstreet-Verbrechern auch diesmal nicht gelingen wird sich in den nächsten 50 Jahren der Bodenschätze der Eurasischen Landmasse zu bemächtigen.

    Dass die Wallstreet Kriegs – Strategen Soros, Larry Fink, Blankfein, Summers etc. wie ihre Vorgänger vor 100 Jahren erfolglos bleiben werden.

    Damals versuchte man (Kuhn & Loeb, M.M. Warburg, J.P.Morgan, Rockefefeller, Rothschild etc. mit gekauften Agenten (Sun Yatsen in China und Trotzki in Rußland entsprechende Revolutionen anzustoßen.)

    Trotzki bekam ca. 10 Mio. US $.

    Vielleicht weiß jemand wie viel der Agent Sun Yatsen bekam?

    Letzlich blieben nur Millionen toter Russen und Chinesen.

    Auf den letzten Drücker versucht der Wallstreet Knecht und notorische Kriegsverbrecher Obama Rußland weiter zu provozieren.

    “Erste permanente Stationierung von US-Truppen an russischer Grenze” link:

    https://www.wsws.org/de/articles/2017/01/18/russ-j18.html

    Dass sich in Polen und den baltischen Staaten genügend Handlanger und Polithasardeure, um nicht zu sagen, Dummköpfe, finden, ihn dabei zu unterstützen, das steigert meine Besorgnis.

    Ich zitiere Vertreter der polnischen Regierung:

    „Wir haben schon so lange auf Sie ( Anm.: amerikanische Truppen) gewartet“, teilte der polnische Verteidigungsminister Antoni Macierewicz den aufmarschierten Truppen mit.
    „Wir warten seit Jahrzehnten… wir hatten das Gefühl, wir seien die einzigen, die die Zivilisation gegen die Aggression aus dem Osten verteidigten.“

    Ihnen SLE vielen Dank für ihre Sichtweise, auch, wenn ich sie nur bedingt teile.
    Bubblegum

  • sadoma - 18. Januar 2017

    Hallo Kairo,

    natürlich haben diie Profiteure des jetzigen Systems Ihre Verteidigungsstrategie in Form der Bargeldabschaffung. Die zentrale Frage bei diesem Kampf wird sein, wie sich die “staatliche” Instutition Zentralbank zu der Geld-Ordnungsfrage stellt. Sie kann sich wie derzeit der Fall ganz der privaten Finanzindustrie ausliefern (wer bekommt den von der EZB die Milliarden in den Arsch geschoben) oder den Kampf zur Rückgewinnung de staatlichen Hoheit übe die Geld-Ordnung aufnehmen. Die “Bank of England” hat diesen Kampf als älteste Zentralbank der Welt aufgenommen. Dass der Kamp noch nicht im öffentlichen Raum stattfindet is eher ein gutes Zeichen und Zeigt dass die “Bank of England” es ernst meint. Eine radikale Geld-Reform wird wegegn der Birsanz nicht öffentlich Diskutiert sondern hoffentlich gut Vorbereitet und im richtigen Zeitfenster Exekutiert 😉
    Ein Blick in die Geld-Ordnungsgeschichte der letzten hundert Jahre hilft weiter. Das Pendel
    Geldschöfpung duch Privat-Banken oder duch staatliche Institutionen muss logisch wieder in
    Richtung Staat schwingen. Ob dies rational erkannt oder durch Leid und Krieg erzwungen wird ist eine Frage vor der sich die Betroffenen (auch die Eliten) fürchten und daher gar nicht zu stellen trauen.

  • Andres Müller - 18. Januar 2017

    Das Stichwort war auch Verdrängung, wozu ich das Wort Subprimekrise zähle, ein treffender Begriff beim Start des Immobilienpreis -Zerfall in den USA. Am Kontext der relativ verarmenden Mittelschicht und sozialer Ungleichheit (im gesamten Westen) hat sich seither aber nichts geändert, im Gegenteil.

    Dabei ist ja nicht nur der für den Kapitalismus charakteristischen Fluss des Geldes nach Oben nicht mehr durch eine sozialere Marktwirtschaft bzw. ein entsprechend ausgerichtetes Steuersystem reguliert worden Es kommt seit 2008 auch zu einem weiteren die Mittelschicht verarmenden Geldfluss der direkt von den Notenbanken in den Finanzmarkt eingespeist wird wo praktisch nur diese 1% der als “Investoren” bezeichneten Akteure profitieren.

    Die Notenbanken ( und das machen die auch gemeinsam ), sie haben sich zu einem System entwickelt das nur das höher quantifizierte Vermögen gegen Zerfall absichert. Die einfachen Leute welche den Konsum sicherstellen sollen haben aber (vor allem auch in Ländern wie Deutschland) fast keine Vermögen.

    Ein anderer Begriff der viel verwendet wurde heisst Helikoptergeld. Der Begriff wurde wohl hauptsächlich zur Täuschung der Bevölkerung verwendet. Es war eine Ablenkung von den Interventionen der Notenbanken, die in Wirklichkeit genau das Gegenteil von Helikoptergeld produzierten, die Milliarden schweren Ausgaben der Notenbanken waren Investitionen, die vor allem den Investoren in die Taschen spielten, während Angestellte und Arbeiter nichts davon haben. Oder aber sie haben sogar weniger als vor diesen Interventionen. Auch die neueren Investitionen der Notenbanken wie Firmenanleihen und Aktienkäufe kommen vor allem den Investoren zu Gute.

    Ein echtes Helikoptergeld würde nur entstehen wenn man gleichzeitig mit Unterstützung der Notenbank die Sozialausgaben erhöhen würde, ein System schaffen das auch den unteren Schichten zu Vermögen verhilft.
    Davon ist im Westen wenig zu erkennen, ausser mit kleinen Experimenten in wenigen Staaten wie Finnland, Island ist wenig Aktivität im Sozialen zu erkennen. Es geschieht eher das Gegenteil wie diese sinnlose Rentenalter Erhöhung.

    • Systemfrager - 18. Januar 2017

      Helikoptergeld: Der Begriff wurde wohl hauptsächlich zur Täuschung der Bevölkerung verwendet. Es war eine Ablenkung von den Interventionen der Notenbanken, die in Wirklichkeit genau das Gegenteil von Helikoptergeld produzierten, die Milliarden schweren Ausgaben der Notenbanken waren Investitionen, die vor allem den Investoren in die Taschen spielten, während Angestellte und Arbeiter nichts davon haben.

      Großaritg!
      Hut ab!
      Und nicht nur der Michel soll da vera*t werden (Inflation buuu buuu), sondern auch der Fachidiot, der die “seriöse” WiWi in der westlichen Uni studiert hat.

  • Bubblegum - 18. Januar 2017

    Hallo Holly01,

    Das war auch nur Vorfinanzierung auf Pump.
    Exakt so hat Reagan das mit dem Militär gemacht.
    Die Nazis standen nachher vor der Wahl, entweder massiver Einbruch weil Schulden fällig werden oder “Flucht nach Vorne” und Kriegsgewinne realisieren.
    Die Folgen sind bekannt.”

    Ich muss ihnen hier widersprechen.

    Einmal, weil das meine eigene Familiengeschichte betrifft.
    Im Jahre 1980 habe ich von meinem Großvater mütterlicherseits bei einem Glas Wein folgendes erfahren: Er bekam im März 1933!! nach langer Arbeitslosigkeit eine Arbeit in der örtlichen Papierfabrik. Was wurde dort hergestellt? Lebensmittelmarken so wie er das vom WK I her kannte.

    Das heißt in letzter Konsequenz:

    Die Vorbereitungen für WK II liefen bereits vor der Machtergreifung der Nazis.
    In allen Abhandlungen zum WK II ist immer nur von jenem legendären Hossbach-Protokoll aus dem Jahr 1934 die Rede. Dabei war dieser Major Hossbach bereits 1928!! (damals gab es noch die pseudodemokratischen Regierungen der Weimarer Republik, die willige Erfüllungsgehilfen der Wallstreet waren, Stichwort Dawes Plan, und dem notorisch klammen Knalltütenverein der NSDAP mit gerade einmal 4000 Mitgliedern, Karteileichen eingerechnet) mit ersten Planungen für einen weiteren Krieg befasst. Einer dieser Planungsentwürfe wurde dann zum Nukleus für die 4 Jahrespläne des Hjalmar Schacht, der beste Beziehungen zum Chef der Bank von England Norman Montagu besaß, und meines Wissens nie wegen Kriegsverbrechen verurteilt wurde.

    “Die Nazis standen nachher vor der Wahl, entweder massiver Einbruch weil Schulden fällig werden oder “Flucht nach Vorne” und Kriegsgewinne realisieren.”

    Hier verkennen Sie das Wesen des Fiat – Geldes. Solange die notwendigen Kredite für große Investitionsprojekte aus dem eigenen Land kommen spielen die Schulden des Staates keine Rolle (siehe Japan seit 1990). Deswegen spielte für die Schuldenproblematik die MEFO Wechselfinanzierung keine Rolle. Nazi-Deutschland war nur seit 33 nicht mehr im Ausland kreditwürdig, weil Hitler den Young-Plan zerrissen hatte. Deutschland keine Reparationen mehr zahlte.
    Wallstreet verhängte Sanktionen gegen Reichsdeutschland und ließ deutsche Vermögenswerte in den USA pfänden (wie das Venezuela, Iran, Argentinien etc. auch erlebt haben). Deswegen die stetige Devisennot Reichsdeutschlands. Was zu einer strikten Devisenbewirtschaftung und der Pflicht für die Unternehmen in Deutschland führte, Gewinne ausschließlich im Reich zu investieren. Neben der Autarkie, soweit möglich, hatten diese Instrumente zur Folge, dass im Reich, oh Wunder, ab 1936 Vollbeschäftigung herrschte.
    Die Behauptung, dass nur Freihandel den Völkern Wohlstand bringe, war widerlegt.
    In Geschichtsbüchern wird entschuldigend für das, was nicht sein durfte, angeführt, dass die Aufrüstung Reichsdeutschlands dieses Wunder bewirkt habe. Dafür aber waren die zwischen 33 und 36 ausgegebenen Mittel viel zu gering. Wird interessant sein zu sehen was passiert, wenn Trump Hjalmar Schacht kopiert.
    Noch ein kleiner historischer Schlenker:
    Ganz schlimm erwischte es Japan, die es gewagt hatten, den USA die mandschurische Beute zu entreißen und große Teile Chinas zu besetzen (ab 1934).
    Da verhängten die USA ein Totalembargo über Japan.
    Sanktion und Embargo sind, entsprechend Völkerrecht, kriegerische Akte. Insofern stellt sich die berechtigte Frage, ob der Angriff auf Pearl Harbor nicht sogar eine Abwehrreaktion war.
    Aber da befinde ich mich so sehr auf juristischem Glatteis, das stoße ich hier nur an.
    Froh bin ich nur darüber, dass Putin bisher so besonnen auf die gegen sein Land verhängten Sanktionen reagiert hat. Wobei unsere angloamerikanischen Speichellecker, Merkel, Steinmeier, Gabriel, von der Leyen etc. begeistert mit den Vereinigten Terror und Folterstaaten von Nordamerika mittun und unserem Vaterland schweren Schaden zufügen.
    Viele Grüße Bubblegum

    • Holly01 - 18. Januar 2017

      … auch ich kenne einige dieser Geschichten, darum habe ich aus dem englischen den Begriff DoppelWK übernommen.
      lg Holly

  • Holly01 - 18. Januar 2017

    Wir kommen (selbstverständlich) in Einschätzungen. Das beinhaltet immer auch, welches Umfeld man sieht bzw sehen will.

    Zwei Beispiele:
    Deutschland-Datteln-Kraftwerk Datteln IV: Ich relativiere das aus rein rechtlichen Gründen. Es heisst der offizielle Bauplatz wurde um 5 (in Worten fünf) Kilometer verfehlt.
    Der offizielle Bauplatz wäre nicht genehmigungsfähig nach Baurecht gewesen, sagen die Gerichte. Der tatsächliche steht rechtlich noch viel schlechter und selbst das Genehmigungsverfahren ist unwirksam sagen auch Gerichte.
    Der Bauherr ist ein global player und die Politik WILL das durchsetzen. Also arbeiten alle politisch gelenkten Gremien zusammen, aber gegen das (von Gerichten erklärte) bestehende Recht.
    Ist das Demokratie?
    Frankreich:
    Holland ist Sozialist und wurde gewählt. Er hat mit sozialistischer Politik angefangen. Das hat den Kapitalinhabern so gar nicht gefallen.
    Jetzt hat Frankreich Ausnahmezustand und neoliberale Politik. das wurde nicht von den Wählern bestellt. Gedreht hat das die mächtige Lobby.
    Ist das Demokratie?

    Klar war Stalins Machtergreifung kaum demokratisch. Aber es brauchte den Anschlag den er fingiert hat, um die Kräfte auszuschalten die ihn kontrollierend eingeschränkt haben.

    Im Grundsatz ist jedes “wir machen das trotzdem” eine Wegbereitung für diktatorische Zustände.
    Ob diese Vorlagen genutzt werden ist nie vorhersehbar.

    Merkels Sanktionen gegen Russland. mehrheitsfähig und rechtlich sauber?
    Merkels Flüchtlingspolitik und das Schweigekartell dazu, mehrheitsfähig und rechtlich sauber?
    Es werden in allen Gesetzbüchern die Geltungsbereiche gelöscht.
    Es gibt einige die sagen damit sind die ungültig.
    Andere sagen das ist egal.
    Wenn es egal ist, warum wird es dann extra gemacht und die Rechtssicherheit aufgehoben?
    Wenn die Gesetze ungültig werden, was ist die Folge?
    Inhaltlich ist das völlig egal.

    Inhaltlich steht nur eine Frage im Raum:
    Ist die Gewaltenteilung und die innere Kontrolle in Deutschland, in der EU oder in den USA in Funktion?
    Wenn man da “Ja” antwortet ist alles schick.
    Wenn man an der Stelle zögern muss, ist das Feld für Diktatoren bereitet.
    Ob einer als Diktator startet oder nur die passende Gelegenheit nutzt ist völlig egal.
    Vorher muss der Staat seine eigenen Kontrollen aufheben.
    Das geschieht seit 9/11 in den USA, das geschieht seit dem ominösen “Terror” weltweit und jetzt eben auch in Europa.

    Darauf will ich nur hinweisen. Dieser Zusammenhang ist mir wichtig.
    ESM Straffreiheit?
    Parallelrecht?
    Partialrecht?

    Alles läuft auf das selbe hinaus. Wegbereitung für radikale Kräfte.
    Wir “kämpfen (offiziell) gegen den Terror”, aber wir zerstören unsere Rechtssysteme, führen eine Totalüberwachung ein und graben alle Startlöcher für radikale kräfte, dei im Aufbau sind.
    Ginge es um ein Land, dann könnte es Zufall sein oder ein Unfall.
    Aber es geht um die NATO, die USA, die EU und eben auch Deutschland.
    Das passiert ohne Russen oder Chinesen oder Terror, aber es passiert systematisch.

    Da stelle ich mir die Frage: ist Trump ein Ausrutscher? Ist er ein Startpunkt? Ist er eine Provokation?
    Der Brexit bringt mich zu der Sicht das es ein abgestimmter Vorgang ist.
    Das lässt mich das absolut Schlimmste annehmen, aber ich bin auch Pessimist.
    lg Holly

    • Holly01 - 18. Januar 2017

      Ich sehe übrigens May und Trump als dynamisches Duo …

  • JL - 18. Januar 2017

    Ja es ist schon richtig, alle versuchen irgendwas in der Hoffnung, daß dies auch gelingen möge.

    Am hartnäckigsten sind hier die die Japaner mit ihrer Seit zwei Dekaden anhaltenden Geldflut. Bauprogramme und Stützungen maroder Firmenstrukturen haben aber nichts gebracht- noch nicht mal Erkenntnis.

    Die Amerikaner haben bis dato noch jeden Verschuldungsstand erfolgreich ignoriert und hoffen dank Trump nun darauf, daß irgendwelche Firmen ihre Wirtschaft sanieren, ansonsten werden sie mit Strafmaßnahmen bombardiert. Auch das ist nicht neu, wie VW, Toyota und die Deutsche Bank erfahren durften. Trump verschärft defacto nur die Regeln (Strafzölle/ Strafzahlungen) und macht damit Protektionismus zu eigenen Gunsten salonfähig. Das Problem für Trump ist, daß er den 20- jährigen Rückbau der amerikanischen Wirtschaft nur schwer in zwei Jahren zurückdrehen kann. Die Idee an sich- erst produzieren dann konsumieren- ist nunmal sachlich richtig, nur, diese Träume kann die FED aber mal eben mit Zinserhöhungen eine Absage erteilen. Was in Amerika zukünftig geschehen wird steht also noch in den Sternen.

    Um einen Patienten zu heilen versuchte man im Mittelalter per Aderlass eine Genesung des erkrankten herbeiführen zu wollen. Genau dieser Vorgehensweise, heute Austerität genannt, bedient man sich gegenwärtig in Europa und wundert sich auch noch warum es den vielen Patienten im EU- Raum so schlecht geht. Geht diese Perspektivlosigkeit und die Selbstherrlichkeit mancher Staatsführer weiter wie bisher, kann man jedwede gemeinsamen Zukunftsaussichten für Europa vergessen. So wird die EU dahindümpeln bis der politische Wind sich dreht und alternative Perspektiven plötzlich greifbar werden. Das ist dann das Ende der EU.

    China und Russland sind eine Gefahr für die drei vorgenannten Wirtschaftsräume. Zum einen holt man technologisch in Riesenschritten auf, oder ist in der Rüstungswirtschaft wieder an der Spitze angelangt. Zum anderen beschleunigen gerade äußere politische und wirtschaftliche Gegebenheiten die Koordination und Vernetzung nicht nur politisch oder wirtschaftlich, sondern auch militärisch. Da diese beiden Länder zusammen fast autark wirtschaften könnten ohne auf Seewege angewiesen zu sein, macht sie das vor allem zum Leidwesen der Amerikaner wenig angreifbar. Der mögliche, zusammenhängende und riesige Wirtschaftsraum Eurasiens macht es schon aus geographischen Gründen sehr schwer für Amerikaner, Japaner und Europäer dort wirtschaftlich Fuß zu fassen, erstrecht wenn man sie dort nicht haben will.

    Wenn man sich die weltweite Marktlage ansieht, so muß man feststellen, daß nur ein relativ geringer Teil als gesättigt gelten kann. Hier also Japan, weite Teile Europas und die USA (ca. 1 Milliarde Menschen). Alle anderen Regionen oder Länder haben noch (mehr oder weniger) enormes Entwicklungspotential (ca. 6,5 Milliarden Menschen). Markant daran ist, daß gerade in den rohstoffreichen Entwicklungsländern die ärmsten Bevölkerungsschichten anzutreffen sind, zum Beispiel Afrika. Trotz Ende der Kolonialzeit vor fast 50 bis 60 Jahren gibt es dort nur für einen ausgesuchten Personenkreis eine Win- Win- Situation. Hier ist die langfristige chinesische Strategie partnerschaftliche Handels- und Wirtschaftsstrukturen aufzubauen deutlich von Vorteil gegenüber der ausschließlichen Nehmermentalität des „Westens“.

    Es ist also nicht das Problem übersättigter Märkte die den Kuchen schrumpfen lassen, sondern die Nichtteilhabe der breiten Masse an den wirtschaftlichen Erfolgen der Unternehmen durch minimale oder stagnierende Löhne und/ oder den Geldeintreiber Nummer 1 Namens Staat.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

    • SLE - 19. Januar 2017

      Hallo JL,

      das Bild von China halte ich für etwas zu rosig. Es gibt enorme innenpolitische Probleme, Umweltprobleme (Smog) und heftige innerparteiliche Grabenkriege. Zudem wird die Investitionsoffensive Chinas im Ausland größtenteils natürlich nicht aus einer moralisch höherstehenden Motivation betrieben, sondern um Einfluss auszuüben, sich die regionale Vormacht zu sichern und um den Zugang zu Rohstoffen zu sichern (etwa in Afrika), die das Reisenreich in Hülle und Fülle verschlingt.

      Die Märkte sind schon übersättigt – auch wenn es zutreffend ist, dass die Nachfrage aufgrund der einkommensbedingten Nichtteilhabe anhaltend schwach ist und schwächer wird. Denn die marktbeherrschenden Konzerne bieten dieselben Produkte an wie eh und je und versuchen einfach immer noch mehr davon abzusetzen, was wegen der schwächeren Nachfrage eben nicht mehr gelingen kann, auch nicht auf Pump, weil die vVrschuldung schon so hoch ist, dass man Kreditblasen fürchten muss. Die Konzerne haben einfach keine Motivation, die alten Märkte mit grundlegend neuen produkten aufzumischen und so den eigenen Status Quo zu gefährden. Und, wie gesagt, die Politik hilft ihnen ja auch dabei. Das kann auf Dauer halt nur nicht gut gehen.

      Viele Grüße
      SLE

      • JL - 19. Januar 2017

        Hallo SLE

        Natürlich hat China Probleme zum Beispiel im Immobilienmarkt, in Tibet oder im grauen Kapitalmarkt um nur einige zu nennen. Auch Korruption und Machtinteressen durchziehen die dort regierende Partei (KP)- das ist leider weltweit nicht unüblich, warum sollte es in China also anders sein. Ergo schafft man sich automatisch Feinde wenn man den Laden intern „aufräumen“ will.

        Anders in China ist die politische Denkweise, die einerseits auf langfristige und nachhaltige Entwicklungen baut und andererseits die Entwicklung und den wirtschaftlichen Zustand von 1,35 Milliarden Chinesen im Auge behält. Hier hallt immer noch der Zusammenbruch der Sowjetunion und der KPdSU nach, der in Peking damals einen regelrechten Schock auslöste obwohl die politischen Beziehungen zu dieser Zeit zueinander um den Gefrierpunkt von Wasser kreisten. Im übertragenen Sinne wird man sich also davor hüten die Einkommen der dortigen Bevölkerung auf Sozialhilfeniveau herunterprügeln zu wollen wo das anderenorts seit Jahren schon gelebte Realität ist-.

        Offenbar hält China sein wirtschaftliches Erfolgsmodell für so überzeugend, daß man dies jetzt eben auch exportiert. Und zwar in Regionen die bisher vom 20- oder 21 Jahrhundert bisher nichts mitbekommen haben. Dies bedeutet nichts anderes, als das Märkte langfristig aufgebaut werden wo es bisher noch gar keine erwähnenswerten Märkte gibt. Dies bedeutet nicht nur, daß diese neuen Märkte wirtschaftlich oder politisch von China beeinflußt werden, sondern ist gleichzusetzen mit der damit verbundenen und gewollten Ausweitung der chinesischen Außenwährung.

        Und obwohl es nicht direkt zum Thema paßt, soll hier noch angeführt werden, daß Trump einerseits mit Russland gut auskommen möchte, andererseits aber Iran und China auf der „Abschußliste“ hat. Wie das aus amerikanischer Sicht funktionieren soll, wo Iran, Russland und China außenpolitisch betrachtet eine Einheit bilden, bleibt rätselhaft.

        Zumindest jetzt.

        Mit freundlichen Grüßen

        JL

  • klaus - 18. Januar 2017

    Hallo an Alle.

    Ich finde alles ganz einfach.
    Mit Obama hat die amerikanische Mittelklasse verloren.
    Und die Mittelklasse hat die Geldumverteilung satt.
    Exakt das war der Grund für die Wahlwende.
    Und auch England hat die Umverteilung des Geldes durch
    den Brexit gestoppt.
    Die Bank von England hat genug Einlagen für den Brexit.
    Denen ist es egal wie die EU die Krise löst.
    Die haben erst mal 250 Mrd Euro Reserve.
    Und?
    Es wird Protektionismus geben, das Steuerverschieben in
    USA,UK wird aufhören zu unserem Nachteil.
    Da kann der Krugmann sich verzweifelt um den Verstand twittern.

    Tapfer wie wir sind haben wir Sanktionen gegen Putin und
    keiner macht mehr mit.
    Dann isst Putin halt Steaks aus den USA und unsere
    Eu-Landwirtschaft leidet.

    Das wir sehr exportorientiert sind, werden wir Einschnitte erleben.
    Die Kosten werden steigen und wir werden uns zwischen
    EU-Rettung und Immigrationslösung entscheiden müssen.

    Wieviele sind denn in Europa noch zum Verzicht bereit?
    Die Renten sind anscheinend weg.
    Oder glaubt jemand, das der Rententopf nicht an Alle
    verteilt wird?
    Auch die Zuwanderer benötigen ein Auskommen.
    Sämtliche Konjunkturförderung,Bildung,Straßenbau, usw.
    kommt wohl schon aus der Rentenkasse.
    Früher hat man vor dem Rentenbezug Geld angespart.
    Bald ist die Rente nicht mehr als ein BGE.
    Die nächste Agenda steht vor der Tür, weil die
    Nutznießer der neoliberalen Politik nicht verzichten.
    Warum aber sollten die Abgehängten ihr Wissen
    an Zuwanderer weitergeben und sich damit abfinden,
    das sie in ein Alters-Hartz4/BGE ohne irgendeinen Selbstbehalt
    hineinsteuern?
    Warum sollten die ehrenamtlich noch was tun?
    Die Anreize sind nicht vorhanden.
    Dafür wird der Druck immer mehr vergrößert über
    unser liebstes Bildungsblättchen.
    Und warum? Weil das Bildungsblättchen alle Investitionen
    schon auf Groß-Europa ausgerichtet hat.
    Nicht nur die Nato wird so obsolet. Europa auch.
    Soviele Leute haben keinen Bock darauf nur
    wegen Europa bitter zu sparen.
    Die Trotzwahl mit ganz LINKS/ ganz Rechts steht bevor.

    Das wird wohl mitlerweile ein Mix aus Prüfungen für TINA.

    Sagte doch der Schulz:

    “It is not the #EU philosophy that the crowd can decide its fate”.

    Aber der wird wohl bald die “crowd” nicht mehr mit lieben Worten erwähnen. 😉

    Mit freundlichen Grüßen

    klaus

  • Holly01 - 21. Januar 2017

    Also die Rede zur Vereidigung hatte kleine Mängel.
    Statt Establishment hätte er von Schmarotzern und Volksschädlingen reden sollen.
    Ansonsten war der Teil mit Amerikaner kauft bei Amerikanern schon recht begabt.
    Die Mexikaner haben jedenfalls eine sehr “interessante” Zeit vor sich.
    Also wer jetzt immer noch verleugnen will, dass dieser Politikstil schon sehr an die frühe Zeit nach der Machtübernahme erinnert, dem ist dann wohl auch nicht zu raten.
    Betreibt die EU nun eine Politik mit oder gegen Dump?
    lg Holly

    • Holly01 - 21. Januar 2017

      Seit 5 Uhr 45 wird zurück getwittert ….

  • Systemfrager - 21. Januar 2017

    dass dieser Politikstil schon sehr an die frühe Zeit nach der Machtübernahme erinnert

    fantasiert der längst bekannte Realitätsblinde.
    Trump wurde nach den 2 Jahrhunderte geltenden Demokratieregeln gewählt
    Adolf wude die Macht von dem Establishment, ja den damaligen “Schmarotzern und Volksschädlingen”, buchstäblich aufgedrängt

  • Holly01 - 23. Januar 2017

    “Demokratieregeln” …. ja genau …..

    Dabei hätte ich gedacht, dass die letzten 12 Monate “Wahlkampf” zwischen Killary und Dump nun auch dem letzten die Augen geöffnet haben.
    Nein, nicht wegen den Vorgängen ansich. Das sollte vorher klar gewesen sein.
    Weil wir das alles so brüh warm serviert bekommen.
    Weil wir den ganzen Scheiss erfahren.
    Sie schauen nur auf die Ergebnisse.
    Sie müssen mehr auf die Bühne achten. Es ist eine super show.
    Der Brexit als Aufwärmer.
    Der Wahlkampf als Ankündigung.
    Das Ergebniss als Verkündung.

    Dump ist ein Zeichen an die Welt zu handeln.
    Bar jeder vertraglichen Einschränkung wird Dump fordern und Lieferung erwarten.
    Rücksichtslosigkeit ist Politik.
    “Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich Dir den Schädel ein.”

    Sie meinen auf solche Leute könnte man von außen Einfluss nehmen.
    Das denk May auch.
    Annäherung ist da aber nur ein Schadensmaximierer.

    Dump will haben und bekommen.
    Er gibt sich keine Mühe das zu begründen.
    Die göttliche Ordnung ist sein Grund. Es steht ihm rsp. den USA zu.

    Das werden seine “Gegner” ziemlich schnell merken.
    Stalin brauchte seine einigende Geschichte, die jeden Widerstand erstickt hat.
    Hitler brauchte seinen “Vorfall”, als Begründung für den absoluten Staat.
    Dump wird es nicht anders gehen.

    Zuerst wird er in den USA den Widerstand brechen.
    Das ist in Anbetracht des tiefen Staates seit 9/11 auch gar nicht schwer.

    “alternative Fakten” ……. ja, das kennen wir ….

    Schauen wir mal, mit welchen Verträgen er sich jetzt in welcher Reihenfolge den Hintern abwischt.
    May wird ihm was von den speziellen Beziehungen und dem Herz der anglikanischen Familie erzählen das in GB schlägt.
    Das wird sie Milliarden kosten.
    Nicht nur die beiden KKW und die Atomwaffen Erneuerung.
    Das wird richtig teuer für GB………

    *summt* wer wird das bezahlen, wer hat so viel Geld, wer hat so viel ………

    • Holly01 - 23. Januar 2017

      Sie können das ja nicht wissen.
      Das Dollarsystem ist völlig überdehnt.
      Wenn Dump als Inhaber der Leitwährung eine extreme Geldausweitung betreibt, dann läuft er in den Grenzwert, wo jede geschöpfte Geldeinheit mehr Kosten verursacht, als Wachstum, Zins oder Gewinn überhaupt möglich sind.
      DAS ist der Unterschied zu Hitler-Deutschland.
      Hitler konnte das noch verstecken und war nach dem WKI in einer Situation, wo es grundsätzlich Wachstum zum verteilen gab.
      Dump-USA ist auf der Eigentumsebene völlig verarmt und der Dollar ist bereits überall, wo man ihn hinpressen kann.
      Dump wird in einer Stagflation enden ……
      Die USA sind vollständig abgebrannt und haben bereits die Arbeit von mehreren Generationen im Voraus verzehrt.
      Dump bräuchte einen Währungsschnitt und einen Schuldenverzicht der Gläubiger, um erfolgreich zu sein.
      Dann wären die Weltbank und der Währungsfond Geschichte…..

      • Systemfrager - 23. Januar 2017

        Holly, mein lieber leiber leiber Kamerad. Leider ist es schon wieder so weit.
        Es ist so traurig (unter uns gesagt. diese verdammten Untermenschen)
        Wir DEUTSCHE (unter uns gesagt: Übermenschen) werden wieder ungerecht behandelt.
        Im Osten der böse Putin, im Westen der böse Trump und im Süden eigentlich all die bösen nichtstauglichen Völker …
        Der Rest der Welt ist, mein leiber Kamerad, wieder gegen uns
        Obwohl nur wir die endgültige Wahrheit und die endgültige Güte – unsere Mutti Merkel hat es so richtig gesagt, Gott segne sie – besitzen.
        Weiß du was ich noch befürchte.
        Aus ihrem purem Neid, Egoismus, Dummheit und Bösheit werden sie uns noch unsere Legitimationshymne verbieten: Deutschland, Deutschland über alles
        Ich weine schon mit dir mein lieber Kamerad, lass mich, dass ich mich an deien Schulter stütze

        • Holly01 - 23. Januar 2017

          rofl …….
          Das ist ja dieses Mal das schöne 🙂 , von uns erwartet keiner wirklich etwas und das solten wir auch liefern.
          Der Dump macht einen kleinen act und holt ein paar hundert Mrd. aus GB und Island, die die global player da wegen den Steuern herumschieben.
          Tada … großes Investitionsfeuerwerk.
          Eine kleine Campagne ala´Amerikaner beschäftigen Amerikaner und damit Austausch von Arbeitskräften nach Versicherungskarte.
          Die Briten und die Europäer kaufen für ein paar hundert Milliarden Rüstungsgüter in den USA.

          Fedisch ist das Programm der ersten 100 Tage und die werden erfolgreich sein ….
          .. und mit Kamerad können Sie mich nicht locken, auch nicht mit “wir Deutsche”, das ist mir wumpe.
          Die deutsche Elite werden wir als Deutsche nicht gebremst bekommen. Das ist geschichtlich mehr als belegt.
          Da hoffe ich auf das europäische Ausland als Helfer.
          Sonst besetzten die noch mit Hilfe der Spanier, Franzosen und Dänen GB, Irland und Island und befestigen Grönland militärisch.
          Blöde genug sind die dafür ….
          lg Holly

          • Holly01 - 24. Januar 2017

            Boah ist das zum Brechen, wie die MM jede Darmregung von diesem Idioten seitenlang durch wursten …..

            • Querschuss - 24. Januar 2017

              der “Idiot” stellt die Globalisierung, den Freihandel, TPP, die deutschen Exportüberschüsse und jede Menge andere Gewißheiten, wie die Nato, die “Wertegemeinschaft”, das Feindbild Russland inklusive die Dominanz der MM in Frage. So erklärt sich , dass jede “Darmregung” zum Thema gemacht wird und in der Regel gegen Trump verwertet wird.

              Hätte jemand in den letzten Jahren, an führender Position im Westen, eines dieser Themen in Frage gestellt, wäre er zur Zielscheibe geworden, der neue US-Präsident stellt alle diese Themen gleichzeitig in Frage, konsistent, gehört ja auch irgendwie alles zusammen.

              • Holly01 - 24. Januar 2017

                Hallo Steffen,
                ja klar ist das richtig. aber ich dreh das jetzt mal in der Perspektive:

                Wie bekommen wir es hin, dass die Europäer noch mehr Geld raus rücken und der Rest der Welt noch mehr still hält.
                Mit “Krieg gegen den Terror”, “Währungskrieg” und Wirtschaftskrieg ist man ja nun mal am Limit.

                Man treibt einen dicken Keil.
                ….
                Thema: Alles ist ganz unsicher geworden. Die EU muss nun alleine zurecht kommen und dafür aufrüsten und ihrre Grenzen absichern.
                Die NATO besteht zwar aber die “Ostflanke” kann sich nicht sicher sein, ob ihr im Bündnissfall geholfen wird.
                Die USA handeln mit Russland und die EU fliegt da wegen den Sanktionen raus.
                Die global player holen ihr Geld nach Hause.
                Die USA dürfen nach Herzens Lust herum rüpeln, nationalistisch sein und rücksichtslos alles kündigen, was ihnen geradee auf den Sack geht.

                Wieviel “win” sind das denn nun schon?
                Hat der Hegemon auch nur eine Position geräumt? Nein.
                Hat auch nur einer den Hegemon in Frage gestellt? Nein.
                Mitteleinsatz für die action? Null.

                So, kurzer Blick auf die Presse? Dilettanten……
                Kurzer Blick zur Politik ausserhalb der USA? Überfordert ….

                Und nun soll noch einer sagen der Dump wäre doof …….

                Bisher eine ast reine Kampagne mit der der Alle platt macht und auf null Widerstand trifft.
                lg Holly

                • Holly01 - 24. Januar 2017

                  Wenn einer bis zur absoluten Schmerzgrenze dreist sein kann, dann Dump und genau darum ist der in dem Amt …..
                  Und das britische Bötchen schippert munter hinterher.

  • Basisdemokrat - 28. Januar 2017

    Eine völlig andere Analyse:
    Trump braucht die Militärs um dem MIK die Macht zu entreißen und dem amerikanischen Volk die Demokratie zurück zu geben.
    ???
    http://www.voltairenet.org/article195039.html
    Gruß BD