November Rain: Die US-Präsidentschaftswahl oder das US-Endspiel um eine Fassade

von am 25. September 2012 in Allgemein

In Griechenland werden am Mittwoch wieder ausgedehnte Proteste gegen die geplante neue Runde harter Sparmaßnahmen stattfinden. Massenproteste gab und gibt es aus demselben Grund auch in anderen europäischen Krisenstaaten, z. B. in Portugal. (1)

Währenddessen geht es mit den jeweiligen Volkswirtschaften weiter bergab. Für Griechenland heißt das z.B. laut griechischem Einzelhandelsverband ESEE, dass im Zuge der Krise bereits 68.000 Geschäfte geschlossen worden sind und innerhalb der kommenden zwölf Monate weitere 63.000 zur Aufgabe gezwungen sein könnten. Allein in Athens Zentrum sind – Stand August 2012 – 31 Prozent aller Geschäfte verschwunden. (2)

Man mag sich deswegen fragen wie lange es noch dauern wird, bis die griechische Regierungskoalition aufgrund des steigenden Drucks zwischen den Mühlsteinen „Troika“ und „Massenproteste“ aufgerieben ist. Mit immer neuen Sparanforderungen, denen die Regierungen Griechenlands, Portugals und anderer Länder gerecht werden sollen und einer sich dennoch weiter verschlechternden Wirtschaftslage ist das nicht nur in Griechenland zunehmend wieder wahrscheinlicher geworden. Daran ändern auch ein gehebelter ESM und das Versprechen von Mario Draghi, alles für den Erhalt des Euro zu tun, nichts. Jeder weiß das, auch wenn es nicht jeder zugibt.

Bewegt das die Märkte? Nein, ausnahmsweise ist das nicht der Fall. Was dann?

An den Märkten ist stattdessen das nächste Ereignis, von dem maßgebliche Impulse erwartet werden, die US-Präsidentschaftswahl am 6. November. Und das obwohl auch an den Märkten mittlerweile praktisch jeder weiß, dass die expansive Geldpolitik der Fed keines der Probleme löst und auch die US-Politik bisher keine wirksamen Konzepte und Maßnahmen gegen die vor sich hin köchelnden Krisen gefunden hat. (3) Es wird – diesseits und jenseits des Atlantiks – ein ums andere Mal Zeit gekauft, aber die eigentliche Krisenbewältigung wird nicht nur wieder und wieder verschoben, sondern zunehmend schwieriger.

Es ist vor diesem Hintergrund interessant, dass z.B. auch die Troika den Griechenland-Fall angeblich wegen der US-Wahl auf die lange Bank geschoben haben soll (4) und in Japan die Noch-Regierung von Premier Noda die versprochenen Neuwahlen Anfang November abhalten möchte, während die Opposition auf einen früheren Termin drängt (5). Es wäre keine wirkliche Überraschung, wenn auch der bisher für Oktober erwartete Parteikongress in China, auf dem sieben der neun Mitglieder des obersten Führungsgremiums der Kommunistischen Partei Chinas ausgetauscht werden sollen, nicht mehr vor der US-Wahl abgehalten werden würde.

Die US-Schuldenkrise ist zwar jenes Problem, dass gegenwärtig die meiste Aufmerksamkeit erhält. Es ist allerdings bei weitem nicht das einzige Problem der US-Regierung. Nur hat sich eben die Weltöffentlichkeit, die mit Europa beschäftigt war, bisher nicht dafür interessiert. Doch das ändert sich gerade.

Die US-Regierung scheint seit Monaten sehr darum bemüht zu sein, bis zur Wahl keines der vielen gravierenden ungelösten und neuen Probleme (z.B. Libor-Skandal/Rolle der Fed und Geithners) aufbrechen und an die Oberfläche kommen zu lassen. Das Problem ist, dass die Oberfläche in den USA ob der vor sich hin blühenden vielfältigen Probleme bereits munter Blasen wirft. Deswegen wirken alle Bemühungen von Obama, Bernanke und Konsorten, so zu tun als hätten sie alles im Griff und alles sei noch immer grünen Bereich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, zunehmend auf eine ihre weltweite Autorität untergrabende Weise schräg.

Gerade auch China, das sich seit Monaten einen nur mühsam kaschierten Wirtschafts- und Währungskrieg mit den USA liefert, weiß um die Schwäche von „Uncle Sam“ – und trägt selbst dazu bei wo es nur kann, obwohl das Land selbst zu kriseln begonnen hat und in der KP-Führung offensichtlich seit Monaten ein heftiger Machtkampf um die Neubesetzung des Politbüros tobt. (6) Nicht zu übersehen sind auch die Spannungen zwischen den USA und Großbritannien wegen ihrer jeweiligen Global Player unter den Banken im Zuge aufgedeckter Skandale – Libor-Skandal (Barclays), Geldwäsche (HSBC) und verbotener Iran-Transaktionen (Standard Chartered). (7)

Kurzum: Es scheint also viel davon abzuhängen, was in den USA in den kommenden Wochen geschieht.

Doch die USA haben wie die Europäer – und zwar parteiübergreifend – keine klare und überzeugende Vorstellung davon, wie die Krise überwunden werden kann. Bedenkt man zudem, dass der republikanische Kandidat Mitt Romney angesichts der bestehenden und, realistisch betrachtet, wieder zu erwartenden politischen Pattsituation ebenso wenig wie Obama ausreichend Kraft und Macht haben dürfte, um eine echte Wende in den USA zu bewirken, dann ist es – zumindest mit Blick auf die Krisenbewältigung – eigentlich nicht ausschlaggebend wer die Wahl letztlich gewinnt. Und gleich nach der Wahl steuert die US-Titanic auf das „fiscal cliff“ zu, das heißt auf automatische Etatkürzungen und Steueranhebungen ab Anfang 2013 für den Fall, dass sich die Abgeordneten und Senatoren beider Parteien zuvor nicht doch noch auf ein Sparprogramm einigen können.

Was also entscheidet sich mit der US-Wahl?

Vielleicht ist es die simple Frage, ob und inwieweit die mühsam aufrechterhaltene Fassade der USA als global führender Wirtschaftsmacht nach der Wahl noch Bestand haben wird?

von Stefan L. Eichner
Kontakt: eichner@web.de

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37 KommentareKommentieren

  • Roland - 25. September 2012

    Hallo Stefan,
    Der Aufbau Obamas war der größte Image-Coup und die erfolgreichste Wählertäuschung der herrschenden Klasse der USA der letzten Jahrzehnte überhaupt.
    Nachdem klar war, dass die Vertreter der texanischen Öl-Interessen, Bush und Cheney, die Republikaner unbeliebt gemacht hatten und die Wechselstimmung in den USA übermächtig war, haben zwei berüchtigte Strategen Obama aus dem “Hut gezaubert”.
    Brzezinski und Kissinger haben Obama der Wallstreet vorgestellt – und dann lief die Wahlmaschine an. Der erste Schwarze und angebliche Sozialarbeiter – die Image-Täuschung war perfekt. Wer die Geschichte Obamas und seine “dirty tricks” in Chicago kannte, wusste, dass er ein rücksichtsloser, harter Bursche war und ist und musste Schlimmes befürchten.
    Und so kam es auch: Er übertraf Bush als Drohnen-Krieger um das 10-fache. Jeden einzelnen Drohnen-Mord zeichnet er persönlich ab. Zivile Opfer, Achselzucken.
    Sind das Kriegsverbrechen ? Ja.
    Gehört er dafür nach Den Haag ? Ja.

    • klaus - 25. September 2012

      @Roland.
      “Er übertraf Bush als Drohnen-Krieger um das 10-fache.”

      Richtig. Aber das war rein der Entwicklung der Technik gedankt.
      Firmen wie Renesas, Intel mit XSCALE- ARM-Prozessoren und
      viele andere Prozessorhersteller im Embedded-SoC Markt /
      Microcontroller/computerSystem on a Chip sind hier in einem Rüstungsmarkt
      in den letzten 5 Jahren in einem Tempo nach vorne geprescht,
      das die Drohnen nicht mehr mehr als ein Computerspiel
      für die F16-Falcon erscheinen lässt.
      Unter Bush wäre das noch heftiger ausgefallen.
      Und nein, Siemens ist hier ein ganz kleines Lichtchen.

      Hoffe etwas zur Aufklärung beigetragen zu haben.
      Bei der Wahl bin ich mit Ihnen d’Accord.

      Grüße klaus

      • Roland - 26. September 2012

        Moralischer Niedergang:

        Martin Luther King : ” I have a dream ”

        Obama : ” I have a drone “

        • klaus - 26. September 2012

          Sie haben sich mal gefragt, was eine “Spiele-Engine” für
          Computerspiele mit Drohnen-Krieg zu tun hat?

          Könnte es vielleicht die gleiche Technik sein?
          Die gleiche Forschung/Entwicklung?
          Sämtliche Action-Spiele jetzt verbieten?

          Grüße klaus

          • Roland - 26. September 2012

            Der durch die Baller-Spiele zu einem Großteil verblödeten Jugend ist nicht mehr zu helfen.
            Wir gehen wohl sehr gewalttätigen Zeiten entgegen.
            Bildung war früher.

    • Pessimist - 25. September 2012

      Bevor Obama in Den Haag auf der Anklagebank Platz nimmt, wird Richter Roland in Guantanamo so gefügig gemacht worden sein, dass er gemeinsam mit den Taliban die amerikanische Nationalhymne hoch und runter zwitschert.

  • Delta120 - 25. September 2012

    Mit der Präsidentschaftswahl in den USA wird die Neoliberale bzw. Tea Party Politik in den USA abgewählt werden.

    Obama wird gewinnen, aber die normalen Reps den Kongress. Die Frage der Arbeitsplätze wird daher in Focus treten, wenn es nicht doch noch zu einer Konfrontation mit dem Iran kommt. Der Außenhandelsüberschuss China-USA mit der unterbewerteten Währung wird zur Sprache kommen und eine Regulierungspolitik einleiteten.

    Aber entscheidend ist, dass alle Politiker die seit 2010 und jetzt gewählt worden und werden werden, Kinder der Krise sind und daher antreten im Bewustsein die Krise zu bewältigen. Dieses trifft für die USA ebenso zu wie für die Europäer.

    Der Focus wird politisch mehr auf die Unterschichten gelenkt werden in der Hoffnung, dass durch Verbesserung deren wirtschaftlichen Situation die Wirtschaft als ganzes wieder in Schwung kommt. Die Weltpolitik schwenkt hier allgemein gerade nach links. Die USA werden Ihre Krankenversicherung für jeden bekommen (denn auf die Arbeitsplätze will dann keiner mehr verzichten), Deutschland den mindesten Mindestlohn und in Europa wird das 3 Gestirn Hollande, Monti und Rajoy seinem Partnerland Deutschland, vermutlich finanziert über die EZB, Investionsprogramme abtrotzen (wobei hier eine kleine Verfassung und Parlament später zu erwarten http://www.boerse-go.de/nachricht/Eurozone-koennte-Haushalt-und-Parlament-bekommen,a2921599.html. Der Weg der Eurozone erscheint somit klarer, wenn innerhalb dieser Gemeinschaft klar ist, sich an die Regeln dieses Spieles nicht nur nach den Buchstaben sondern auch nach dem Geiste zu verhalten, wie es in der Frage der Steuerhinterziehung gerade erfolgreich exekutiert wurde http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2012/02/2012-02-08-PM04.html .

    Griechenland bleibt dabei weiterhin ein Sonderfall und sein Verbleib in der Eurozone ist durch die ständige Verschiebung des Troika Berichtes mehr als ungewiss.

  • savedmart - 25. September 2012

    Eine gute Ergänzung ist der folgende Link einer französischen Denkfabrik.
    http://www.leap2020.eu/GEAB-N-67-is-angekommen-Okt-2012-Die-Weltwirtschaft-wird-von-einem-Schwarzen-Loch-geschluckt-und-die-internationalen_a12220.html

    Ob die Zeitangabe (Oktober 2012) stimmt sei allerdings dahingestellt. Die Verzögerungsmöglichkeiten der Finanzelite sind noch nicht ausgeschöpft. Dann ist aber kein Halten mehr.

    • Roland - 25. September 2012

      @ savedmart

      Dieses esotherische Geschwafel aus Frankreich bezeichnen Sie als “Denkfabrik” ?
      Es fehlt nur noch der Hinweis, dass die Mayas alles “vorhergesagt” hätten.

      • savedmart - 25. September 2012

        Der Begriff “esotherisches Geschwafel” bedarf einer Begründung und von den Mayas halte ich überhaupt gar nichts, von Esotherik ganz zu schweigen. Ich habe auch nicht behauptet, dass ich alles teile, was dort (bei LEAP) geschrieben wird. Aber ein Denkanstoß ist es schon, denn dass die Anglo_Amerikaner von eigenen (Schulden-)Problemen ablenken wollen, das ist doch wohl offensichtlich.
        Übrigens gründet sich mein Weltbild auf Jesus Christus, ich bin also Christ.

        • Futur - 25. September 2012

          Richtig so! Keiner kann doch in der heutigen Zeit behaupten, die Zukunft zu kennen!
          Natürlich wollen die Amis von ihren Problemen ablenken. Mit denen sollten wir nicht gemeinsam untergehen!

          In dem Bericht steht ein wichtiger Satz:
          “Und dann müssen wir auch noch Europa erwähnen, denn die beschleunigte Integration Eurolands ist de facto eine Befreiung des europäischen Kontinents vom amerikanischen Einfluss”

          …das gilt dann auch für Deutschland!
          Deutschland besitzt kein Gold, keine Atomwaffen und ist nicht souverän.
          Das sieht bei den Franzosen ganz anders aus.

          Wenn wir also im Prinzip die Wahl haben, sollten wir heraus aus dem Machtbereich der skrupellosen US-Amerikaner, gemeinsam mit unserem Nachbarn, Frankreich, ein Vereintes Europa aufbauen.

          • Querschuss - 26. September 2012

            Hallo Futur,
            “…….gemeinsam mit unserem Nachbarn, Frankreich, ein Vereintes Europa aufbauen.” Momentan passiert wohl eher das Gegenteil, das vereinte Europa wird nachhaltig geschädigt und dies nicht unter der Fuchtel der Amis, sondern durch den selbst gewählten Austeritätskurs der verantwortlichen und handelnden Wirtschafts- und Finanzpolitiker Europas.

  • klaus - 25. September 2012

    Kommt die US-Wahl am 6 November zu spät
    mit der Freigabe von 230 Mrd U$ für die Firewall?

    Die Spekulation über den Euro-Austritt Deutschland
    bekommt jetzt auch im Ausland Wind.

    http://www.zerohedge.com/news/2012-09-25/guest-post-why-germany-going-exit-eurozone

    Begründung – Deutsche Politik steht still
    – Verfassungsgericht / Grundgesetz machen dicht
    – Und die Wahl ( die Angst vor der erneuten Gr. Koalition )
    – Hartz für den geschundenen Mittelstand,
    der über Gebäudedämmung ,Abgabenerhöhungen
    und Nickliches je nach Gemeinde ins Hintertreffen geraten.
    Viele Familienbetriebe stehen ja auf der Grenzbetriebslinie.

    und nicht zuletzt der Besuch von Euro-Geldeintreiber Draghi.

    Da kommt wohl noch ne Nicklichkeit zur EU-Rettung zwischen
    dem langen 3.Oktober-Wochenende und dem 10 November.

    Bis dahin gehts mit Ulbricht-Sprüchen weiter –

    Es habe niemand die Absicht,….

    Wetten das doch?

    Nehme mal an, das Sichteinlagenprüfung Anfang Oktober
    den Rest zeigt.

    😉

  • klaus - 25. September 2012

    Etwas mehr Off-Topic

    Mag jemand Conspirations-Theorie?

    http://www.zerohedge.com/contributed/2012-09-25/world-conspiracy-20-new-and-improved

    Die grafische Aufbereitung ist super.
    Nur die deutsche Bild-Zeitung ist nicht drauf.
    Hab Sie nicht gefunden. Sind die in der Amateurklasse?

    😉

    P.S. Bitte nicht pöse sein, aber ich dachte das ein bischen Conspiration
    vielleicht gar nicht so abwegig in der Lösungsfindung ist.
    Creativität ist hier nicht unbedingt unwichtig in unserer Krisenproblematik.

  • klaus - 25. September 2012

    Hier ein weiter entscheidender Faktor.

    OECD Prof. Gurria und Monti meinen
    Italien und Spanien haben Ihre Hausaufgaben gemacht
    und sollten die Bitte um Europäische Finanzhilfen nicht scheuen.

    http://online.wsj.com/article/SB10000872396390444813104578016210312371632.html?mod=googlenews_wsj

    Ich glaube in unseren Nachrichten wird einiges
    aus Panik-Vermeidung einfach mal weggelassen.

    Tja, sieht so aus, als ob die Hebelung auf 2 Bio wohl
    vielleicht noch 2012 bevorsteht.

    Just my 2cents.

  • JL - 25. September 2012

    Sehr geehrter Stefan L. Eichner

    In diesem Wahlkampf geht es hoch her.

    Die Republikaner unter Romney würden am liebsten Ausgaben kürzen, außer beim Militär. Dazu Steuern erhöhen, außer bei der Wirtschaft (nur noch territoriale Besteuerung und keine weltweite Besteuerung) und bei der Körperschaftssteuer. Traditionell haben aber deren Präsidenten auch nur Schulden aufbauen können.
    Obama würde am liebsten alles so lassen wie es ist und weitere Schulden aufnehmen, bis sich die gesamtwirtschaftliche Lage gebessert hat.

    Dabei ist es fast schon egal was diese zwei Parteien so alles im Wahlkampf ankündigen. Im schlimmsten Fall bekommt der Sieger den Friedensnobelpreis- oder demnächst einen Oscar als bester Darsteller- überreicht.

    Tatsächlich hat sich die Schuldenspirale der USA seit dem Zusammenbruch des Ostblocks dramatisch beschleunigt. Parallel hierzu wurden ganze Industriezweige auf Grund der neu entstandenen globalen Marktstrukturen ausgelagert.
    Vor diesem Hintergrund finden also diese Wahlen statt. Erschwerend kommt nicht nur eine sich abkühlende Weltwirtschaft, ein nachlassendes Investmentbanking, erhebliche Verschuldungen einzelner US- Bundesstaten aber auch die enorme Verschuldung von Bürgern und Städten/ Gemeinden (Muni- Bonds) hinzu.

    Und dann auch noch diese „fiskalische Klippe“. Hier werden zeitlich begrenzte Steuersenkungen aus der Bush- Ära und jährliche 100 US$ an Einsparungen (für 10 Jahre) schlagend. Letztlich stehen somit einer bereits schwachen US- Wirtschaft noch weniger national konsumierbare Finanzmittel zur Verfügung.

    Hierzu schrieben Sie: „Angesichts der Unsicherheit der europäischen Finanzen und Chinas Verlangsamung ist eine stagnierende oder schrumpfende US-Wirtschaft das letzte, was die Weltwirtschaft braucht. Um das zu verhindern, wird es allerdings der starken Führungskraft des designierten Präsidenten bedürfen.“
    Nun, wenn Helikopter- Ben es mit Billionen an US$ nicht geschafft hat die (System)Krise zu meistern wird ein- auch starker- Präsident das Schiff “USA“ wohl auch nicht mehr wenden können, dafür ist der Eisberg schon zu nah.

    Gottes Chefbanker von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, sieht es wohl ähnlich. http://www.moneynews.com/StreetTalk/blankfein-fiscal-cliff-cliff-congress/2012/09/24/id/457383

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • JL - 25. September 2012

    Nachtrag:

    es sind natürlich 100 Mrd US$ und nicht 100 US$

    JL

    • SLE - 25. September 2012

      Hallo JL,

      die geldpolitsche Linie der Republikaner kann einen ebenfalls nur erschrecken, fällt aber erwartungsgemäß aus:

      http://www.handelsblatt.com/politik/international/john-taylor-die-fed-wird-aussteigen-muessen/7141898.html

      Grüße
      SLE

      • JL - 25. September 2012

        Hallo SLE,

        Dies ahnend vermutet John Williams, seines Zeichens Präsident der San Francisco FED, schon mal vorab QE4 im nächsten Jahr.

        Wenn ein Junkie die übernächste Spritze bereits aufzieht bevor er sich einen „Schuß“ gegeben hat steht es im allgemeinem nicht gut aus für den Junkie.

        Siehe: http://www.moneynews.com/StreetTalk/fed-williams-qe3-economy/2012/09/24/id/457388

        Mit freundlichen Grüßen

        JL

        • SLE - 26. September 2012

          Hallo JL,

          damit haben Se natürlich Recht. Gerade gestern hat aber andererseits Charles Plosser, Chef der Philadelphia Fed die Kurse an der Wall Street einknicken lassen, indem er knochentrocken feststellte, dass QE3 wahrscheinlich gar keinen die Wirtschaft ankurbelnden und auch keinen positiven beschäftigungs-Effekt haben werde.

          http://www.bloomberg.com/news/2012-09-25/u-s-stock-futures-little-changed-before-sentiment-report.html

          Ich kann mich irren, aber nach meiner Erinnerung war, als ich den Artikel gestern Abend las, das Statement um eine erklärenden Satz ergänzt gewesen , dass nämlich bisherige Analysen genau der Phili-Fed genau darauf hindeuteten.

          Wie auch immer, der Kurs Bernankes ist und bleibt in den USA höchst umstritten.

          Grüße
          SLE

  • Futur - 26. September 2012

    Hallo Querschuss,

    es gibt doch momentan nur die Wahl zwischen dem Austeritätskurs & Draghis Geldmaschine, oder? Deutschland darf anscheinend nur in einem Vereinten Europa souverän werden, dies sagte jedenfalls Schäuble:
    http://www.youtube.com/watch?v=iKd4lpNR3os&feature=youtube_gdata_player

    Und wenn die Menschen die Wahl hatten, haben sie sich immer für die Freiheit entschieden.
    Ich will jedenfalls lieber in einem Vereinten Europa souverän sein, als in diesem dubiosen unsouveränen, durch die USA gesteuerten Staat, den gemeinsamen Untergang mitzuerleben.

    Dann könnte die EU auch eine komfortable Position zwischen den USA und den BRICS-Staaten einnehmen.

    Schöne Grüße
    Futur

    • Querschuss - 26. September 2012

      Hallo Futur,
      “Ich will jedenfalls lieber in einem Vereinten Europa souverän sein” …. ich glaube nicht das diesem Wunsch viele der zur Zeit protestierenden Portugiesen, Spanier und Griechen entsprechen, die haben andere Probleme! Die aktuelle Politik stärkt die Fliehkräfte in der Eurozone und nicht ein Vereintes Europa. Ein Vereintes Europa in der Rezssion/Depression mit in Teilen verarmten Wirtschaftsräumen wird wohl kaum Anziehungskraft ausstrahlen.

    • klaus - 26. September 2012

      @Futur

      Es gibt NUR diesen Kurs meines Erachtens.

      Man kann nur Gleichheit schaffen, in dem man das zuviel Geld
      im unteren Lohnsegment abschöpft in ganz Europa.
      Und genaudas passiert.

      Armut wird einfach gleichmäßig verteilt.

      Ob das jetzt dazu führt den US die angeblichen 4BIO wiederzugeben
      oder ob es zum Aufrechterhalt des in die BRICS geflossenen Geldes
      dient, weiß keiner.

      Dennoch krankt die gesamte Eurozone am Geldexport.
      Oder nenn es für Deutschland Target2 bzw. den Resttopf vom EFSF(ELA).
      Das ist doch bereits fast die Billion.

      Untergang ist schön, aber nicht, wenn jemand sich krampfhaftest
      an den Euro hält und nicht zur Mark zurückkehrt.
      Dann geht er mit dem Euro unter.
      Das Target-Geld ist wohl weg.

      Es dreht sich nur darum, ob der Steuerzahler es abschreiben muß
      oder unsere Top-Investoren.

      Es ist wohl eher die Angst vor der Schockwirkung auf die Leute.
      Das Mauerfall-Szenario ließ die Leute ja auch einfach aus
      dem Osten stürmen. Ohne nach Verpflichtungen zu sehen.

      Tja, das ist das Problem der Banken.

      Schon jetzt ist der Mindestlohn ein Problem.
      Bricht der Euro, bricht auch die Lohnstruktur.
      Dann müssen Pädagogen und junge Politstars
      wie Mißfelder,… mal zeigen was sie können.
      Da fragt keiner mehr nach 30 Jahren politischer Laufbahn.

      Die haben dann auch nur Kopf und 2 Hände.

      Das wird das Paradies.
      Endlich wird wieder Geld verteilt für sichtbaren Output.
      Techniker und Ingenieur werden mehr verdienen als ein
      halbes Dutzend Politiker. Und alles wird gut.

      Grüße klaus

    • JL - 26. September 2012

      Hallo Futur,
      Ihre Aussage „Ich will jedenfalls lieber in einem Vereinten Europa souverän sein, als in diesem dubiosen unsouveränen, durch die USA gesteuerten Staat, den gemeinsamen Untergang mitzuerleben.“ ist in sich Sinnwidrig.

      Ein vereinigtes Europa hätte eine Zentralregierung zur Folge.
      1. Diese „EU- Möchtegernregierung“ sitzt schon heute in Brüssel, ist aber nicht gewählt oder Wählbar, die „Helden“ dort werden berufen.
      2. Jeder Nationalstaat müßte an diese Zentralregierung notwendiger Weise nationale Rechte abtreten (z. B. Finanzpolitik, Steuerpolitik, Wirtschaftspolitik, Außenpolitik u. s. w.)

      Ergo würden Sie sich absolutistischen Machtstrukturen ausliefern unter gleichzeitiger Aufgabe Ihrer Souveränität.
      Ihre Überlegungen sind somit aposteriorischer Natur und entsprechend abzulehnen.

      Mit freundlichen Grüßen

      JL

      • Futur - 26. September 2012

        Hallo JL,

        darf ich Ihre Aussage dann so verstehen, dass Sie weiterhin die fehlende Souveränität akzeptieren?
        Deutschland wäre dann für immer und ewig den Siegermächten ausgeliefert. Warum ist denn Schäuble damals angeschossen worden? War er nicht ein bisschen vorlaut. Wem gehört denn das Land, auf den die us-amerikanischen Truppen stationiert sind? Richtig nicht Deutschland.
        Wer ist denn nach Seehofers Meinung mächtig:

        Deutschland hat kein Gold, keinen Friedensvertrag, keine Verfassung, Reparationszahlungen für den 2. Weltkrieg sind auch noch nicht bezahlt, usw…

        Natürlich müssten Nationalstaatliche Rechte an eine Zentralregierung abgegeben werden, eventuell geht es momentan zu schnell und zu weit, die Aufgaben sind halt so groß.

        Viele Grüße
        Futur

        • JL - 26. September 2012

          Hallo Futur,

          Es bringt doch schon rein gedanklich nichts einen lahmenden Hengst gegen eine lahmende Stute einzutauschen. Das Pferd bleibt lahm. Man kann also nicht erwarten, daß die eine oder andere „Schindmähre“ den verfahrenen „Karren“- auch nur Ansatzweise- aus dem Dreck ziehen könnte.

          Um diesen Disput abzukürzen empfehle z. B. ich auch einen Blick auf die Siegermacht Frankreich.

          Charles de Gaulle wollte 1968 die französischen Dollarreserven in den USA nicht nur in Gold gewandelt, sondern auch nach Frankreich überführt wissen. Ihnen ist sicher bekannt, damals gab es die Goldwertbindung des US$ entsprechend dem Bretton-Wood-System.

          Im August 1971 trat Nixon vor die Kameras und verkündete das Ende der feste Bindung des Dollar an Gold. Dieser US- präsidiale monetäre “Stinkefinger” gegenüber den Franzosen ist auch als “Nixon Schock” bekannt.
          Und was tat die Siegermacht Frankreich? Es schaute „dumm aus der Wäsche“ und bekam sein Geld in Form von Gold trotzdem nicht.

          Sie dürfen also selbst entscheiden ob- hier beispielhaft Frankreich aufgeführt- Europa oder auch andere Regionen in der westlichen Hemisphäre für sich betrachtet Souverän sind.
          Meiner Meinung nach nicht.

          Das „Blut“ der weltweiten Wirtschafts- und Kapitalströme ist grün und nennt sich US- Dollar. Und da bekanntlich „Geld die Welt regiert“ regiert im logischem Umkehrschluß also das Land die Welt das US- Dollar drucken kann, so einfach ist das.

          Mit freundlichen Grüßen

          JL

          • Futur - 26. September 2012

            Hallo JL,

            das Blut der Kapitalströme ist noch grün! Da es aber immer mehr verdünnt wird, stockt das Herz immer mehr und steht kurz vor dem Infarkt. Weil der letzte Herzinfarkt hatte 2008 fast zum Tod geführt hatte, und nur durch massive Transfusionen aufgefangen werden konnte, wird der Kreislauf nach und nach mit frischem roten Blut versorgt. Denn die BRICS-Staaten haben keine Lust mehr, die stetige Geldmaschinerie der Fed indirekt zu finanzieren:
            http://www.owc.de/2012/03/30/brics-laender-beschliessen-handel-in-nationalwaehrungen/

            Ich glaube, die Definition für Souveränität ist sehr umstritten. Im Euroraum ist kein Land mehr souverän. Bleibt die Frage, ob Brüssel selbst souverän ist. Ist die EZB souverän?
            Die Governeure sollen doch die 17 Finanzminister sein. Also, ist es möglich alle 17 Finanzminister zu bestechen?

            Nach Kenntnis des Vorgangs Geldschöpfung würde ich sagen: Nicht das Geld, sondern die Macht, die den Zugang zu den wichtigsten Rohstoffen regelt, regiert die Welt. Die Oligarchen sind aber gleich geblieben. Welch ein Zufall!

            Grüße
            Futur

  • Futur - 26. September 2012

    Hallo Steffen, hallo Klaus,

    ich interessiere mich nur für die Wirklichkeit und da sind die Fakten interessant. Fakt für Deutschland ist die fehlende Souveränität mit allen Konsequenzen. Daraus resultiert auch die Unmöglichkeit aus dem Euro auszusteigen. Der Euro war kein Wunschprogramm der Wirtschaft, sondern stellte immer ein Mittel dar, Deutschland in Europa einzubinden:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/historischer-deal-mitterrand-forderte-euro-als-gegenleistung-fuer-die-einheit-a-719608.html

    Wenn ich etwas erkläre, dann hat dies nicht mit meinen Wunschvorstellungen zu tun, sondern nur mit den Fakten. Wenn die führenden Politiker ihre Entscheidungen treffen, dann müssen sie sich an enge Vorgaben halten: Das Ganze nennt sich dann Realpolitik.

    Wo sind denn die Ökonomen, die bereit sind, sich für ihr Volk in die Bresche zu schlagen? Meines Wissens ist der Wirtschaftsminister ein Arzt. Jawohl, es macht einen riesen Unterschied, irgendwelche ökonomischen Grundsätze einzufordern, oder selbst in der politischen Auseinandersetzung zu stehen. Und, lieber Klaus, es ist sehr sinnvoll diese Politiker finanziell abzusichern sonst würde direkt die Korruption gefördert.

    Der Niedergang der Peripherie ist leider zum großen Teil von der falschen Mainstream-Ökonomie der Neoliberalen hier in D verursacht worden:

    Trotz allem werden diese Länder viel lieber in dem Euro verbleiben, als sich dem Risiko einer
    Nationalen Währung auszusetzen, um dann in einem Dritte-Welt-Status zu enden.

    Viele Grüße
    Futur

  • Wolfgang Waldner - 26. September 2012

    Eine Kritik hätte ich, dass nicht immer behauptet wird, “dass die expansive Geldpolitik der Fed keines der Probleme löst”. Denn ohne diese expansive Geldpolitik befänden wir uns in einer deflationären Depression wie 1929-33.

    Das eigentliche Problem ist natürlich die falsche Einkommensverteilung. Die breite Bevölkerung verarmt und kann sich die Güter nicht mehr leisten, die sie selber laufend produziert, während die Reichen ihr überschüssiges Geld nicht mehr sinnvoll zu verwenden wissen.

    Man nehme das Geld der Reichen und gebe es den Armen, den Arbeitern und Rentnern und den Kindern für Schule und Studium und schon läuft die Ökonomie mit Wachstum, Wohlstand, Vollbeschäftigung und sozialer Sicherheit.

    Der Neoliberalismus mit seiner geldpolitischen Verursachung von Massenarbeitslosigkeit zum Zweck der Lohnsenkung und des Sozialabbaus und der Umverteilung von Arm nach Reich hat uns das eingebrockt. Davon profitiert nur eine winzige Minderheit und 99% haben den Schaden mit wesentlich schechteren Lebensverhältnissen.

    Da sollte sich die Mehrheit doch durchsetzen können und ein System überwinden, in dem nicht der Wille der Mehrheit, sondern das Kapital und Geld einer Minderheit die Politik kontrolliert.

  • SLE - 26. September 2012

    Hallo Wolfgang Waldner,

    hat die expansive Geldpolitik die Gefahr des Abgleitens in eine Deflation wirklich aufgelöst?

    Ben Bernanke war – aufgrund seiner Forschung zur Weltwirtschaftskrise in den 30ern – zwar davon überzeugt, dass damit das Problem gelöst würde. Ich denke jedoch die Gefahr besteht nach wie vor, sie ist sogar wieder größer geworden. Denn die expansive Geldpolitik adressiert die zugrunde liegenden Probleme nicht, die sich, aus der Entwicklung, zunehmenden Konzentration und Verkrustung der Märkte sowie der dadurch bedingten Einkommens- und Vermögenskonzentration ergibt.

    siehe dazu:

    Einkommens- und Vermögenskonzentration – Teil 6: Das brüchige Fundament – Neuordnung des Erklärungszusammenhangs der Krise und Implikationen

    einschließlich meiner ergänzenden Kommentare weiter unten in der zugehörigen Diskussion.

    Viele Grüße
    SLE

  • Futur - 26. September 2012

    Hallo Herr Waldner,

    Sie haben eine sehr interessante Homepage.
    Da Sie Experte für Karl Marx sind, frage ich Sie wirklich völlig wertungsfrei, aus rein wissenschaftlichen Interesse:
    Die Theorien von Marx sind in erster Linie doch ökonomische, in zweiter Linie politische Ideen.

    Mit einer philosophischen Beweisführung, das, was einen philosophischen Text ausmacht, haben die Werke von Marx nichts aber auch gar nichts zu tun.

    Es gibt extrem viel Standardwissen, das nur dazu dient, die Menschen in die Irre zu leiten.
    Was meinen Sie?

    Viele Grüße
    Futur

  • HaJoWei - 26. September 2012

    Liebe Finanzspezies,
    finde Querschüsse und dessen Kommentare immer wieder fantastisch!
    Habe eine Frage an Euch, die nur bedingt mit diesem Artikel zu tun hat.

    Habe auf einem Blog gelesen, dass China ab dem 06.09.2012 offiziell seine Währung als parallele Haupterdölwährung angeboten hat und mit Russland am 7.09.2012 ein Handelsabkommen über Erdöllieferungen abgeschlossen haben soll.
    Da diese Information nur auf Blogs bekannt gemacht wurden (habe ca. 1 Stunde im Netzt gesucht und keine offiziellen Nachrichten darüber gefunden), denen ich sehr skeptisch gegenüber stehe, würde ich mich auf eine Antwort, zu diesem Sachverhalt, von euch sehr freuen.
    Habe auch bei Marktorakel nachgefragt.

    Sollte sich dies aber als Wahrheit entpuppen, würde ich wenigstens die Scharmützel um China herum besser verstehen und als Ergänzung zu diesem Artikel sehen!

    Viele liebe Grüße aus Berlin

    HaJoWei

  • klaus - 26. September 2012

    @ Wolfgang Waldner

    Hallo,
    – Deflationsverhinderung ? Wirklich?

    Wohl eher ein Verzögern, die ein komplettes Immo-Shreddern
    nach sich zieht.
    Genauso wie die Eurozone.

    Die Leute müssen sich hüten, wenn die Immo-Darlehen
    plötzlich durch die Wertverluste der Immos nach oben schnellen.

    Das sprengt meist die knappe Kalkulation des Immobilienerwerbs.

    Die Folge sind verkaufte Darlehen, die von Bank zu Bank bis
    zur HypoReal geschleust werden.

    Kommt mittlerweile sogar im Fernsehen.

    Vorsicht vor knappen Immo-Krediten.

    Die 50 Prozent Sicherheit sind meist nur noch 25 Prozent.

    Nur mal so zum Nachsehen.

    Ohweh, das schlägt dann später in Inflation um.
    Lassen Sie sich doch mal dazu von Prof. Sinn aufklären.

    Da ist locker 1/3 Deutschland betroffen, – reine Vermutung.

    Dennoch das Risiko wird nicht weniger,
    wenn da was in Bewegung kommt.

    Achso, in den 30er Jahren war in Amerika der Goldbesitz
    illegal.

    Wenn dann kommt es dick.

    Und die Nervenanspannung in der EU steigt heftigst.
    Überproportinal zu den Rettungsaktionen.

    Vielleicht wäre die Rückkehr zur DM doch das Sinnvollste.
    Bald ist auch dieser Moment vorbei.

    🙁

  • Futur - 26. September 2012

    Hallo Herr Waldner,

    gut, Marx war kein Ökononom, aber ein Philosoph war er auch nicht!

    Vielleicht hat er nur einen Science-Fiction Roman geschrieben, der dummerweise ernst genommen wurde. Oder politische Propaganda, wie Sie es beschreiben.

    Ich habe die Bücher nicht gelesen, aber einen interessanten Aspekt glaube ich sicher: Marx wäre niemals so verbreitet worden, wenn er nicht gleichzeitig auch das Kommunistische Manifest, also die 30 Seiten lange Broschüre, geschrieben hätte – er war ein frühes Marketing-Genie!

    Das zeigt aber auch das Problem, dass etwas kompliziertere Themen kaum der Masse zu vermitteln sind, wie ja schon die Kenntnisse über unser Geldsystem beweisen.

    Grüße
    Futur