EZB

Konsequenzen der europäischen Krisenpolitik: Aufstieg oder Zerfall der Europäischen Union?

von am 6. Dezember 2015

Ist die Europäische Union mit ihrer Krisenpolitik auf dem richtigen Weg?

Glaubt man führenden Politikern, dann ist das der Fall. Die Fakten und eine Reihe von Veränderungen und vor allem immer wieder auftretende sowie anhaltende Streitigkeiten über den krisenpolitischen Kurs strafen sie indes Lügen. Das wirft eine wichtig Frage auf: Was macht diese Krisenpolitik eigentlich aus der Europäischen Union? Oder anders ausgedrückt: Fördert oder schadet sie unter dem Strich der EU in der mittel- und langfristigen Betrachtung?

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Krisenlabor Europa: Ist Alexis Tsipras der Ludwig Erhard Griechenlands?

von am 28. Januar 2015

Alexis Tsipras ist neuer Ministerpräsident Griechenlands. Er startete in jungen Jahren politisch als Kommunist, ist seit Jahren Chef des Linksbündnisses Syriza, das uns seit dem Überraschungserfolg bei den Parlamentswahlen im Mai 2012 in den Medien als linksradikal vermittelt wird. Kann dieser Mann überhaupt irgendetwas mit der deutschen Ikone der Nachkriegszeit, dem Architekten des deutschen Wirtschaftswunders, gemein haben? [mehr…]

Update 2 zur Neuwahl in Griechenland: Linksbündnis Syriza steht vor sicherem Wahlsieg

von am 23. Januar 2015

Fünf von sieben am 22. und 23. Januar veröffentlichte Umfragen prognostizieren, dass das Linksbündnis Syriza von Alexis Tsipras die Parlamentswahlen am kommenden Sonntag mit einem Vorsprung von mindestens fünf Prozentpunkten vor der konservativen Nea Dimokratia von Noch-Premier Antonis Samaras gewinnen wird. Die übrigen beiden sehen einen Vorsprung von 4,8 beziehungsweise 2,2 Prozentpunkten. [mehr…]

Das Finanzmarktmikado der Notenbanken

von am 23. Januar 2015

Als Ben Bernanke im Juni 2013 erstmals erklärte, dass die Federal Reserve ihre monatlichen Anleihenkäufe (Quantitative Easing (QE)) Mitte 2014 zurückzufahren beginnen könnte, hatten die Märkte höchst verschreckt reagiert. (1) Und jedes Mal, wenn etwa die Federal Reserve oder die Bank of England jetzt andeuten, die geldpolitische Wende hin zu höheren Zinsen doch noch etwas länger hinauszuschieben beflügelt das die Börsen. Den gleichen Effekt erreichen die Bank of Japan und die EZB, wenn sie ihre Geldpolitik noch etwas weiter lockern, die Schleusen des billigen Geldes noch etwas weiter öffnen. [mehr…]

Berlins Einladung an Euro-Spekulanten: „Euro-Austritt Griechenlands ist kein Problem“

von am 4. Januar 2015

Seit gestern wird es immer wieder in allen Nachrichten berichtet:

Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble halten den Ausstieg Griechenlands aus dem Euro für nahezu unausweichlich, sollte die linksgerichtete Syriza Ende Januar an die Regierung gewählt werden und wie angekündigt die Austeritätspolitik beenden. Für die Währungsunion wäre das nach ihrer Auffassung verkraftbar. (1) [mehr…]

Ist die dritte Weltwirtschaftskrise noch abzuwenden?

von am 28. Oktober 2014

Die Ergebnisse des EZB-Stresstests für die führenden europäischen 130 Kreditinstitute haben an den Börsen keine starken Reaktionen ausgelöst. Genauer gesagt hat die Tatsache, dass 25 Institute durchgefallen sind und ihr Eigenkapital aufstocken müssen und weitere 30 Banken den Test nur knapp bestanden haben, die Märkte nicht wirklich bewegt, abgesehen von Aktien einzelner betroffener, insbesondere auch italienischer Banken. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Test an den Märkten durchgegangen ist und auch nicht als zu lasch bewertet wird. [mehr…]

Nach historischem EZB-Entscheid – die Uhr tickt wieder für Mario Draghi

von am 6. Juni 2014

Sie tickte schon einmal für ihn, nämlich in der Hochphase der Euro-Krise im Sommer 2012. Damals hatte der EZB-Präsident angekündigt, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen von europäischen Krisenländern aufzukaufen und alles zu tun, um den Euro zu retten und, so hatte er selbstbewusst ergänzt, glauben Sie mir, es wird genug sein.

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EZB und EU vor Richtungsentscheid: Sparen, stimulieren, lockern – ein krisenpolitischer Eiertanz

von am 3. Juni 2014

Italien und Frankreich fordern ein geringeres Tempo bei der Haushaltskonsolidierung und vor allem Maßnahmen zur konjunkturellen Belebung. Spanien hat bereits ein milliardenschweres Konjunkturprogramm angekündigt. (1)

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Bekämpft die EZB echte Deflationsgefahren oder echte Erfolge der Manipulationsbekämpfung?

von am 11. November 2013

In den USA sinkt die Inflationsrate und die Fed vertagt ein ums andere Mal die vor Monaten angekündigte Straffung ihres ultralockeren geldpolitischen Kurses. In Europa geht die Inflation ebenfalls zurück und aus Sorge vor Deflation hat die EZB jetzt ihre Geldpolitik weiter gelockert, indem sie den Leitzins auf 0,25 Prozent senkte. Japans Notenbanker sind besorgt, die Inflation könnte trotz ultralockerer Geldpolitik nicht stark genug steigen und sinnieren über eine weitere Lockerung.

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Spanien macht „bedeutende Fortschritte“ oder: Mario Draghi und das „Pippilotta-Prinzip“

von am 5. Oktober 2012

„2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ....“

Wer kennt sie nicht, diese Textzeile aus dem Lied von Pippi Langstrumpf, der Kinderroman-Figur Astrid Lindgrens?

Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank hat gestern bewiesen, dass er das Lied nicht nur kennt, sondern es auch in der Praxis anzuwenden weiß. Anders ist es nicht zu erklären, dass er nach der EZB-Ratssitzung in Ljubljana gegenüber der Presse und den Medien Spaniens Reformkurs lobte und der Regierung Mariano Rajoys bescheinigte, es seien „bedeutende Fortschritte gemacht“ worden. (1)

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