Italien

Willkommen in Weimar: Italiens „einzig mögliche Regierung“ ist eine Art Präsidialregierung

von am 28. April 2013

Was geschieht wenn das gesamte politische Establishment eines Landes beim Krisenmanagement versagt und das Vertrauen in der Bevölkerung verspielt hat?

Demokratische Wahlen erbringen keine regierungsfähigen Mehrheiten mehr und die etablierten Parteien sind unfähig, sich auf eine gemeinsame Politik zu verständigen.

Das ist in Italien der Fall – so wie es seinerzeit auch in der Weimarer Republik der Fall war.

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Italienisches Präsidentschaftskandidaten-Roulette

von am 19. April 2013

Am 15. Mai endet die Amtszeit des 87-jährigen Giorgio Napolitano als Italiens Staatspräsident. Die Regierungsbildung steckt in der Sackgasse und auch hinsichtlich der Frage, wer neuer Staatspräsident werden soll, herrscht Uneinigkeit. Das Parlament auflösen und Neuwahlen ansetzen kann Napolitano nicht mehr. Dies kann nur der neue Staatspräsident tun. Doch der muss erst noch bestimmt werden und das scheint ein Problem zu sein.

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Europa ist kein Unterseeboot: Was Xi Jinping und Franziskus sehen, aber die Euro-Retter nicht

von am 15. März 2013

In China hat der neue Staatspräsident Xi Jinping der Kommunistischen Partei und sich selbst Bescheidenheit und Sparsamkeit verordnet und den Kampf gegen Korruption und hemmungslose Bereicherung der Parteielite, bei gleichzeitig immer drückenderer Armut im Großteil der chinesischen Bevölkerung, zu seiner Hauptaufgabe gemacht.

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Der Tag danach – Lehren aus der Parlamentswahl in Italien

von am 26. Februar 2013

Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq Composite schlossen gestern mit einem Minus von 1,4-1,8 Prozentpunkten. Der Nikkei zog heute Morgen mit einem Minus von 2,26 Prozentpunkten nach. Die Freude der Investoren über die zu erwartende Nominierung von Haruhiko Kuroda, gegenwärtig noch Chef der Asiatischen Entwicklungsbank und Freund lockerer Geldpolitik, die die Indizes in Tokio am Vortag beflügelt hatte, war heute Morgen restlos verflogen. Auch der Dax startete tief im Minus – und hält sich dort.

Der Grund dafür ist der Ausgang der Parlamentswahl in Italien.

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Europäische Schuldenkrise: Die Stunde der „Technokraten“

von am 10. November 2011

Seit heute ist es klar. Der ehemalige Vize-Präsident der Europäischen Zentralbank und Ökonom Lucas Papademos (64), der in den USA studierte, promovierte und lehrte (1) (2), wird neuer griechischer Ministerpräsident in der Übergangsregierung. Aktuell verdichten sich darüber hinaus offenbar die Informationen, dass auch in Italien ein bewährter und unabhängiger Wirtschaftsfachmann Berlusconi im Amt des italienischen Ministerpräsidenten beerben könnte: Mario Monti (68), der Wirtschaftswissenschaften in Mailand und Yale studierte und lehrte und Rektor der Bocconi-Universität in Mailand war, bevor er zur Europäischen Kommission wechselte, wo er zunächst Binnenmarkt- und anschließend Wettbewerbskommissar war. (3)

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