Quantitative Easing

Das Finanzmarktmikado der Notenbanken

von am 23. Januar 2015

Als Ben Bernanke im Juni 2013 erstmals erklärte, dass die Federal Reserve ihre monatlichen Anleihenkäufe (Quantitative Easing (QE)) Mitte 2014 zurückzufahren beginnen könnte, hatten die Märkte höchst verschreckt reagiert. (1) Und jedes Mal, wenn etwa die Federal Reserve oder die Bank of England jetzt andeuten, die geldpolitische Wende hin zu höheren Zinsen doch noch etwas länger hinauszuschieben beflügelt das die Börsen. Den gleichen Effekt erreichen die Bank of Japan und die EZB, wenn sie ihre Geldpolitik noch etwas weiter lockern, die Schleusen des billigen Geldes noch etwas weiter öffnen. [mehr…]

Trouble ahead: Ben Bernanke erklärt Quantitative Easing zum Auslaufmodell

von am 21. Juni 2013

Der historische Satz kam am Mittwoch nicht von Präsident Barack Obama bei seiner Rede in Berlin, sondern vom Präsidenten der Federal Reserve (Fed), Ben Bernanke, bei seiner Rede in Washington, in der er die geldpolitischen Entscheidungen des Offenmarktausschusses der Fed bekannt gab und erläuterte. Er lautete wie folgt:

Bestätigen sich unsere Wirtschaftsprognosen, dann halten wir es für angemessen, die Anleihenkäufe zum Ende dieses Jahres zurückzufahren, Mitte 2014 könnten sie dann enden.“ (1)

Im Grunde war das nicht die Ankündigung der geldpolitischen Wende, sondern es war perspektivisch betrachtet bereits die Wende.

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Futter für die Märkte: Aussicht auf QE3 und ESM-Aufstockung treibt die Kurse – aber wohin?

von am 27. März 2012

Gestern haben vor allem die Äußerungen von Ben Bernanke und Angela Merkel die Aktienmärkte rund um den Globus beflügelt. Der Fed-Chef hält die Situation am US-Arbeitsmarkt trotz der zu konstatierenden leichten Verbesserung weiterhin für fragil und deswegen eine weiterhin lockere Geldpolitik zwecks Stimulierung des Wirtschaftswachstums für erforderlich. (1) Viele interpretierten Bernankes Aussagen dahingehend, dass eine neue Runde der quantitativen Lockerung (QE3) nun wohl doch kommen bzw. die Fed die Geldschleusen noch weiter öffnen könnte. Angela Merkel signalisierte hingegen erstmals ihre Bereitschaft, den Euro-Rettungsschirm weiter aufzuspannen sprich die verfügbaren Mittel – wenigstens temporär - aufzustocken, nachdem sie dies bisher stets kategorisch abgelehnt hatte. (2)

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