TV-Duell der US-Präsidentschaftskandidaten: Der unsinkbare Trump

von am 10. Oktober 2016 in Allgemein

„Sex-Skandal“ (1), „Politischer GAU“ (2), „Endspiel für Trump“ (3) – das sind einige Beispiel dafür, wie die deutsche Presse auf die Veröffentlichung eines elf Jahre alten Videos in der Washington Post (4) reagierte, in dem vor allem Donald Trump, aber auch Billy Bush, der einzige Spross der Bush-Familie, der Trumps Präsidentschaftskandidatur bisher offen unterstützt, in rüder und anzüglicher Weise über Frauen herzieht. Trump reagierte zwar rasch und entschuldigte sich für seine Äußerungen. (5) Gleichwohl löste deren Veröffentlichung einen wahren Sturm der Entrüstung gegen Trump in den Medien aus, der weit über die USA hinausreichte, was es in dieser Dimension in einem US-Wahlkampf zuvor wohl noch nicht gegeben hat.

Damit nicht genug. Eine Reihe von Mitgliedern der republikanischen Partei forderte Trump prompt zum Rücktritt auf oder entzog ihm die Unterstützung, unter anderem tat dies der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain. (6)

Trump hält den medialen Druck locker aus

Mit all dem sah sich Donald Trump unmittelbar vor der zweiten TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten Sonntagnacht konfrontiert. Schlimmer hätte es für ihn kaum kommen können. In den Medien hatte deswegen die Einschätzung vorgeherrscht, dies sei ein überaus schwerer und womöglich nunmehr der finale Schlag für die ohnehin immer wieder strauchelnde Kampagne Donald Trumps.

Doch es kam anders.

Wer die TV-Debatte aufmerksam verfolgt hat, der wird zum Schluss gelangen, dass Trump eine Belastung durch diesen Skandal nicht anzumerken war. Er wirkte nicht nervös, war aufgeräumt, ruhig, für seine Verhältnisse sogar erstaunlich beherrscht und in jedem Fall besser vorbereitet als beim ersten TV-Duell.

Mehr noch hat Hillary Clinton praktisch kein Kapital aus diesem jüngsten Mega-Skandal schlagen und Trump auch nicht in die Enge treiben können, so wie es ihr beim ersten Aufeinandertreffen im Fernsehen mithin gelungen war. Ihre größten Trümpfe waren einmal mehr ihre große politische Erfahrung und die großen Kenntnislücken Trumps, die ihn immer wieder irrlichtern und falsche Behauptungen aufstellen ließen, wie Faktenchecks zeigen (7).

Bisher hat ihm dies allerdings nicht geschadet. In Umfragen liegt er zwar seit Wochen hinter Clinton. Aber der Rückstand von 3-7 Prozentpunkten scheint nicht gänzlich uneinholbar. Freilich sagen die Umfragen noch nicht viel über die Wahlchancen. Denn entscheidend ist, wer in den US-Bundestaaten die meisten Wahlmänner holt.

Laut Umfrage hat Clinton auch das zweite TV-Duell gewonnen

An den Umfragewerten hat sich durch die TV-Debatte wenig geändert. Eine erste Umfrage von CNN (8) kommt zwar zu dem Ergebnis, dass Clinton die Debatte für sich entscheiden konnte. Das glauben 57 Prozent der Befragten, wohingegen nur 34 Prozent meinen, Trump hätte sich besser geschlagen. Gleichzeitig sagen demnach aber auch 60 Prozent, Trump hätte sich besser geschlagen als von ihnen erwartet. Vor allem aber ist es offenbar weder Clinton noch Trump in der Debatte gelungen, mehr Wähler auf ihre Seite zu ziehen. 53 Prozent der Befragten sagten, die Debatte würde ihr Wahlverhalten nicht beeinflussen. Von denen, die es nun ändern wollen, gaben 25 Prozent an, sie wollten für Clinton stimmen und 21 Prozent für Trump. (9)

Allerdings darf angesichts dessen nicht unberücksichtigt bleiben, dass Trump und Clinton die unbeliebtesten Präsidentschaftskandidaten in der US-Geschichte sind.

In einer Umfrage von Ende August erreichte Clintons Popularität ein für sie neues historisches Tief. Nur 41 Prozent der Amerikaner bewerten sie demnach positiv, 56 Prozent hingegen negativ. Über Trump senken demnach 63 Prozent den Daumen, während 35 Prozent ein positives Bild von ihm haben. (10)

Im Schatten der vielen Aufmerksamkeit erregenden Berichte über die Fehltritte Trumps gerät leicht in den Hintergrund, dass auch Clinton vieles angelastet wird und vor allem, dass sie zu viele Dinge von sich verheimlicht. Viele Amerikaner halten sie deswegen für nicht glaubwürdig. Das hat gute Gründe.

Hillary Clinton ist kaum weniger angreifbar und umstritten

Umstritten ist beispielsweise ihr Verhalten als US-Außenministerin im Zusammenhang mit dem Attentat auf die US-Botschaft im libyschen Bengasi im Jahr 2012. Die Republikaner werfen ihr schwere Versäumnisse vor. (11) Familien von Opfern machen Clinton für deren Tod persönlich verantwortlich und haben sie verklagt. (12)

Hinzu kommt der sogenannte E-Mail-Skandal. Clinton geriet ins Visier der Behörden, weil sie als Außenministerin einen privaten Computer für ihre E-Mail-Korrespondenz nutzte und dieser gehackt worden war. Deswegen wurde vom FBI überprüft, ob sie damit gegen Gesetze verstoßen und die nationale Sicherheit gefährdet hat. (13) Allerdings sind E-Mails verschwunden, auch Laptops. Mobiltelefone wurden von ihren Mitarbeitern zerstört und viele Mails gelöscht, sodass dem FBI eine vollständige Überprüfung des Falls offenbar gar nicht möglich gewesen ist. (14)

Clinton behauptet, es habe sich bei den gelöschten Mails um private Nachrichten gehandelt, nicht um solche mit vertraulichem Inhalt. Bei der Befragung gab sie mitunter an, Gedächtnislücken zu haben. Auch gab es Hinweise, dass ihr privater Computer nicht sicher war. (15) Das FBI empfahl dem Justizministerium dennoch, kein Verfahren gegen Clinton einzuleiten (16) und zwar noch vor dem Nominierungsparteitag der Demokraten. Derweil hält das US-Außenministerium noch immer viele Informationen zur E-Mail-Affäre zurück, die erst nach und nach aufgrund von richterlichen Urteilen an die Öffentlichkeit gelangen (17) (18).

Aufgrund solcher veröffentlichten E-Mails wiederum sind weitere Vorwürfe gegen Clinton erhoben worden. E-Mails legen den Verdacht nahe, dass sich ausländische Regierungen und Geschäftsleute mit Spenden für die Clinton-Stiftung in ihrer Zeit als Außenministerin Vorteile erkaufen haben könnten, es somit keine saubere Trennung von Amt Stiftung gab. (19) Eine besondere Rolle spielt dabei eine der engsten Vertrauten von Hillary Clinton, die infolgedessen selbst in die Schusslinie geraten ist und zu einer Belastung für den Wahlkampf zu werden droht. (20)

Kurz vor ihrer Nominierung zur Präsidentschaftskandidatin veröffentlichte WikiLeaks darüber hinaus gehackte interne E-Mails der Demokraten, aus denen hervorging, dass die Parteiführung, die im Vorwahlkampf zu Neutralität verpflichtet ist, ihr Gewicht in die Waagschale geworfen hatte, damit nicht Bernie Sanders, sondern Clinton die Vorwahlen gewinnt. (21) In der Folge kam es denn auch zu Rücktritten noch vor dem Nominierungsparteitag. (22)

Kann Clinton die Anhänger von Sanders hinter sich bringen?

Im Medienrummel um das Skandal-Video von Trump ist im Übrigen beinahe gänzlich untergegangen, dass es ebenfalls am Freitag auch neue WikiLeaks-Veröffentlichungen gab. (23) Sie erschüttern Hillary Clintons Glaubwürdigkeit weiter und vergrößern damit ein weiteres Problem. Denn die demokratische Partei ist tief gespalten. Viele der zahlreichen Anhänger von Bernie Sanders haben massive Vorbehalte gegen Clinton.

Es ist deswegen fraglich, ob Clinton die Anhänger ihres parteiinternen Rivalen aus dem Vorwahlkampf in ausreichendem Umfang mobilisieren kann, am 8. November ihre Stimme für sie abzugeben.

Wie viele Wähler verlieren Trump und Clinton an die Libertären?

Von der Unpopularität beider Präsidentschaftskandidaten hat zudem bisher schon ein anderer Kandidat in für US-Verhältnisse außergewöhnlichem Umfang profitieren können: Gary Johnson von der libertären Partei. Gemäß Umfragen kann er auf 8-12 Prozent der Stimmen hoffen. (24) Damit könnte er Trump und Clinton zwar nicht gefährlich werden, aber ihnen in den Bundesstaaten zum Teil die für einen Sieg notwendigen Stimmen kosten. (25)

Die oben zitierten Umfrageergebnisse zur zweiten TV-Debatte deuten darauf hin, dass Clinton und Trump viele Wähler nach wie vor nicht überzeugen können. Sie könnten beiden Kandidaten einen Korb geben oder gar nicht wählen gehen. Clinton mag als Siegerin aus dem TV-Duell hervorgegangen sein. Doch Trump ist noch nicht geschlagen, viele Sanders-Anhänger hat sie noch nicht überzeugt und wie stark andere Parteien abschneiden, insbesondere die Libertären, ist ungewiss. Und wer weiß schon, was in den letzten 4 Wochen bis zum 8. November noch alles an wahlbeeinflussenden Informationen an die Öffentlichkeit gelangt.

Fest steht, dass nicht nur Donald Trump, sondern auch Hillary Clinton viele Schwächen und Angriffspunkte hat. Sie verbirgt sie vielleicht einfach nur besser. Politische Erfahrung und fachliche Kompetenz sind zudem schon lange keine ausschlaggebenden Voraussetzungen mehr für das Amt des US-Präsidenten. Ronald Reagan war Schauspieler, Donald Trump ist ihm zumindest in dieser Hinsicht nicht unähnlich.

Clinton ist nicht die bessere Wahl, sondern allenfalls die weniger schlechte und selbst das ist beim gegenwärtigen Stand der Dinge alles andere als gewiss. Das Bild der beiden Top-US-Präsidentschaftskandidaten, das die beiden von sich selbst und die Medien von sich aus vermitteln, ist deswegen mit Vorsicht zu genießen.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: info.sle@web.de

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17 KommentareKommentieren

  • M.E. - 10. Oktober 2016

    Wenn man nach etwas Positivem sucht, was man über Donald Trump sagen kann, dann dies, dass er (übrigens genau so wie Bernie Sanders) die beiden Parteien des Estabishments als leere Hüllen vorführt.
    Aber damit hat es sich dann auch schon mit dem Vergleich Trump vs. Sanders. Sanders, ein bescheidener und mit Empathie gesegneter Linksintelllektueller und Trump ein weitgehend empathieloser Proll mit Giga-Ego.
    Es lässt hoffen dass Sanders gerade von so vielen jungen Menschen unterstützt wurde. Vielleicht ist dies ein Zeichen für eine beginnende aufgeklärte Jugendbewegung als Gegenentwurf gegen die Tea-Party-Bewegung, die ja bisher den Kampf gegen das Establishment alleine für sich reklamierte. Dabei allerdings geschickt gelenkt wurde durch Kräfte des wirtschaftlichen Establishments (Koch-Brüder usw.)
    Clinton ist die Favoritin der Wall-Srtreet und klassische Vetreterin des Establishments. Aber gegenüber Trump mit seiner Sprunghaftigkeit, intellektuellen Beschränktheit und charakterlichen Schwächen wohl das kleinere Übel.
    Ihr Wahlsieg steht jedoch keinesfalls fest, selbst wenn es kurz vor der Wahl in Umfragen 55 zu 45 zugunsten von Clinton stehen sollte. Wenn nämlich Teile der Unterstützer von Sanders sich für die grüne Kandidatin oder fürs Nichtwählen entscheiden sollten und Teile des rechten Flügels der Demokraten auf Grund des erwiesenen Hangs von Hillary Clinton zur Unehrlichkeit für den libertären Kandidaten votieren. Und wenn es Trump gelingt, ehemalige Nichtwähler aus der abgehängten weißen Mittelschicht an die Wahlurnen zu bringen. Und von denen gibt es eine Menge.

    • SLE - 10. Oktober 2016

      Hallo M.E.,

      schwer zu sagen, wie die entäuschten jungen demokratischen Wähler sich verhalten werden. Trump ist gegen das Establishment. Vielleicht sehen viele im letzten Moment doch ihn als das geringere Übel an. Die Verachtung für Clinton scheint schon sehr groß zu sein.

      Das gilt im Übrigen offenbar auch für so renommierte Leute wie Ex-Außenminister und -General Colin Powell (Demokrat), der in geleakten E-Mails kein gutes Haar an Trump ließ, aber auch über Clinton am 24 July 2014 Folgendes schrieb:

      “I would rather not have to vote for her, although she is a friend I respect. A 70-year person with a long track record, unbridled ambition, greedy, not transformational” … und am 18. August 2015: “Everything HRC touches she kind of screws up with hubris.” … und am 21. August 2016 zu Clintons E-Mail-Affäre: “Well, their email ploy this week didn’t work and she once again looks shifty if not a liar. Trump folks having fun with her.”

      Condoleezza Rice (Republikaner) wiederum schrieb zu Clintons E-Mail-Affäre an Powell: “I don’t think Hillary’s ‘everyone did it,’ is flying.”

      Ich denke, das sagt viel darüber aus, wie Clinton wirklich ist und was US-Politiker von ihr halten.

      (Quelle: http://www.reuters.com/article/us-usa-election-powell-idUSKCN11K2RK)

      Grüße
      SLE

  • JL - 10. Oktober 2016

    Clinton und Trump haben beide den Flair eines Luftballons- viel heiße Luft in einer Hülle aus Interessen und Machtansprüchen. Dies unterscheidet die Präsidentschaftskandidaten doch deutlich von der Aura eines J. F. Kennedy. Im Wahlkampf und den bisherigen Rededuellen ging es bisher um irgendwelche Vorwürfe des einen gegenüber des anderen und umgekehrt. Ansonsten erschöpft man sich in der aktuellen Tagespolitik, das war‘s auch schon. Visionen oder gar Aufbruchsstimmung ist bei beiden nicht erkennbar.

    Dennoch sind Unterschiede bei Clinton und Trump feststellbar die aber letztlich ein und dasselbe Ziel verfolgen.
    Clinton will das Amerika- so wie es ist- bewahren und erhalten, mit all seinen Truppen auf der Welt und seinen Machtgehabe gegenüber jeden und allem.
    Trump will ein wieder wirtschaftliches erstarktes Amerika, zur Not auch mit Handelseinschränkungen oder Zollauflagen um die Wirtschaftskraft und damit die amerikanische Stärke restaurieren zu können.
    Diese Themen sind für die durchschnittlichen amerikanischen Wähler allerdings weniger interessant, man hat sich daran gewöhnt der Größte und Beste zu sein.

    Die eigentliche Kernaussage von beiden ist aber indirekt das die USA ein Problem haben, je nach Sichtweise wirtschaftlich oder politisch. Die Problemlösungen sollen demnach entweder realwirtschaftliche Erfolge (Trump) sein oder weiterhin finanzpolitische Interessensausrichtungen (Clinton). Ergo findet gegenwärtig ein Machtkampf zwischen Finanzwirtschaft (Wall Street) und Realwirtschaft (Koch-Brüder) statt.

    Dieser „Schlagabtausch“ ist im Übrigen seit geraumer Zeit in der amerikanischen Politik erkennbar. Da werden Zusagen gemacht, die von anderen aus „ den eigenen Reihen“ sofort torpediert werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    JL

  • Holly01 - 11. Oktober 2016

    Hallo,
    der interessante Punkt ist für mich, das in der radikalisierten US-Gesellschaft eine breite Ablehnung beider Kandidaten und des Rummels um diese “Wahl” vorherrscht.
    Das System als solches ist (ähnlich wie in Deutschland und der EU) ausgebrannt.
    Es ist ein reiner Bedienladen für die 1% und alle politischen Richtungen zeigen nur dann Leistung, wenn es darum geht in irgendwelche Hintern zu kriechen.
    Also schau ich mir in diesem Land, das ich als Land im Bürgerkrieg bezeichnen würde mit Schrecken an, wo unsere Entwicklung hinlaufen wird.
    Zerfall, Perspektivlosigkeit, Sozialkrieg (Nahles legt in Deutschland gerade bei der x-ten H4 Verschärfung nach) und eben Gewalt.
    Diese beiden Kandidaten stehen aus meiner Sicht für exakt diesen Zustand und beiden ist gemeinsam, dass sie diesen Zufall beschleunigen werden.
    Die USA sind unberechenbar geworden.
    Die USA haben keine Partner (von Freunden will ich gar nicht anfangen).
    Die USA sind extrem gewalttätig und verlogen.
    Deutschland folgt mit wachsender Geschwindigkeit diesem Weg.
    Die USA haben sich diese Kandidaten redlich verdient.
    Die SPD und CDU haben sich ihre Kandidaten redlich verdient.

    Die Wähler bekommen, was sie mit ihrem eigenen Verhalten ermöglicht haben. Was fehlt ist der moralische Aufstand, der inhaltliche Widerstand, die Konfrontation der Systemträger mit ihren eigenen Gesetzen und den darin ausgedrückten Werten.
    lg Holly

  • Georg Trappe - 11. Oktober 2016

    In den letzten acht Jahren hat sich offenbar fuer viele etwas geaendert:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/obamas-rede-in-berlin-jetzt-ist-die-zeit-neue-bruecken-zu-bauen-a-567905.html

    “Beifallstürme für Barack Obama: Mit seiner Grundsatzrede zur Weltpolitik begeisterte er sein Publikum. Jetzt sei der Moment, den Planeten zu retten, neue Brücken zu bauen, den Terrorismus zu besiegen, den Verlierern der Globalisierung zu helfen, rief der US-Präsidentschaftskandidat den Berlinern zu.”

    http://www.morgenpost.de/berlin/article102952233/Berlin-machte-Barack-Obama-fast-zum-Praesidenten.html

    “Berlin machte Barack Obama fast zum Präsidenten

    Nun reist er nach Frankreich – nachdem er Berlin erobert hat: 215.000 Menschen kamen zur Siegessäule, um die Rede von US-Präsidentschaftsbewerber Barack Obama zu hören, fünf Millionen Menschen sahen am Fernseher zu – und Barack Obama sah aus wie der kommende US-Präsident.”

    http://www.faz.net/aktuell/politik/merkel-empfaengt-ihn-im-kanzleramt-obama-spricht-vor-siegessaeule-1670579.html

    “Obama spricht vor Siegessäule
    Der designierte Präsidentschaftskandidat der amerikanischen Demokraten wird nun wohl an der Siegessäule seine geplante öffentliche Rede halten. Das Brandenburger Tor bliebe damit in Sichtweite für symbolträchtige Bilder. Indes will Angela Merkel den Senator aus Illinois im Kanzleramt empfangen.”

    Und selbst diejenigen, die skeptisch waren und schon damals in Obama eher eine Marionette als einen Grund zur Hoffnung gesehen haben, haben sich wohl nicht vorstellen koennen, welche Talente das Land der unbegrenzten Moeglichkeiten (nach dem Zusammenbruch seines Geschaeftsmodells) noch fuer das Amt des Praesidenten bereit haelt.

    • Holly01 - 11. Oktober 2016

      ….. wenn ich das richtig in Erinnerung habe war Harry S. vor seiner Karriere als Atombombenschmeisser Klinkenputzer und hat Schnürsenkel verkauft ….
      Oder habe ich da einen PR Gag inhaliert?
      Diese “Multitalente” die so gnadenlos asozial sind schlummern also schon immer in diesem Land.
      lg Holly

      • Thorsten Eckau - 11. Oktober 2016

        Google schlägt tatsächlich bei “harry s truman beruf” “Kurzwarenhändler” vor als Begriff. Aber Wikipedia nennt folgendes: “Gemeinsam mit seinem engen Freund Edward Jacobson eröffnete Truman nach seiner Rückkehr aus Europa ein Herrenbekleidungsgeschäft in Kansas City, dem mäßiger Erfolg beschieden war.”

        So oder so, Holly, ein PR Gag ist es wohl nicht gewesen. Jimmy Carter war ebenso ein Kandidat und Ronald Reagan muss man nicht erwähnen. Daher kann man durchaus aber sagen, dass das hier vielleicht gerade mal ein trauriger Tiefpunkt ist mit Trump, aber keineswegs aus der Reihe fällt. Das gab es in den USA schon häufiger, dass Kandidaten ziemlich daneben waren, jedenfalls im Vorfeld beurteilt. Carter hat sich ja dann doch besser geschlagen, als sein Ruf vor der Wahl war.

        • Holly01 - 12. Oktober 2016

          Hallo Hr. Eckau,
          Carter war meines Wissens der einzige bekannte Präsident der USA der ärmer aus dem Amt kam, als er hinein ging.
          Das ist für sich ja auch schon eine Aussage.
          Die beiden Marionetten Dump und Killary haben gemeinsam, die Verbindung zur WS.
          Beide sind von der WS direkt abhängig, unterschiedliche Abhängigkeiten, aber trotz Allem vollständige.
          Also wenn die WS gegen die WS antritt, wer wird dann den Russen mit der NATO den Krieg erklären?
          Genau … die EU die der NATO unterstellt wurde ….
          Ich sehe die von der Leiden schon die Hacken zusammen knallen, die hat ganz sicher schon Springerstiefel im Reisekoffer …
          lg Holly

          • SLE - 12. Oktober 2016

            Hallo Holly 01,

            haben Sie dafür Belege, dass Carter ärmer aus dem Amt kam als irgendein anderer Präsident? Meines Wissens waren z.B. die Clntons faktisch pleite und hoch verschuldet – jedenfalls nach Aussagen Hillary Clintons. Miillionäre wurde sie erst später. Und ich meine irgendwo gelesen zu haben, auch die Obamas stünden zum Amtsende finanziell nicht gut da.

            Grüße
            SLE

            • Holly01 - 12. Oktober 2016

              Hallo SLE,
              habe ich aus dem Gedächtnis geschrieben, Das waren damals so Spott Berichte. Ich schau mal ob ich etwas mit Substanz finde.
              Zu Clintons und Trump würde ich meinen die sind so hoch bei der WS in der Kreide, dass es keine Diskussionen geben wird, wenn die das Amt erst haben.
              Ich melde mich, sobald ich das gecheckt habe.
              lg Holly

            • Holly01 - 13. Oktober 2016

              Noch einmal Hallo SLE,
              ich finde zu den Einkünften und den Vermögensentwicklungen von Spitzenpolitikern zwar Infos, aber belastbar finde ich Nichts davon.
              Das ist viel VT, noch mehr Meinung und nur Spuren von Wissen.
              Tut mir leid, dann muss ich den Beitrag wohl zurück ziehen …
              lg Holly

  • Holly01 - 11. Oktober 2016

    OT:

    😉 gute Kampagne

  • JeHa - 11. Oktober 2016

    Die Amerikaner dürfen zwischen Pest und Cholera wählen.

    Trump ist einfach unglaublich, dass so jemand überhaupt ernsthaft ins Rennen geht, sagt schon wie kaput das System ist.

    Clinton ist ebenfalls eine Katatstrophe. Sie ist ein Falke par excellence hat für den Irakkrieg II gestimmt, sie ist Anhängerinn von totalem Freihandel und Hätschelkind der Wall Street.

    Bei diesen Alternativen, wäre es am besten die USA haben vier Jahre gar keinen Präsidenten.

    • Thorsten Eckau - 11. Oktober 2016

      “Bei diesen Alternativen, wäre es am besten die USA haben vier Jahre gar keinen Präsidenten.”

      *****

      DAS wäre in der Tat mal eine ECHTE Alternative zu den Kandidaten, die wahrscheinlich sogar die mit Abstand besten Ergebnisse im Sinne der meisten Menschen bedeuten könnte 😉

  • Freiberufler - 11. Oktober 2016

    Donald Trump ist ein Stand-up-Comedian, der eine Seifenoper crasht.
    Er steht nicht auf der Besetzungsliste, aber plötzlich auf der Bühne.
    Und anstelle der geskripteten Seifenoper sehen die Leute die Donald-Trump-Show.

    Die Medien versuchen ihn zu demontieren, weil er sich nicht ans Drehbuch hält. Natürlich nicht. Er spielt ja überhaupt nicht mit.

    • Eurelios - 11. Oktober 2016

      Er spielt ja überhaupt nicht mit.

      Er nicht. Er ist aber der Spielball (bzw Spielfigur) von ganz Wenigen die im Hintergrund
      die Fäden ziehen um Ihn an die “Macht“ zu spülen mit dem Ziel Ihres Machterhaltes.
      Wer glaubt das die Präsidentschaftskanditaten der USA unabhänig wären und nur
      durch Eigeniniative zum Wohle des Volkes Präsident werden wollen. Der glaubt auch
      an den Osterhasen der Eier legt.

  • roland - 12. Oktober 2016

    Merkwürdig:
    Der Medienblockade bzgl. der Kandidatin der öko-sozialen Grünen der USA ist offenbar auch SLE erlegen. Er erwähnt sie nicht.
    Dr. Jill Stein hat angeblich fast die Hälfte der ehemaligen Bernie Sanders – Delegierten jetzt als aktive Unterstützer. Sie rangiert augenblicklich zwar nur bei ca. 3-5 %, die sog. “Millenials” werden aber nicht gezählt – dort liegt sie schon bei 10 %

    http://www.jill2016.com

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