Wahltag in Niedersachsen: Die kleine Bundestagswahl

von am 20. Januar 2013 in Allgemein

Wenn man bedenkt, wie arg die Affäre um Vorteilsannahme und die Begünstigung von Unternehmen, die den ehemaligen Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Christian Wulff, zum Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten zwang, auch die CDU in Niedersachsen in Turbulenzen brachte und dass die Sache auch noch nicht endgültig vom Tisch ist, dann ist es eigentlich überraschend, dass all dies in den letzten Wochen vor der Wahl eigentlich gar kein Thema mehr war.

Stattdessen gerieten im niedersächsischen Wahlkampf der wegen seiner schwachen Leistung als Parteichef unter Druck geratene ehemalige Wirtschaftsminister Niedersachsens und aktuelle Bundeswirtschaftsminister sowie Vizekanzler Philipp Rösler und der wegen seiner umstrittenen und ungeschickten Äußerungen viel gescholtene SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in den Blickpunkt. Beiden wird vorgeworfen, für schlechte bzw. sinkende Umfragewerte ihrer Parteien verantwortlich zu sein. Besonders fatal ist das im Falle der SPD, denn zuvor hatte sich in den Umfragen angedeutet, dass Rot-Grün in Niedersachsen den Wahlsieg einfahren würde, was durch das Auftreten von Steinbrück nunmehr höchst ungewiss geworden ist.

Der Wechsel der niedersächsischen SPD-Politikerin und Landtagsabgeordneten Sigrid Leuschner zur Linkspartei kurz vor der Wahl könnte sich für die SPD als eine zusätzliche Hypothek bei der heutigen Wahl erweisen. Sie war 44 Jahre lang SPD-Mitglied und hatte betont, sie wolle mit ihrem Wechsel so kurz vor der Wahl ein Zeichen setzen.

Die Linkspartei hat im Wahlkampf zum Schluss ganz auf die Vize-Parteichefin Sahra Wagenknecht und damit auf eine bundesweit und für ihr authentisches, stets überlegt sachliches Auftreten bekannte Politikerin gesetzt. Dieser Schritt dürfte sich in jedem Fall nicht nachteilig auf das Wahlergebnis auswirken, auch wenn sich dies anhand der Umfragewerte der Partei in Niedersachsen nicht ablesen lässt.

Rainer Brüderle (FDP) hat mit seiner kurz vor der Wahl geäußerten Forderung, die Wahl des neuen FDP-Bundesparteichefs auf Ende Februar oder Anfang März vorzuziehen,  unmittelbar den Druck auf Parteichef Philipp Rösler nochmals erhöht. Für dessen Zukunft dürfte der Ausgang der Wahl in Niedersachsen entscheidend sein. Brüderles „Last Minute“-Schlag gegen Rösler konterkariert jedoch zugleich die Bemühungen der Landes-FDP, genug Rückhalt für den Wiedereinzug in den Landtag zu erwerben. Die Wahlchancen der FDP sind damit sicher nicht verbessert worden.

Dass sogar große alte Mann der FDP, Dietrich Genscher, nach Niedersachsen reiste, um die FDP im Wahlkampf symbolisch zu unterstützten, kann die Probleme der FDP allerdings nicht übertünchen. Es kann kaum als Zeichen für Zukunftsorientierung der Partei gewertet werden, wenn diese auf erfolgreiche Politiker und die Erfolge längst vergangenen Zeiten verweisen muss. Unweigerlich wirft das die Frage auf, ob die FDP keine viel versprechenden Mitglieder mehr hat, die das Potenzial haben, ähnlich kompetent und erfolgreich zu agieren.

David McAllister (CDU) hatte das Amt des Ministerpräsidenten im Juli 2010 von Christian Wulff übernommen, als dieser ins Amt des Bundespräsidenten wechselte. Eine Landtagswahl hat er als Spitzenkandidat der CDU bisher noch nicht bestreiten müssen. Insofern ist die heutige Wahl auch für ihn ein Lackmustest für seinen tatsächlichen Rückhalt in der Bevölkerung des Bundeslandes.

Insgesamt ist auf der Grundlage der Diskussionen in der überregionalen Presse schwer zu bewerten, wie die Niedersachsen landes- und bundespolitische Aspekte bei ihrer heutigen Wahl gewichten. Es fällt jedoch auf, dass es gemessen an der überregionalen Berichterstattung im Wahlkampf scheinbar weniger um Inhaltliches ging, sondern vor allem um die Persönlichkeiten selbst. Das dürfte aber so sicher nicht stimmen.

Es ist unter dem Strich betrachtet gut möglich, dass die SPD Stimmen an die Linkspartei verliert und – allen Unkenrufen zum Trotz – die FDP die Fünf-Prozent-Hürde doch schafft. Ob es indes auch für eine Fortsetzung der Schwarz-Gelben Regierungskoalition reicht, ist fraglich. Entscheidend dafür dürfte sein, ob es die Linkspartei unerwartet über die Fünf-Prozent-Hürde schafft. Auszuschließen ist das meines Erachtens nicht. Dann wird die Regierungsbildung in Niedersachsen schwierig werden.

Sollte es für Rot-Grün heute nicht reichen, hat die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück ein Problem. Sie steht dann mit Blick auf die Bundestagswahl im Prinzip vor derselben Frage wie die FDP. Doch während die Personalfrage bei der FDP kaum alle Probleme, die für schlechte Umfragewerte auf Bundeseben sorgen, lösen helfen kann, hängt für die SPD sehr viel davon ab. Denn die CDU/CSU wird in ihrem Bundestagswahlkampf ganz auf die Strahlkraft der Kanzlerin Angela Merkel setzen – auch deswegen, weil etwas anderes angesichts der vielen Streitigkeiten und des Schlingerkurses der Regierungskoalition in Berlin kaum möglich ist. Rot-grün wird deswegen bei der Bundestagswahl nur dann eine Chance haben, wenn die SPD eine Persönlichkeit als Spitzenkandidat in den Ring schickt, die von den Wählern als gewichtiger Herausforderer Angela Merkels wahrgenommen wird. Ob Peer Steinbrück diese Person ist oder noch werden kann, ist fraglich. Viele in der Partei werden inzwischen wieder verstärkt in Richtung Nordrein-Westfalen blicken.

von Stefan L. Eichner
Kontakt: eichner@web.de

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21 KommentareKommentieren

  • Eurelios - 20. Januar 2013

    Viele in der Partei werden inzwischen wieder verstärkt in Richtung Nordrein-Westfalen blicken.

    Egal wie es kommt. Frau Kraft ist ebenso wie Frau Merkel eine gewiefte Macht und vorallem
    Instinktperson.

    Frau Kraft wird sich nie und nimmer schon dieses Jahr als Zugpferd für die SPD ins Zeug legen
    lassen.

    Wenn Frau Merkel nochmals das Rennen machen sollte hat dann Frau Kraft nach den
    Bundestagswahlen doch die aller besten Karten.

    Sollten bis zum Jahr 2017, wegen den nicht mehr zu vertuschenden bitteren Pillen
    die dann die Deutschen schlucken müssen Neuwahlen anstehen dann wird Sie bestimmt antreten.

    Wenn nicht dann spätestens 2017.

    Bei Steinbrück denkt man was hat der denn für sich alls Berater herausgesucht.

    Pustekuchen der ist nähmlich beratungsresistent.

    Aber egal die Heutige Politikergeneration auch egal welcher Parteien Sie angehören sind
    sowas von nur noch machtgeil das Sie Ihre Prioritäten so setzten :

    Zuerst komme ich und meine Vorteile.

    dann kommt lange nichts.

    Dann Ihre persönlichen Freund aus der Wirtschaft und evt die Familie.

    Dann vieleicht noch die eigene Partei.

    An allerletzte Stelle, wenn überhaupt, kommt das Volk dem man erlaubt hat Sie wählen zu
    lassen.

    Eine Änderung des ganzen Systems kann nur von Unten vom Volke ausgehen.

    Aber der Michel ist dafür nicht in der Lage weil es ja so schwierig ist selber zu denken.

    Es ist ja so bequem für sich denken zu lassen und man hat ja gar keine Zeit dafür
    in dem sich immer schneller drehenden Hamsterrad in dem man sich befindet.

  • Frank - 20. Januar 2013

    Die FDP kommt auf ca.10%
    Da sieht man wieder einmal, was die Vorhersageprognosen der selbsternannten Wahlforscher und Demoskopen eigentlich wert sind.

    Und wer weiß, vielleicht ist es bei der Bundestagswahl genauso?

    Wird Brüderle den Rößler jetzt noch absetzen?

    • Emeier - 21. Januar 2013

      @Frank

      Das tumbe Demoskopen- und Statistiker-Bashing ist zwar schwer en vogue, wird durch dauerndes Wiederholen aber nicht besser.

      http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/niedersachsen.htm

      Ein kurzer Blick reicht, um zu sehen, dass die Umfragen bei fast allen Parteien wie die Faust auf’s Auge gepasst haben. Lediglich bei CDU und FDP hat es eine Abweichung gegeben und zwar um exakt die fünf Prozentpunkte, die sich zwischen beiden verschoben hat.

      Darüber hinaus hat gut ein Drittel der Wähler ihre Entscheidung erst in der Woche vor der Wahl getroffen, das macht es den Demoskopen natürlich nicht leichter.

  • Roland - 20. Januar 2013

    Das Wahlergebnis ist eine heilsame kalte Dusche für all diejenigen, -auch in diesem Forum- die ständig aufgeregt vom unmittelbar bevorstehenden Kollaps der deutschen Wirtschaft halluzinieren. Das Volk sieht es offensichtlich völlig anders und wählt immer noch völlig langweilig.

    Sicher, in Krisenzeiten wird es ordentlich politische Bewegung geben und das Parteieinsystem rumpurzeln – bis dahin ist jedoch empfohlen: Ruhig Blut.

    • Conney - 20. Januar 2013

      Richtig, der Kollaps findet an anderer Stelle statt.

      Schauen wir mal, wie lange China und die Amis, die hoffentlich weiter konsumieren als gäbe es kein Morgen, unsere Wirtschaft noch retten.

      • Frank Bell - 21. Januar 2013

        Seit 2009 warten einige auf den Kollaps. Seitdem gab es einen Aufschwung in der Wirtschaft – und einen Rückgangn der Arbeitslosigkeit!

        Auch die Unternehmensgewinne sind fett gestiegen.

        Wenn diese Gewinne, auf denen die Firmen sitzen, erst einmal re-investiert werden, geht die Post ab.

        • Conney - 22. Januar 2013

          ja, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre…
          Da können wir wohl länger warten, bis der Boom kommt.

          Na, der ZEW-Index von heute zeigt ja “steil” nach oben. Aber manchmal ist die Stimmung auch besser als die Lage.

  • Eurelios - 20. Januar 2013

    Wird Brüderle den Rößler jetzt noch absetzen?

    Kann er gar nicht mehr.

    Warum?

    Das Wahlergebnis für die FDP ist da viel zu gut obwohl viele Stimmen als Zweitwahlstimmen
    von der CDU kommen.

    Man sieht bei dieser Landtagswahl das der deutsche Michel nichts aber auch garnichts
    dazugelernt hat.

    Wie in meinem ersten Posting schon angemerkt: Der Michel lässt für sich denken weil es ja
    so bequem ist nicht selber zu denken.

    Kleine Parteien mit wirklich guten Denkansätzen werden werden ignoriert.

    Warum?

    Ich sags mal in meiner Heimatsprache auf schwäbisch:

    isch halt so man kann eh nix macha wir send doch eh die ahschmierte.

    • Lothar - 20. Januar 2013

      Wer weiss vielleicht setzt der Rößler jetzt den Brüderle ab.
      10% mein Gott, man merkt ich lebe in einer totalen Subkultur.

  • M.E. - 20. Januar 2013

    Da die Politik ohnehin entmachtet wurde durch die Wohlfühlgesellschaft einerseits und die sogenannten “Märkte” andererseits, ist das Spektrum der Handlungsmöglichkeiten, in denen sich die Politik bewegen KANN, besser gesagt: WILL, ohnehin sehr begrenzt.

    Eine Partei, die weit über eine Legislaturperiode hinausdenken würde, verfehlte höchst wahrscheinlich die 0,1%-Hürde.

    Nun, so soll es auch sein. Leben wir im Heute und Jetzt.

    Denn wie sagte schon Hans Georg Stengel:

    “Die Ewiggestrigen sind uns verhasst.
    Die Ewigmorgigen sind eine Last.
    Entschließen wir uns, um den Tag zu nützen,
    uns auf die Ewigheutigen zu stützen.”

    Klingt irgendwie einleuchtend. Deshalb überrascht uns auch die Zukunft. Bisher ja meistens positiv. Warum also sollte sich Politik mit der Zukunft beschäftigen?
    Bloß deshalb, weil wir in ihr unser restliches Leben verbringen werden?
    Lächerlich.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dieser mein Beitrag wird von den Meisten nicht verstanden. Trotzdem war mir danach, ihn zu schreiben, angesichts der für die weitere Zukunft völlig irrelevanten Wahlergebnisse.

    Ooops, da kommt ja schon wieder dieser lästige Ewigmorgige in mir durch…

    • Frank Bell - 21. Januar 2013

      ” weit über eine Legislaturperiode”

      Wieso? Was ist mit der Agenda 2010? Die Grünen haben diese (nicht alleine) verabschiedet.

      UND?

  • peterb - 20. Januar 2013

    Was die Erfahrung aber und die Geschichte lehren, ist dieses, daß Völker und Regierungen niemals etwas aus der Geschichte gelernt und nach Lehren, die aus derselben zu ziehen gewesen wären, gehandelt haben.
    (G.W.F. Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte, Theorie Werkausgabe Bd. 12)

    • Roland - 20. Januar 2013

      Da hat der gute Hegel wohl recht.

      Tun wir es aber mal und schauen in die Geschichte:
      Die Brüningsche Deflationspolitik, die ab 1929 Massenarmut und Hunger bewirkte, wurde bis zu dessen politischem Ende im Jahre 1932 von der SPD mitgetragen. Durch die Tolerierung der SPD konnte Brüning mit den berüchtigten “Notverordnungen” regieren.
      Politische Folge war ein rasanter Aufstieg der NSDAP, die bis Anfang 1929 mit 2,9 % im Reichstag saß und bis dato völlig bedeutungslos war. Jetzt aber ging es blitzschnell.
      In abgeschwächter Form gilt das auch für die KPD, die ebenfalls von der schmählichen Rolle der SPD profitieren konnte.

      Was heisst das für die Zukunft:
      Wirtschaftliche Krise, verstärkt durch schlechte Politik, führt zu politischen Turbulenzen. In welche Richtung wird es jedoch dieses Mal gehen ????

      Sicher ist nur: Panta Rei – alles fliesst

  • Marcito - 21. Januar 2013

    Ist an der Bilderberger Kiste doch was dran?

  • Roland M - 21. Januar 2013

    “Das Wahlergebnis ist eine heilsame kalte Dusche für all diejenigen, -auch in diesem Forum- die ständig aufgeregt vom unmittelbar bevorstehenden Kollaps der deutschen Wirtschaft halluzinieren. Das Volk sieht es offensichtlich völlig anders und wählt immer noch völlig langweilig.”

    Falsch! Denn das Wahlergebnis ist nicht wirklich repräsäntativ. Ich wage zu behaupten, dass die Gruppe der Nichtwähler hauptsächlich aus denen besteht, die den ganzen Laden mit ihren Steuern am Laufen halten und dafür nach meinem Empfinden geradezu frühmittelalterlich staatlich ausgeplündert werden. Die gehen nicht wählen, weil sie wissen, dass es für sie nur die Wahl zwischen Feuertod und Säuretod, zwischen schneller Enteignung und langsamen materiellem Siechtum gibt.

    Das allerwichtigste Prinzip heutzutage ist doch so zu tun, als ob alles noch in Ordnung wäre und zwar so lange, bis sich der Verschleiß nicht mehr verbergen lässt und es zu spät ist.

    Ein Beispiel: mein Neffe (7) ist ein sensibler kleiner Feigling, der den Mund nicht aufbekommt aber geistig für sein Alter ziemlich weit ist. Jetzt geht er seit dem Sommer zur Schule (Kleinstadt in NRW), in eine Klasse, wo neben ihm nur zwei deutsche Jungs sind. Die Tage beschwerte sich eine der deutschen Mütter, dass mein schmächtiger und feiger Neffe auf dem Weg zur Schule die übelsten Beleidigungen ausstößt, unterste Gossensprache, erst seit einigen Wochen und seit er mit Hussein & Co. zusammenspielt. Der gleiche Mist passierte ein paar Jahre davor bei meiner Nichte, die ist aber noch einiges cleverer und hat mich wenigstens zuvor gefragt, was “fi….” bedeutet, mit sechs Jahren. Ich gucke streng “von wem haste das?” “Der Fukrur (oder so).” “So meine Kleine, das sind liebe Menschen, die hier leben und manchmal auch arbeiten wollen, die haben dir nichts getan und ich wie du tun denen auch nichts, aber halte dich unbedingt von denen fern, vor allem von den Jungen! Die sind böse, besonders zu Mädchen und Frauen und ruinieren dir dein Leben für immer!” Hat sie strikt befolgt, nun gehört sie beim Abi zu den Klassenbesten, mit sehr guten Aussichten.

    Wie gesagt, das Allerwichtigste ist immer so tun, als ob alles gut sei. Das Allerwichtigste ist es, mir meine Arbeitsleistung zu stehlen, um sie Fukrurs Eltern zu schenken, damit der meine Nichte verderben kann, Hurra Deutschland. Da konnte ich noch rechtzeitig reagieren, beim Neffen ist es zu spät, sieben Jahre alt und die Kindheit für immer verdorben. Der ist nur mit strenger Erziehung zu retten, ich würd ihn auf eine Kadettenschule schicken.

    Wer ohne Dachschaden kann da noch zuversichtlich in die Zukunft schauen ohne zu lügen?

    So langsam glaube ich, zur Wahl zu gehen ist, wenn man nicht vom Staat lebt, ein Zeichen von Dummheit.

    • Roland - 21. Januar 2013

      In meiner Gegend durften Kinder noch in den 60er-Jahren nicht mit Kindern italienischer Gastarbeiter spielen, weil “DIE Italiener” angeblich alle klauen.
      In Ihrem Falle sind es jetzt offensichtlich “DIE Türken”, die unsere Kleinen verderben.
      Frei nach Sarrazin:
      Der spießige Rassismus ist bei Ihnen wohl genetisch bedingt.

  • Delta120 - 21. Januar 2013

    Der Wahlkampf hier in Niedersachsen war völlig langweilig. Es wurde voll auf Persönlichkeit gesetzt und außer Köpfen gab es praktisch nichts anderes auf den Wahlplakaten zu sehen. Themen: Fehlanzeige! Das diejenigen gewonnen haben, mit niedrigeren Bekanntheitsgraden, sollte zum Nachdenken in Berlin anregen.

  • klaus - 21. Januar 2013

    Ich finde die Wahl gut.
    Besonders dieser Trick von Lassiter, mit den 10 Prozent
    für die FDP.
    Der war cool.
    Hoffentlich bringt der mal so ein Ding in Berlin.
    Dann ist was los.
    Die Rösler treibt es vor lauter Wahlrausch zum Verzicht
    des Postens.

    UND

    Der Bundesrat spricht jetzt ROT/GRUEN mit 36 zu 33 Stimmen.

    Einige Gesetze werden wohl demnächst in die Tonne getreten.

    Da wird wohl auch das Hartz4-Gesetz für Häusle-Erwerber oder
    Bausanierungsgesetz dabei sein.

    Schließlich kann man schlecht auf soviel Steuern verpflichten.
    Schließlich ist der Erwerb von Betongold ja auch in diesen
    Zeiten schon etwas billiger.

    Und auch Bildungswesen und die Kitas kommen voran.

    Was 1 Mandat so ausmacht.

    tsssss.

    Grüße klaus

  • klaus - 21. Januar 2013

    Offtopic : Betriebliche Ausbeutung des Sozialsystems

    – Wäre es nicht billiger die paar Euro an die Hartz4ler zu geben?
    Und wirklich in Absprache mit den Hartz4ler gezielt
    einzuarbeiten/weiterzubilden.
    Ohne auf das Alter zu schauen.
    Oder schlachten wir das Sozialsystem und die Bedürftigen
    für Leute wie Schlecker und Mindestlohnverweigerer aus?

    Lt. Handelsblatt zitiert Schumpeter: Alte Strukturen
    gehen kaputt, Neue werden geboren.
    Inzwischen kann sehr viel Zeit vergehen.

    67 Prozent der Filialen leer
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/crowdsourcing-ergebnis-zwei-drittel-der-schlecker-filialen-stehen-leer/7651950.html

    Mit Deutschland-Karte der Filialen.

    59 Prozent der Mitarbeiter ohne Job
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/haelfte-der-schlecker-mitarbeiter-noch-immer-ohne-neuen-job-a-878490.html

    Jahrelang Billig-Jobs ohne Sozialkosten zu entrichten
    und Aufstockergelder.

    Jetzt sind die Filialen Orte für kleine Start-Ups und
    Existenzgründer mit Förderung von AA und KFW.

    Ortsansässige steuerzahlende Familienunternehmen
    wurden dicht gemacht für staatl. geförderte
    LPG-Läden samt Angestellten.

    Der Erfolg sind teure Insolvenzen, weil keine
    Masse vom Unternehmen vorhanden war.
    Wann überprüfen wir endlich vor der Existenzförderung,
    ob ausreichend Masse für die Betriebe bei der Erhaltung
    /Existenzgründung vorhanden ist?
    Ich habe nichts gegen Existenzgründer.
    Aber sollte man nicht wenigstens überprüfen,
    ob Vorstrafen,Masse,Schulbildung und Geschäftskompetenzen
    in einem erträglichen Maß zur Existenzgründung
    vorhanden sind?
    Oftmals kann noch nicht einmal die Eröffnung
    der Insolvenz nach dem Scheitern
    in 1 – 3 Jahren bezahlt werden.
    Teilweise dann bereits bei der 2ten Insolvenz.
    Steuern sind bis dahin noch keine geflossen.
    Das kann und darf doch nicht sein.

    Sollte man es wirklich jedem, der angeblich
    Erfahrung hat, möglich machen, einen Betrieb
    zu eröffnen?
    Schlicht Leuten, die noch nie einen
    Strom/Wasserzähler selbstständig abgelesen haben.

    Achso, und abgestürzte Mittelständler verweigern
    dazu evtl. Ihre Kenntnisse, was alles noch heftiger macht.
    So geht noch der Rest an Potential verloren.

    Unsere Politik geht mit Ihrem Liberalismus einen
    Weg, der schlimmer als Krieg ist.
    Nur die Zerstörung sieht man wie bei Schlecker
    erst in 1 – 2 Jahren erst.

    Bankrotte Gemeinden versuchen über Anliegerkosten
    ihre Sanierung,etl. ander Möglichkeiten gibt es
    noch dazu, stürzen kleine/mittlere Betriebe in
    die Zukunftslosigkeit, in dem Sie Fast-Grenzbetriebe
    die in Markt/Discounternähe angesiedelt sind
    mit deftigen Abgaben belasten und dadurch für
    5 Euro in Insolvenzen stürzen, die im gesamten
    Umfeld “betriebliche Leere” erzeugen.

    Alles ein Ergebnis des Abschöpfens der Liquidität
    um Groß-Europa zu erreichen.
    Wir brauchen keinen Krieg. Der tobt bereits.
    Schon längst ist das Europäische Zentrum vorhanden
    und die Landflucht hat eingesetzt.
    Banken sitzen auf den Immos und machen uns Angst
    mit Inflation und empfehlen marode Immos als Betongold.

    Ja, es gibt einen Inflationsschutz.
    Er nennt sich Fremdsprache.
    Es ist die einzige Möglichkeit den Wert seiner
    Arbeit zu sichern.
    Selbst schuld, wer hier auf dicke Rente und
    ein intaktes Gesundheitssystem ohne Korruption hofft.

    Grüße klaus

  • Richie - 22. Januar 2013

    Hallo,

    lest mal:
    http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2013/01/17/wie-die-wahlfalschung-in-deutschland-funktioniert/
    dann wundert man sich auch nicht mehr.
    Grüße Richie

  • Frank Bell - 22. Januar 2013

    @ klaus: “Unsere Politik geht mit Ihrem Liberalismus einen Weg, der schlimmer als Krieg ist.”

    Mach mal halblang!!!

    Wie sah es in Deutschland 1945 aus?

    Wie sieht es heute aus? 1-2 Autos, 1-2 x Urlaub pro Jahr, Waschmaschine, Spülmaschine, Tiefkühltruhe, LED-TV, und so weiter.

    So sieht es nach einem Krieg nicht aus!

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